Triathlon: Offizielles Training am Godelheimer See kommt bei Sportlern gut an »Nach dem Schwimmen wird es schön«

Godelheim (WB). Gabi Menke sitzt im Boot und ist bereit. Gut 20 angehende Triathleten laufen ins Wasser und los geht es. Die Dalhausenerin gibt mit dem Kanu den Weg vor, die Schwimmer folgen im Pulk.

Von Sylvia Rasche
Vor dem Schwimmen haben die meisten Teilnehmer des Triathlons Respekt. Beim offiziellen Training haben sie die Möglichkeit die 750 Meter im See mit Zeitmessung zu proben.
Vor dem Schwimmen haben die meisten Teilnehmer des Triathlons Respekt. Beim offiziellen Training haben sie die Möglichkeit die 750 Meter im See mit Zeitmessung zu proben. Foto: Sylvia Rasche

Es ist das zweite offizielle Training, das die Ausrichtergemeinschaft des Weserbergland-Triathlons am Godelheimer See anbietet. Gabi Menke und Lars Koch, beide erfahrene Triathleten, leiten die Trainingseinheit und stehen vor allem Einsteigern mit Rat und Tat zur Seite. »Im Vorjahr gab es in der Wechselzone einige Fragen zu klären. Da haben wir uns gedacht, das können wir ja auch vorab in Ruhe machen«, sagt Gabi Menke. Ein Angebot, das die Sportler gerne annehmen.

Unger darf Chip testen

»Ich habe noch nie einen Triathlon absolviert und werde jetzt den Schwimmpart in unserer Mädchenstaffel übernehmen«, erzählt die Ottbergerin Martina Unger. Sie freut sich über den Trainingstreff am Sonntagmorgen, weil man Fragen stellen und Erfahrungen sammeln kann. So ist Unger eine der fünf Sportler, die an diesem Morgen den Chip zur Zeiterfassung nutzen dürfen. Die Zeitmessanlage liegt in den bewährten Händen und Lukas und Adalbert Grüner. »Wir bieten dieses Jahr auch Zwischenzeiten an, das ist eine Schnittstelle mehr. Daher ist das Training auch für uns ein schöner Test«, sagt Lukas Grüner.

Kanuten sichern ab

Die Schwimmer haben inzwischen ein gutes Stück im Godelheimer See zurückgelegt. Gabi Menke fährt weiter vorneweg. Hinten sichert Lars Koch im zweiten Kanu ab. »So geht uns niemand verloren«, hat er vor dem Start versichert. Als erster läuft der Godelheimer Christoph Dohmann aus dem Wasser. Er ist einer der schnellsten Läufer im Kreis Höxter, nach eigener Einschätzung muss er »im Schwimmen aber noch zulegen. Daher mache ich hier gerne mit. Ist ja vor meiner Haustür«, sagt Dohmann.

Aus Bad Driburg hatte Alina Nahen, die kurz hinter dem Godelheimer aus dem Wasser kommt, eine etwas weitere Anreise, hat dafür aber die halbe Familie mitgebracht. »Ich möchte im September hier an den Start gehen. Da ist es gut, wenn man vorher schon mal Tipps bekommt«, meint die Leichtathletin.

Theorie kommt an

Als alle die 750 Meter lange Schwimmstrecke erfolgreich bewältigt haben, folgt der Theorie-Teil. »Prägt Euch genau ein, wo Euer Rad steht. Dann müsst ihr nicht erst suchen«, rät Gabi Menke den Teilnehmern. Lars Koch weist auf wichtige Regeln hin. »Erst den Helm aufsetzen, dann die Schuhe anziehen, das Rad aus der Wechselzone schieben und erst dann los fahren«, fasst er zusammen.

Die Radstrecke sei flach. »Die Bundesstraße ist abgesperrt. Das ist Luxus«, betont Lars Koch. Adalbert Grüner, ebenfalls erfahrener Triathlet, hat noch einen Hinweis für Überholmanöver parat. »Da man nicht im Windschatten fahren darf, muss das Überholen schnell gehen. Merkt man, dass man doch nicht vorbeikommt, muss man sich zurückfallen lassen«, erklärt der Ausdauer-Athlet.

Schul-Staffeln dabei

Doch vor der Radstrecke scheinen die meisten keinen allzugroßen Respekt zu haben. »Wenn das Schwimmen vorbei ist, wird es schön«, lacht Rebecca Binnie-Pott. Sie ist Lehrerin an den »Schulen der Brede« in Brakel, hat eine Ausdauer-AG ins Leben gerufen und ordentlich Werbung für den Triathlon betrieben, so dass im September zwei Schüler- und drei Lehrer-Staffeln an den Start gehen werden.

Fußballer überlegt noch

Vielleicht ist dann auch der Gehrdener Alfons Gockeln mit von der Partie. Der frühere Fußballer kam mit dem Rad am See vorbei, um sich zu erkundigen, wie viele Startplätze noch frei sind. »Ich kann mich noch nicht recht entschließen«, gab er zu, hat aber schon mit dem Schwimmtraining im Brakeler Freibad begonnen. Viel Zeit zu überlegen, hat er nicht mehr. »Es haben sich schon gut 400 Sportler angemeldet. 500 Plätze haben wir reserviert«, berichtet Thorsten Schiller, Geschäftsführer des Kreissportbundes.

Erst Helm, dann Rad

Unterdessen beantworten Lars Koch und Gabi Menke weiter geduldig die vielen Fragen der Teilnehmer, was zeigt, dass das offizielle Training bei den Aktiven gut ankommt. Die Lauenförderin Heike König hat im Vorjahr in Godelheim ihre Triathlon-Premiere gefeiert und ist am Sonntag trotzdem vor Ort: »Es ist gut, sich noch mal mit den Wechseln zu befassen«, so ihre Einschätzung.

»Nach dem Radfahren erst das Rad abstellen, dann den Helm absetzen«, erklärt Lars Koch eine weitere wichtige Regel. Mit der Laufstrecke dürften dann die meisten Athleten kaum Probleme haben.

Interessiert verfolgt übrigens auch Kreisdirektor Klaus Schumacher das öffentliche Training. Er hatte im Vorjahr die Idee zur Premiere des Weserbergland-Triathlons. »Bei der fünften Auflage bin ich als Aktiver dabei«, lacht er. Das wäre dann 2022. Nur schon mal für Ihren Terminkalender, Herr Schumacher...

Anmeldungen sind im Internet unter weserberglandtriathlon.de möglich. Der Triathlon findet am Sonntag, 1. September, statt. Meldeschluss ist der 11. August oder vorher, wenn alle 500 Plätze ausgebucht sind.

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