Leichtathletik: Mehr als 600 Starter aus dem Kreis Höxter beim Paderborner Osterlauf Dohmanns Sololauf zur Bestzeit

Paderborn (WB). Christoph Dohmann läuft über die Ziellinie und setzt sich erst mal auf den Asphalt. Der Godelheimer im Trikot der Non-Stop-Ultra Brakel hat die enorm stark besetzte Zehner-Strecke des Paderborner Osterlaufs als bester Starter aus dem Kreis Höxter mit Bravour bewältigt.

Von Sylvia Rasche
Auf dem Weg zur neuen Bestzeit: Christoph Dohmann war schnellster heimischer Läufer in Paderborn über zehn Kilometer.
Auf dem Weg zur neuen Bestzeit: Christoph Dohmann war schnellster heimischer Läufer in Paderborn über zehn Kilometer. Foto: Sylvia Rasche

33:10 Minuten ist seine neue Bestzeit. »Wenn ich nicht einen Großteil der Strecke alleine hätte laufen müssen, hätte vielleicht schon jetzt die 32 vorne gestanden. Aber auch so bin ich sehr zufrieden«, freute sich der 21-Jährige, der so erfahrene heimische Athleten wie Michael Brand und Christian Gemke hinter sich ließ. »Michael hatte bestimmt schon den Hermannslauf im Hinterkopf«, meinte Dohmann bescheiden. Das ändert jedoch nichts an seiner starken Leistung in Paderborn.

»Ich bin schon gelaufen, da war Christoph noch gar nicht geboren«, lachte Brand (37). Er kam kurz nach seinem Vereinskollegen in 33:32 ins Ziel, dicht gefolgt vom Vinsebecker Christian Gemke (LAZ Puma Rhein-Sieg, 33:45). Brand holte sich Platz zwei der Altersklasse M35, Gemke Platz drei. »Vor einer Woche wäre ich hier lieber gelaufen. Das war eher mein Wetter«, schnaufte Gemke allergiegeplagt im Ziel durch.

Ebenfalls um diese Zeit wollte eigentlich auch der Lüchtringer Jonas Beverungen im Ziel eintreffen, musste aber seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. »Ich habe bei Kilometer sechs das Handtuch geworfen. Ich habe mir das Rennen einfach falsch eingeteilt. Trotzdem war es ein schöner Tag in Paderborn«, nahm es der Athlet des TV Wattenscheid gelassen.

Den einzigen Altersklassensieg eines Athleten aus dem Kreis Höxter über zehn Kilometer feierte der Brakeler Günter Kleibrink (Non-Stop-Ultra, M70, 50:23).

Schnellste heimische Frau war bei ihrer Zehner-Premiere in Paderborn auf Anhieb die Bad Driburgerin Kiara Nahen (LC Paderborn), die in 38:40 Minuten ein sehr starkes Rennen lief und ihre Altersklasse U18 souverän gewann. »Ich wollte man sehen, wie es über die zehn Kilometer läuft und bin sehr zufrieden«, sagt die Driburgerin, die normalerweise auf kürzeren Strecken zu Hause ist und sich in der Bahnsaison erneut für die Deutschen Jugendmeisterschaften auf der Mittelstrecke qualifizieren möchte.

Zweitschnellste heimische Frau war die Willebadessenerin Alexandra Peitz (43:33, Platz zwei der W35), direkt gefolgt von Zwillingsschwester Maria Albrecht , die nach der Geburt von Töchterchen Clara den ersten Wettkampf bestritten hat (44:33).

Rar machten sich die heimischen Aktiven diesmal auf der Halbmarathonstrecke. »In einer Woche ist schon der Hermannslauf. Da passt ein langer Lauf nicht so ins Programm«, erklärte Adalbert Grüner von der Non-Stop-Ultra Brakel. Sein Nachfolger als Vereinschef, Klaus Menne , ließ sich davon allerdings nicht abhalten. Er machte den April zu seinem persönlichen Monat der langen Läufe. Vor zwei Wochen Halbmarathon in Berlin, Karsamstag Halbmaraton beim Osterlauf und nächste Woche der Hermann. »Da lasse ich es aber langsam angehen«, meinte der Brakeler, der in Paderborn in 1:28,28 Dritter seiner Altersklasse M45 und schnellster Athlet des Kreises Höxter wurde. Auch die schnellste heimische Frau des Halbmarathons kam aus seinem Club: Rebecca Binnie-Pott benötigte 1:41,22 und holte sich Platz zwei ihrer Klasse W35.

Auf der kurzen Strecke gaben die Warburgerinnen mächtig Gas: U14-Läuferin Mia Kuhaupt vom Warburger SV war schnellste heimische Frau (21:01) und gewann ihre Altersklasse. Zweitschnellste des Kreises war Vereinskollegin Martina Rinteln (3. W40, 22:02), die wegen des nahen Hermannslaufes erstmals den Fünfer in Paderborn unter die Laufschuhe nahm. Ihr folgten Gina Fleischhauer (HLC Höxter, U14) und die Warburgerin Klara Kuhaupt (U16).

Über die Inlinestrecke war Mattis Menne von der Non-Stop-Ultra Brakel unterwegs. Erst vor einer Woche hatte er sich neue Rollen unter seine Skates gesteckt. Vorher war er mit Hockey-Rollen unterwegs. Der Lohn: Erster Platz der Jugendklasse in 51:39 Minuten über die Halbmarathonstrecke.

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