Top Abschluss bei Masters-Hallen-WM in Polen
Drewes holt mit Staffel Bronze

Torun  (WB). Kerstin Drewes übernimmt den Staffelstab als Schlussläuferin. Die Höxteranerin spurtet auf und davon. Schnell und mit großen Schritten. Die vier deutschen Frauen jubeln wenig später bei der Masters-Hallen-WM in Polen. Das deutsche Quartett über viermal 200 Meter holt sich hinter den ­ US-Amerikanerinnen und Frankreich die Bronzemedaille.

Sonntag, 31.03.2019, 21:03 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 06:04 Uhr
»Hurra, wir haben Bronze geholt.« Das DLV-Quartett mit Kerstin Drewes (rechts) ist bei der Masters-Hallen-WM im polnischen Torun stolz.

Das war ein guter und versöhnlicher Abschluss«, ist Drewes gestern Abend während der Rückfahrt aus Polen zufrieden. Das kann die 47-Jährige auch, nachdem sie noch am Freitag den Endlauf über 200 Meter verpasst hatte. Die Endzeit der vier DLV-Sprinterinnen betrug 1:55,62 Minuten. »Die Zeit ist gut, zumal wir nicht in Bestbesetzung gelaufen sind«, hatte Drewes eine Medaille vor der Staffel-Entscheidung schon gar nicht mehr auf der Liste. Einige Nationen schienen stärker. Allen voran die vier Frauen aus den Vereinigten Staaten. Die US-Girls sollten den Vorschusslorbeeren in der Arena in Torun auch vollends gerecht werden. Die elektronische Stoppuhr blieb für die USA nach 1:49,17 Minuten stehen. Damit war die USA der Konkurrenz und auch der Silberstaffel aus Frankreich Lichtjahre voraus. Die Französinnen liefen 1:51,96 Minuten.

Starke USA

Die deutsche Staffel war mit Carola Wolf, Evelin Nagel, Katja Kaemnitz und eben Kerstin Drewes gut aufgestellt. »Wir sind noch nie in dieser Besetzung gelaufen. Die Abstimmung hat trotzdem gepasst«, stellte die Topathletin aus der Kreisstadt heraus. Deutschland blieb auf Kurs und wehrte sich gegen die Angriffe der Konkurrenz. Die Italienerinnen mussten sich den Deutschen im Kampf um Bronze letztlich deutlich geschlagen geben: Mit der Endzeit von 1:59,55 Minuten wiesen sie einen Rückstand von fast vier Sekunden auf. Tschechien, Gastgeber Polen und Finnland liefen jeweils über zwei Minuten.

»Wir haben Bronze gefeiert. Ich freue mich, dass ich eine WM-Medaille geholt habe. Eine Weltmeisterschaft ist immer etwas Besonderes. In Torun war es eine ganz tolle Atmosphäre«, stellte Drewes heraus. Die Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt seien gefeiert worden. Die Seniorensportler kosteten das WM-Erlebnis aus. »Es war einfach nur stark«, lobte die schnelle Höxteranerin.

Vorher noch Trubel

Wegen der Staffel-Zusammensetzung habe es nach der Nominierung im deutschen Lager ziemlich viel Trubel gegeben. »Nach verletzungsbedingten Ausfällen namhafter Athletinnen war es schon eine besondere Leistung, dass wir überhaupt vier Läuferinnen auf die Beine bekommen haben. Zudem bin ich in der Welt in meiner Altersklasse W45 über 200 Meter Siebte in der Welt. Das ist doch klasse«, freute sich die Pädagogin. »Die Kurven habe ich in der neuen Halle in Torun nicht so gut bekommen. Das liegt allerdings an meinen großen Schritten«, schmunzelte Bronzegewinnerin Kerstin Drewes aus Höxter.

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