Leichtathletik: Zweimal Gold und einmal Silber in Halle an der Saale
Drewes ist doppelte Deutsche Meisterin

Halle/Höxter  (WB). Auf Silber folgt zweimal Gold. Oder: schnell, schneller, am schnellsten. Kerstin Drewes legt bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften der Senioren in Halle an der Saale Galaauftritte hin.

Sonntag, 03.03.2019, 20:52 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 20:56 Uhr
Nur ein Ziel vor Augen: Konzentriert spurtet Kerstin Drewes (Nummer 1017) am ersten Tag über 200 Meter auf Platz zwei. Foto: Ralf Görlitz

Am ersten Tag wurde die Höxteranerin Vizemeisterin über 200 Meter. Gestern lief Drewes über 400 Meter und mit der Staffel des LC Paderborn über viermal 200 Meter jeweils zum Deutschen Meistertitel. »Es hat alles ganz gut gepasst. Nun bin ich ganz schön geschafft und glücklich zugleich«, frohlockte die 46-jährige Topsportlerin gestern Abend nach drei gelungenen und intensiven Rennen.

Guter Auftakt

Den Auftakt über 200 Meter ­beendete Drewes auf dem zweiten Platz: 27,04 Sekunden betrug die Endzeit. Schneller war in der ­Altersklasse W45 nur die amtierende Weltmeisterin Heike Martin. Topfavoritin Martin überquerte die Ziellinie nach 26,83 Sekunden und jubelte. Dritte wurde Sabine Hobohm vom TuS Köln in 28,53 ­Sekunden vor Katja Kämnitz vom Dresdner SC (29,03 Sekunden). »Es war ein klasse Lauf. Die Kurven habe ich leider nicht richtig genommen«, wäre für die Athletin des LC Paderborn ansonsten eine noch bessere Zeit möglich gewesen. Dabei musste die Frau mit den langen Beinen und den raumgreifenden Schritten in der zweiten Kurve gegensteuern, ansonsten wäre sie in der Brandberghalle in Halle an der Saale von der Bahn abgekommen. »Heike Martin hat mich sehr gut gezogen«, besaß Drewes in der Weltmeisterin eine ideale Tempomacherin. Mitfavoritin Tatjana Schilling musste kurz vor dem Start zum 200 Meterlauf aufgrund einer Verletzung zurückziehen und konnte auch am zweiten Tag über 400 Meter nicht dabei sein.

Schilling fällt aus

Drewes war damit am frühen Sonntagmorgen die Favoritin über ihre Paradedisziplin 400 Meter und sollte dieser Rolle in beeindruckender Manier in Hallenrekordzeit gerecht werden. Die Kreisstädterin verbuchte einen Start-Ziel-Sieg. Die Ostwestfälin lief in Sachsen-Anhalt in bestechender Form zum Titel. In der W45 betrug ihre Siegerzeit 62,65 Sekunden. Astrid Stubbe (TuS Griesheim) wurde mit beträchtlichem Abstand in 65,82 Sekunden Deutsche Vizemeisterin. Bronze holte sich Katja Kämitz vom Dresdner SC in 67,48 Sekunden. Drei Stunden Zeit zur Erholung lagen zwischen dem 400 Meterlauf und der viermal 200 Meterstaffel in der Altersklasse W40. Drewes war die Schlussläuferin des Quartetts vom LC Paderborn. Vorher sorgten in dieser Reihenfolge Jutta Bergener, Michaela Zwiener und Sabine Arns dafür, dass die Höxteraner den Staffelstab als Erste übernehmen konnte. Die Siegerzeit des Quartetts vom LC Paderborn betrug 1:54,72 Minuten. Damit hatten die vier Frauen die Siegerzeit beim DM-Sieg vor einem Jahr in Erfurt um über anderthalb Sekunden verfehlt. Mit weitem Abstand ging der Titel Deutscher Vizemeister an die Staffel der STG Neukieritzsch (1:58,84 Minuten). Bronze holte die STG Halle in 2:00,31 Minuten. Vierter wurde Bayer Leverkusen in 2:05,85 Minuten. Sieben Staffeln waren bei der DM an den Start gegangen.

Stark vor WM

»Die Form ist anderthalb Wochen vor der Hallen-Weltmeisterschaft der Senioren gut. Über 400 Meter bin ich in Halle sogar Hallenrekord gelaufen. Das stimmt mich zuversichtlich«, resümierte Drewes gestern Abend. Im polnischen Torun wird die Höxteranerin bei der WM über 200 Meter und mit der deutschen Staffel über viermal 200 Meter an den Start gehen. Jetzt wird die zweifache Deutsche Meisterin und Vizemeisterin eine zweitägige Pause einlegen. »Regeneration muss nun unbedingt sein«, sagt Kerstin Drewes. Die Vorfreude auf die WM ist groß.

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