Tischtennis-Bundesliga: TuS Bad Driburg reist zum West-Derby nach Anröchte
Die Zeichen stehen auf Revanche

Bad Driburg (WB). Diese Niederlage wurmt den TuS Bad Driburg immer noch. Im September musste sich der Tischtennis-Bundesligist dem TTK Anröchte mit 2:6 geschlagen geben . »Dafür möchten wir uns revanchieren«, sagt TuS-Manager Franz-Josef Lingens vor dem Rückspiel an diesem Sonntag in Anröchte.

Freitag, 08.02.2019, 04:04 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 08:36 Uhr
Driburgs Spitzenspielerinnen Britt Eerland (links) und Sarah DeNutte haben im Hinspiel nur ihr Doppel gewonnen. Sie möchten sich nun in den Einzeln für die knappen Niederlagen revanchieren und den TuS zum Sieg führen. Foto: Sylvia Rasche

Der Hintergrund: Die so deutlich anmutende Niederlage war in Wirklichkeit hauchdünn. Vier Spiele gingen mit zwei Punkten Differenz im fünften Satz verloren. Das 2:6 hätte auch leicht ein 6:2 sein können.

Doch jetzt werden die Karten neu gemischt. Driburg ist Tabellenzweiter, Anröchte Tabellenvierter. Beide Teams haben die Play-off-Ränge sicher und streben nun nach der besten Ausgangsposition für die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Das könnte für Driburg im besten Fall der zweite Platz bleiben. Damit dürfte das Team das Viertelfinale überspringen und wäre direkt im Halbfinale. »Wenn wir das schaffen wollen, müssen wir von den vier noch ausstehenden Begegnungen mindestens drei gewinnen. Am besten gleich am Sonntag in Anröchte«, betont Franz-Josef Lingens.

»Driburg ist sehr gut besetzt«

Anröchte hat vor zwei Wochen mit einem 4:0-Zwischenspurt auf der Südreise in Böblingen und Busenbach ordentlich Boden gut gemacht. »Für uns läuft die Saison bisher viel besser als erwartet. Mal sehen, was uns gegen Driburg gelingt«, sagt Anröchtes Manager Manfred Vogel. Er weist die Favoritenrolle in diesem West-Derby allerdings den Gästen zu. »Driburg ist sehr gut besetzt«, so Vogel.

Die Heimmannschaft erwartet Franz-Josef Lingens am Sonntag übrigens ohne die ehemalige Weltranglistenvierte Jing Tian-Zörner, die bekanntlich mit Driburg im Juni 2000 Deutscher Vizemeister wurde. »Sie hat meines Wissens nur einen Vertrag über sechs Spiele und diese schon absolviert«, so Lingens.

Im oberen Paarkreuz bietet Anröchte die Ex-Driburgerin Shi Qi und die Abwehrspielerin Wang Aimei auf.

Die Ex-Driburgerin Shi Qi ist Spitzenspielerin in Anröchte.

Die Ex-Driburgerin Shi Qi ist Spitzenspielerin in Anröchte. Foto: Sylvia Rasche

»Gegen beide haben Britt Eerland und Sarah DeNutte im Hinspiel jeweils verloren«, erinnert Lingens und sieht hier eine der möglichen Chancen zur Revanche. »Ich hoffe, dass Britt ihren Top-16-Auftritt in der Schweiz abgehakt hat und wieder an bessere Leistungen anknüpft«, setzt Lingens auf seine Nummer eins.

Spiel wird im Liveticker übertragen

Im unteren Paarkreuz sei ebenfalls »alles offen«, unterstreicht der Driburger Manager. Nadine Bollmeier könne in Normalform beide Anröchterinnen besiegen und auch Sophia Klee habe diese Chance. Die Deutsche Jugendmeisterin, die diese Woche an einem Kaderlehrgang der Mädchen-Nationalmannschaft in Hannover teilnimmt, hat dieses in der Vorsaison bereits unter Beweis gestellt. Anröchte bietet im unteren Paarkreuz die Polin Marta Golota und Yang Henrich, langjährige Förderin Klees aus Kassel, auf. »Es wird in jedem Fall wieder spannend«, meint Franz-Josef Lingens. Die vergangenen West-Derbys unterstreichen diese These: Unter vier Stunden Spielzeit haben sich die beiden Teams zuletzt selten getrennt.

Zuschauer-Info: Das Spiel in Anröchte wird am Sonntag ab 14.30 Uhr im Liveticker auf www.tischtennis.de übertragen. Nach Anröchte sind es nur 60 Kilometer. Wer sich auf den Weg machen möchte: »Im Hagen 4« ist die Adresse der Sporthalle.

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