In der B-Liga Nord jagen SV Bredenborn, TuS Lütmarsen und TuS Amelunxen den Spitzenreiter
SV Albaxen überwintert auf dem Gipfel

Kreis Höxter  (WB). Der SV Albaxen überwintert auf Platz eins. Die Verfolger SV Bredenborn, TuS Lütmarsen und TuS Amelunxen blasen in der zweiten Saisonhälfte zum ­Halali. In der Fußball-B-Liga Nord birgt der Aufstiegskampf Spannung pur in sich. Auf den Abstieg müssen sich wohl der SV Nieheim/West und der FC Stahle II einstellen.

Samstag, 02.02.2019, 05:50 Uhr
Kampf um den Ball: Lukas Becker (links) will mit dem SV Alhausen/Pömbsen/Reelsen in der Liga bleiben. Jannik Wöstefeld steuert mit Spitzenreiter SV Albaxen auf A-Ligakurs. Die zweite Saisonhälfte beginnt im März. Foto: Katharina Schulte

»Für uns läuft es gut. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, haben wir eine gute Qualität. Wir hatten kaum Ausfälle«, führt Oliver Bönnighausen, Trainer des SV Albaxen, die Pole-Position auf eine eingespielte und spielstarke Mannschaft zurück. Es gab kaum personelle Veränderungen. »Der 3:0-Derbysieg gegen den TuS Lüchtringen war am 4. November das Highlight der bisherigen Saison. Ausgerechnet gegen unseren Nachbarn haben wir die Herbstmeisterschaft am 15. Spieltag frühzeitig unter Dach und Fach gebracht«, erinnert sich Bönnighausen gern. Der SVA-Coach weiß: »Wir sind noch lange nicht durch. Die Konkurrenz ist stark.«

Der ärgste Verfolger ist der SV Germania Bredenborn. Nach Punkten liegen die Gelb-Schwarzen aus Bredenborn mit den Blau-Weißen aus Albaxen gleichauf, ­allerdings hat der SVB bereits eine Partie mehr bestritten. Germanen-Trainer Julian Middeke, der mit seiner Mannschaft im vergangenen Frühsommer das Entscheidungsspiel um den Aufstieg gegen die SG Scherfede verloren hat, blickt auf den ersten Saisonteil zurück und resümiert: »Nach gutem Start gab es eine Schwächephase. Zudem waren wir auf eigenem Platz nicht durchschlagskräftig. Die Heimstärke war immer unser Plus. Wir besitzen noch alle Möglichkeiten.«

TuS Lütmarsen im Rennen

Was wäre wenn? Das Konjunktiv zählt im Sport nicht. Das wissen sie auch beim TuS Lütmarsen. Trotz einiger schwächerer Auftritte liegen die Grün-Weißen lediglich drei Zähler hinter Primus Albaxen. »In den letzten Spielen des Jahres 2018 hat die Formkurve bei uns deutlich nach oben gezeigt. Das hat Selbstvertrauen gegeben. Wir werden angreifen«, gibt sich TuS-Coach Stephan Zänger kämpferisch.

TuS Amelunxen stark

Für den Vierten TuS Amelunxen war ebenfalls mehr drin, denn die Mannschaft tat sich gegen die Kleinen schwer und spielte gegen die Großen stark auf. Gegen die Topteams ging der TuS fast durchweg als verdienter Sieger vom Platz. Bei 31 Punkten hat der Traum von der Rückkehr in die A-Liga ein reales Fundament.

Danach haben sich der SV Drenke, der TuS Erkeln und der TuS Lüchtringen mit jeweils 27 Punkten in Lauerstellung begeben. Dabei sind die Grün-Weißen aus Erkeln als Aufsteiger die positive Überraschung. Trainer Christoph Struck stapelte vor Saisonbeginn tief: »Der Klassenerhalt ist das Ziel.« Mit dem Abstieg werden die Erkelner nach der guten ersten Saisonhälfte nichts zu tun haben.

FC Stahle II ist weg

Der SV Bergheim, in der abgelaufenen Spielzeit bis zum Schluss im Abstiegskampf beschäftigt, hat unter seinem neuen Trainer Christian Neuschäfer den Schritt ins Mittelfeld vorgenommen. Mit 26 Punkten lässt es sich gelassen überwintern.

Konstant spielen der SV Holzhausen/Erwitzen und der VfL Eversen auf. Die Eversener Defensivabteilung leistet ganze Arbeit. Die SG Bellersen/Nethetal/Bökendorf wurde aufgrund starker Neuzugänge als Aufstiegskandidat gehandelt, allerdings machten den Fusionierten langwierige Verletzungen von Leistungsträgern einen Strich durch die Rechnung.

Aufsteiger SV Ottbergen/Bruchhausen kann mit 23 Zählern eine gute Ausbeute aufweisen. Der SV Fürstenau/Bödexen hat sich nach der Trennung von Trainer Thorsten Diekmann auf Erfolgskurs begeben. Unter Interimscoach Jakob Hertel ging es aufwärts. In der Rückrunde wird Andre Thiemann das Kommando bei den Blau-Weißen übernehmen. Der Drittletzte SV Alhausen/Pömbsen hat sich mit Raphael Salguero und Nils Gieffers vom SV Dringenberg verstärkt.

Der Vorletzte SV Nieheim/West trennte sich von Coach Franz Jäger. Bis zum Saisonende wird es die Mannschaft regeln. Der Abrutsch in die C-Liga scheint sehr wahrscheinlich. Der FC Stahle II kann sich bei gerade einmal zwei Punkten auf die C-Liga einstellen.

Fazit: In der B-Liga Nord hat es der Aufstiegskampf in sich. Der Abstiegskampf ist so gut wie entschieden.

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