RW Höxter siegt gegen Bockum-Hövel 5:4 und schafft in der Regionalliga Historisches Tennis im Glutofen

Höxter (WB). Tennis im Glutofen: Bei fast 35 Grad liefern sich die Regionalliga-Frauen 30 von Rot-Weiß Höxter und des TC Bockum-Hövel eine Hitzeschlacht – mit einem Happy End und einen 5:4-Erfolg für die Gastgeberinnen.

Von Jürgen Drüke       
Konzentriert und immer auf Ballhöhe: Lisa Langer legt in ihrem Einzel einen souveränen Auftritt hin und ebnet mit einem 6:2 und 6:2-Erfolg über Katja Lutz vom TC Bockum-Hövel den Weg zum ersten Regionalligasieg in der Geschichte von RW Höxter.
Konzentriert und immer auf Ballhöhe: Lisa Langer legt in ihrem Einzel einen souveränen Auftritt hin und ebnet mit einem 6:2 und 6:2-Erfolg über Katja Lutz vom TC Bockum-Hövel den Weg zum ersten Regionalligasieg in der Geschichte von RW Höxter. Foto: Jürgen Drüke

»Wir freuen uns über den ersten Sieg. Das ist historisch. RW Höxter hat erstmals in seiner Geschichte überhaupt in der Regionalliga gewonnen. Wir sind in der höchsten deutschen Spielklasse der Frauen angekommen«, war RWH-Mannschaftsführerin Claudia Gronemeyer nach über sechs Stunden Spielzeit wie ihre Teamkolleginnen erschöpft und stolz zugleich.

Über 100 Zuschauer

Über 100 Zuschauer verfolgten ein abwechselungsreiches Match. »Dabei musste unsere Nummer eins Tine Menz aufgrund von Kreislaufproblemen letztlich passen. Zudem fiel unsere etatmäßige Nummer sechs Nadja Becker aus. Die Mannschaft hat die Ausfälle bestens kompensiert«, lobte Henning Schulz von RWH. Tine Menz trat zwar in der zweiten Runde an. Nach dem ersten Ballwechsel gab sie auf. Der Kreislauf spielte weiterhin nicht mit. Ihre Mitspielerinnen kämpften und brillierten teilweise.

Gronemeyer trumpft auf

Claudia Gronemeyer als Nummer zwei, die Vier Dr. Maike Stein und an Position sechs Pamela Meinert-Abel spielten die erste Runde. Während Gronemeyer und Dr. Maike Stein ihre Gegnerinnen beherrschten und klare Siege einfuhren, fand Meinert-Abel nicht ins Spiel und musste sich ihrer Kontrahentin, die viel Druck machte, mit 0:6 und 2:6 geschlagen geben. »Im zweiten Satz war ich schon wesentlich näher dran«, bilanzierte Meinert-Abel. Claudia Gronemeyer spielte hingegen souverän und gewann 6:1, 6:2. Dr. Maike Stein behielt mit 6:1 und 6:3 die Oberhand – ihre Gegnerin klagte über Rückenbeschwerden und spielte die Partie tapfer zu Ende. »Das war keine einfache Situation«, blickte Dr. Stein auf das Duell gegen ihre angeschlagene Kontrahentin zurück. Die Doktorin in RWH-Reihen agierte konzentriert und ließ sich vom Handicap der Akteurin des TC Bockum-Hövel nicht irritieren.

Tine Menz passt wegen Kreislaufbeschwerden

Tine Menz probierte es in Runde zwei. »Nach den ersten Aufschlägen verspürte ich sofort wieder Kreislaufprobleme. Ich musste aufgeben«, drückte die 35-Jährige fortan ihren Kolleginnen noch fester die Daumen. Lisa Langer an Position drei und Eva-Maria Zürker als Nummer fünf waren in den beiden abschließenden Einzeln gefordert. Langer agierte druckvoll. Sie hatte ihre Gegnerin im Griff und siegte verdient 6:2 und 6:2. Ein Thriller entwickelte sich im letzten Einzel: Eva-Maria Zürker verlor den ersten Satz 1:6, kämpfte sich zurück und gewann den zweiten Durchgang 7:5. Entscheidung im Match-Tiebreak: Beim 9:4 für die Höxteranerin und damit fünf Matchbällen in Folge schien das Duell entschieden. Die Gegnerin kam auf 8:9 heran, ehe eine Vorhand der Spielerin aus Bockum-Hövel ins Aus segelte. Das 10:8 bedeutete den vierten Einzelsieg und damit die 4:2-Führung der Kreisstädterinnen.

Wasser war ein begehrtes gut

Die Protagonistinnen suchten bei senkender Hitze in den Pausen die Abkühlung und den Schatten. Wasser war ein begehrtes Gut. Claudia Gronemeyer und Dr. Maike Stein machten mit einem 6:2 und 6:1 im ersten Doppel den fünften Punkt und damit den ersten Saisonsieg perfekt. Das Duo siegte 6:2 und 6:1. Parallel wurde im zweiten Doppel auf der roten Asche verbissen gekämpft: Lisa Langer und Eva-Maria Zürker unterlagen unglücklich im Match-Tiebreak mit 7:10 – den ersten Satz hatten das Heim-Duo 4:6 abgegeben und den zweiten Durchgang 7:5 für sich entschieden. Im dritten Doppel kam Tanja Schulz an der Seite von Pamela Meinert-Abel zum Einsatz. Die beiden Höxteraner Ergänzungsspielerinnen zeigten eine gute Leistung, mussten sich am Ende letztlich klar mit 1:6 und 2:6 geschlagen geben. Die beiden verlorenen Doppel bedeuteten nur noch Ergebniskosmetik. 5:4! Spielerinnen und Zuschauer feierten nach einem ganz heißen Spiel den ersten Regionalligasieg.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.