Nach verrücktem Derby und 5:3 gegen Höxter folgte das lange Zittern Alles umsonst – Stahle steigt ab

Stahle (WB). Am Ende reicht der 5:3-Sieg nach einem verrückten Derby gegen den SV Höxter nicht. Denn der FC Stahle hätte Schützenhilfe von Warburg benötigt. Nach nur einem Jahr steigen die Schwarz-Weißen aus der Bezirksliga ab.

Von Jürgen Drüke
Wuchtiger Kopfball von FCS-Mittelfeldmann Andre Struck (links). SVH-Kapitän Frederic Gierse und Routinier Michael Pietrzyk können nur noch zuschauen. Der FC Stahle siegt gegen am Ende nur noch acht SVH-Akteure 5:3 und steigt trotzdem ab.
Wuchtiger Kopfball von FCS-Mittelfeldmann Andre Struck (links). SVH-Kapitän Frederic Gierse und Routinier Michael Pietrzyk können nur noch zuschauen. Der FC Stahle siegt gegen am Ende nur noch acht SVH-Akteure 5:3 und steigt trotzdem ab. Foto: Jürgen Drüke

Nach dem Schlusspfiff war die Zitterpartie für die Stahler Hauptdarsteller gestern noch lange nicht beendet. Sie mussten weitere 20 Minuten warten, denn die Begegnung Barntrup gegen Warburg war später angepfiffen worden. Der FCS benötige Schützenhilfe in Form eines Sieges der Warburger. Zittern, Hoffen und Bangen bei schwülwarmen Temperaturen. Das war brutal hart. Einige Spieler und Zuschauer beteten. Um 17.06 Uhr war dann Schluss in Lippe und der Abstieg der Schwarz-Weißen besiegelt. FCS-Trainer Norbert Dölitzsch schritt zu seiner Mannschaft und überbrachte die Nachricht.

Den Gastgebern blieb am 32. und letzten Spieltag nichts erspart. Spieler und Fans gingen durch ein Wechselbad der Gefühle. Beim Halbzeitpfiff schien bereits alles verloren. Das abstiegsgefährdete Team lag gegen den bereits sicheren Absteiger mit 1:3-Toren im Hintertreffen. Drei individuelle Fehler hatten zu den Treffern der Gäste geführt. Torjäger Pascal Ewers hatte zwischenzeitlich auf 1:2 per umstrittenen Foulelfmeter verkürzt. Bei den Stahlern spielte die Angst mit.

Drei SVH-Akteure vom Platz gestellt

»Es spricht für die Moral dieser Mannschaft, dass sie sich nicht aufgegeben hat. Dabei spielten dem FCS indes auch die Aussetzer und Undiszipliniertheiten der SVH-Protagonisten in die Karten. Zunächst sah Stefan Schmidt 120 Sekunden nach Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit wegen einer Notbremse die Rote Karte. Dann holte sich Georg Gorges nach zwei Foulspielen in zwei Minuten in der 63. Minute den gelb-roten Karton ab. In der 80. Minute gingen dann auch noch alle Gäule bei Youngster Luca Hasenbein durch, der den Schiedsrichter beleidigte und ebenfalls Rot sah.

Um 17.06 Uhr abgestiegen

Der FC Stahle nutzte die personelle Überlegenheit aus. Damit war die Pflicht erfüllt. Schlusspfiff! Die Stahler hatten 5:3 gewonnen und konnten noch nicht jubeln. Jetzt musste sie warten. Sollte Warburg doch noch den 2:1-Siegtreffer erzielen? Doch Barntrup traf kurz vor Schluss. Die Stahler waren um 17.06 Uhr am Sonntag, 28. Mai, abgestiegen. »Wir haben es nicht geschafft. Das ist bitter«, war Norbert Dölitzsch niedergeschlagen.

FC Stahle: Dähling - Föst, H. Borgolte, Fischer, Wöstefeld, C. Struck (60. A. Struck), Schoppmeier, Bandowski (82. T. Struck), Schoepke, S. Borgolte (74. Schmidt), Ewers

SV Höxter: Ferranti - Engel (72. Kluger), Gierse, Pietrzyk (90. Iskandaryan), Hasenbein, Gorges, Gerth, Balch, Schmidt, Dogu, Beer

Tore: 0:1/0:2 (10. und 16.) Lucas Balch, 1:2 (28.) Pascal Ewers Elfmeter, 1:3 (37.) Michal Pietrzyk, 2:3/3:3 (55. und 69.) Pascal Ewers, 4:3 (71.) Dennis Schoppmeier, 5:3 (87.) Pascal Ewers Strafstoßtor

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