Tischtennis-Bundesliga: Driburg spielt ohne Mittelham und Shi Qi Mit halber Kraft in den Süden

Bad Driburg (WB). Die Personalsorgen des Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg sind auch vor der letzten Auswärtsdoppelschicht der Saison an diesem Wochenende nicht vom Tisch. Beim TV Busenbach und bei der DJK Kolbermoor treten die Badestädter nur mit halber Kraft an.

Von Sylvia Rasche
Da können sie noch so viele Marschrouten beraten, als Duo haben Sarah DeNutte (rechts) und Katharina Michajlova in der Bundesliga kaum eine Chance. Driburg kann auf der Südtour nur je ein Doppel und im Höchstfall je vier Einzel bestreiten.
Da können sie noch so viele Marschrouten beraten, als Duo haben Sarah DeNutte (rechts) und Katharina Michajlova in der Bundesliga kaum eine Chance. Driburg kann auf der Südtour nur je ein Doppel und im Höchstfall je vier Einzel bestreiten. Foto: Sylvia Rasche

Die Verletzungssorgen ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. In der Hinrunde fiel Katharina Michajlova lange aus, in der Rückrunde sind Nina Mittelham und Shi Qi die Sorgenkinder. Lediglich zum Rückrundenauftakt gegen TuSEM Essen trat Driburg in voller Besetzung an und feierte einen 6:3-Sieg – den bisher letzten.

Auch am Samstag in Busenbach und am Sonntag in Kolbermoor wird das TuS-Punktekonto nach Lage der Dinge nicht weiter aufgestockt werden. Nina Mittelham und Shi Qi haben sich beide gestern bei Manager Franz-Josef Lingens abgemeldet. Sie werden zwar die Reise gen Süden mit antreten, aber nicht spielen. »Nina war noch einmal beim Arzt, der hat ihr eine weitere Pause verordnet«, berichtet Lingens. Die Fußverletzung, zugezogen beim Europapokalspiel in der Türkei, ist immer noch nicht ausgestanden. Shi Qi, die ebenfalls am Fuß verletzt ist, wollte am Mittwoch in Düsseldorf eine Trainingseinheit absolvieren, musste aber schon nach wenigen Minuten abbrechen.

Elena Waggermayer kann aus beruflichen Gründen nicht als Ersatz einspringen, so dass Driburg in beiden Duellen nur mit Sarah DeNutte und Katharina Michajlova am Tisch stehen wird. »Das ist auch für unsere Gastgeber nicht schön. Aber was soll ich machen«, zuckt Franz-Josef Lingens mit den Schultern.

Er wünscht sich in vier Wochen einen schönen Saisonabschluss gegen Bingen in eigener Halle und hat ansonsten die kommende Saison im Blick. Die Positionen eins bis vier sind mit Mittelham, DeNutte, Nadine Bollmeier und Sophia Klee fest besetzt. Dahinter tun sich aber noch Fragezeichen auf. »Ich hoffe, dass Elena Waggermayer sich noch mal als Ersatz zur Verfügung stellt. Das ist aber noch nicht klar«, sucht Lingens noch nach Ergänzungen, die im Notfall einspringen könnten. Wie wichtig das ist, hat die aktuelle Saisonzeit gezeigt. Der Notfall war da nämlich eher der Normalfall, so dass der Vorjahresdritte diesmal nur im hinteren Tabellenbereich ins Ziel kommen wird.

Als Dankeschön für die treuen Fans verzichtet der TuS Bad Driburg im letzten Heimspiel Ende April gegen Bingen auf den Eintrittspreis. »Es gibt für alle freien Eintritt«, kündigt Lingens bereits an. Dann werden auch Shi Qi und Katharina Michajlova verabschiedet. Doch erst einmal muss er die Reise nach Busenbach und Kolbermoor antreten.

Die Bayern, die erneut Deutscher Vizemeister sind, haben den mit Abstand besten Zuschauerschnitt der Liga und wollen sich in ihrem letzten Heimspiel der Saison für die Unterstützung bedanken. Dafür haben sie unter anderem eine Live-Band engagiert. Auch sie bleiben übrigens vom Verletzungspech nicht verschont. Doppel-Europameisterin Sabine Winter wird gegen Driburg vermutlich ebenfalls nicht spielen.

Zuschauer-Info: Beide Auswärtsspiele werden im Live-Ticker auf www.tischtennis.de übertragen. Allerdings zu ungewohnten Uhrzeiten: Das Spiel am Samstag in Busenbach beginnt um 18.30 Uhr. Am Sonntag in Kolbermoor startet die Partie um 16 Uhr.

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