Doppelschicht in der Tischtennis-Bundesliga: Sonntag kommt Berlin Olympischer Glanz in Driburg

Bad Driburg (WB). Das wird ein hartes Wochenende für den Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg. An diesem Samstagabend gastiert das Team in Leipzig. Am Sonntag stellt sich der Deutsche Meister TTC Berlin in der Grundschulhalle vor.

Von Sylvia Rasche
In Rio haben die deutschen Tischtennisfrauen 2016 Olympia-Silber gewonnen. Shan Xiaona (Mitte) und Petrissa Solja (rechts) gastierten erstmals nach dem großen Erfolg in Bad Driburg und sind dort mit Meister Berlin der große Favorit.
In Rio haben die deutschen Tischtennisfrauen 2016 Olympia-Silber gewonnen. Shan Xiaona (Mitte) und Petrissa Solja (rechts) gastierten erstmals nach dem großen Erfolg in Bad Driburg und sind dort mit Meister Berlin der große Favorit. Foto: dpa

Echte Tischtennis-Fans dürften diesen Termin kaum verpassen. Berlin ist nicht nur Meister, Pokalsieger und Champions League-Gewinner, sondern hat auch zwei der drei deutschen Rio-Heldinnen im Kader. Shan Xiaona und Petrissa Solja haben bei den Olympischen Spielen in Brasilien zusammen mit ihrer Teamkollegin Han Ying die Silbermedaille gewonnen. In der Weltrangliste belegt das Duo die Positionen zwölf und 13. »Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen«, blickt TuS-Manager Franz-Josef Lingens ob dieser Überlegenheit voraus.

Seit mehr als 50 Partien national und international ist Berlin inzwischen ungeschlagen. Und dass, obwohl auch der Meister in dieser Saison schon viele Verletzungssorgen überstehen musste.

Einsatz für Mittelham?

In den Reihen des TuS Bad Driburg wird wohl wieder Nina Mittelham, die mit Shan und Solja zur deutschen Nationalmannschaft gehört, aufschlagen. Die mehrfache Jugendeuropameisterin musste zuletzt wegen einer Fußverletzung passen. »Nina trainiert wieder schmerzfrei. Allerdings haben ihr die Ärzte nur zu einem Spiel am Wochenende geraten, um den Fuß nicht gleich wieder zu stark zu belasten und einem Rückfall vorzubeugen«, berichtet Franz-Josef Lingens.

Er tendiert dazu, Mittelham im Heimspiel gegen Berlin einzusetzen, »um zu Hause gute Spiele präsentieren zu können.«

Zunächst geht es nach Leipzig

Zunächst geht die Reise an diesem Samstag aber zum Tabellenschlusslicht nach Leipzig. Im dortigen »Fuchsbau« wartet ein heißes Duell auf die Driburger, die im Hinspiel ein knappes 6:4 errungen hatten – mit zwei Einzelsiegen von Nina Mittelham. »Wir wissen noch nicht genau, wie wir aufstellen. Leider kann Elena Waggermayer aus beruflichen Gründen nicht kurzfristig anreisen«, bastelt Lingens noch an einem Konzept zum Sieg. Eventuell könne Mittelham das Doppel spielen und dann die Einzel schenken. Da sei aber noch nicht klar.

Die Luxemburger Meisterin Sarah DeNutte wird in Leipzig ihr zweites Spiel nach dem »Aufstieg« ins Spitzenpaarkreuz bestreiten und soll dabei an ihre starken Leistungen gegen Essen anknüpfen.

Keine Ausrutscher mehr

Im unteren Paarkreuz sind die Punkte von Shi Qi und der DM-Bronzemedaillengewinnerin Katharina Michajlova, die schon am Freitag angereist ist, fast schon fest eingeplant. »Wir können uns keinen Ausrutscher mehr leisten, wenn wir noch die Chance auf Platz drei haben wollen«, sagt Franz-Josef Lingens. Dass die überhaupt noch gegeben sind, liegt daran, dass auch die Konkurrenz im dicht besiedelten Mittelfeld der Liga Punkte liegen lässt.

Das Top-Duo aus Berlin und Kolbermoor marschiert mit großen Schritten voran, danach haben die Teams von Platz drei bis sieben gerade zwei Minuspunkte Differenz. »Das wird noch spannend. Mehr als gegen die beiden Topteams dürfen wir trotzdem nicht mehr abgeben«, meint Lingens.

Zuschauer-Info: Das Auswärtsspiel in Leipzig beginnt an diesem Samstag um 18.30 Uhr und wird auf www.tischtennis.de im Live-Ticker übertragen. Das Heimspiel gegen Meister Berlin beginnt am Sonntag um 14 Uhr in der Grundschulhalle, Jahnstraße.

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