Leon Held gewinnt Ottberger Strongmanrun – mehr als 300 Starter Der Opa gibt den Siegertipp

Ottbergen (WB). Der Höxteraner Leon Held hat sich in einem packenden Rennen den Sieg im Hauptlauf über 6000 Meter beim Strongmanrun des SV Ottbergen/Bruchhausen gesichert. Der 17-Jährige setzte sich hauchdünn vor Mathias Nahen vom TV Jahn Bad Driburg an die Spitze.

Von Sylvia Rasche
Baumstämme sind kurz nach dem Start das erste Hindernis, das die Läufer beim Ottberger Strongmanlauf überwinden müssen. Erstmals haben sich mehr als 300 Aktive, davon mehr als 200 Kinder, an der Veranstaltung beteiligt.
Baumstämme sind kurz nach dem Start das erste Hindernis, das die Läufer beim Ottberger Strongmanlauf überwinden müssen. Erstmals haben sich mehr als 300 Aktive, davon mehr als 200 Kinder, an der Veranstaltung beteiligt. Foto: Sylvia Rasche

Insgesamt haben sich erstmals mehr als 300 Läufer beim Strongman an der Nethe beteiligt. »Danke, ich stehe aber nicht auf«, meinte Held, als ihm Organisator Ludger Spiegelberg im Ziel als einer der Ersten gratulieren wollte. Gleich nachdem er die 6000 mit Hindernissen gespickten Meter hinter sich gebrachte hatte, ließ sich Leon Held ausgelaugt auf den Rasen fallen. »Das war hart«, meinte der glückliche Sieger, der in den Vorjahren schon über die kurze Distanz gewonnen hatte und jetzt erstmals in der Rennklasse an den Start ging.

Über die gesamten 6000 Meter lieferte er sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem deutschen Vizecrossmeister der Altersklasse M40, Mathias Nahen, aus Bad Driburg. »Mein Opa hat mir zugerufen, dass ich an ihm dranbleiben soll. Das habe ich gemacht«, verrät der Höxteraner sein Erfolgsrezept. »Es war ein tolles Rennen. Das hat richtig Spaß gemacht. Ich habe erst gedacht, dass ich in der letzten Runde mehr Tempo machen kann. Das hat aber nicht mehr geklappt«, berichtet Mathias Nahen.

Auch der Dritte im Ziel, der Brenkhausener Dieter Weinholz, war mit seiner Leistung hochzufrieden. Erst vor zwei Wochen hatte er in Würzburg beim Marathon seine Altersklasse M50 gewonnen. »Diese vielen langen Läufe stecken noch in den Knochen. Trotzdem war es ein toller Lauf hier«, fasst Weinholz zusammen.

Über Baumstämme, durch Reithindernisse, über Strohballen und durch einen Bachlauf mussten die Teilnehmer unter anderem laufen, um das Ziel zu erreichen. »Das ist man sonst nicht gewohnt. Schon am ersten Hindernis geht der Puls hoch«, schmunzelt Mathias Nahen.

Zum ersten Mal waren mehr als 300 Aktive dabei – eine schöne Bestätigung für das engagierte Orga-Team um Ludger Spiegelberg und Andre Bielemeier, die den Lauf zum siebten Mal ausrichten und im Jahr 2010 ganz klein angefangen haben. »Das ist ein richtiger Boom geworden«, freut sich Spiegelberg. Ganz besonders die Kinder und Jugendlichen sind mit großem Eifer und Einsatz bei der Sache. Allein mehr als 200 Schüler machten sich auf den Weg. »Alle bekommen einen Pokal, das spornt die Kinder noch mal zusätzlich an«, meint Josef Hillebrand vom TuS Hembsen. Sein Verein und der TuS Ovenhausen schickten jeweils die meisten jungen Athleten an den Start. »Wir haben ein paar Stationen mit den Kindern im Training geübt. Sie haben richtig Spaß am Strongmanlauf«, sagt Ovenhausens Leichtathletik-Boss Stefan Risse.

Vor den Hindernissen schreckte auch Matthias Schmidt aus Bredenborn nicht zurück. Der Feuerwehrmann ist inzwischen für seine Läufe in voller Montur deutschlandweit bekannt. Mit der etwa 30 Kilo schweren Ausrüstung bewältige er die vier Kilometer. Baumstämme, Strohballen und Bachlauf inklusive. Die Kraft reichte am Ende sogar noch für einen eindrucksvollen Endspurt im Jedermannlauf. Sieger wurde hier der Höxteraner Kieran Jones, der seine Premiere in Ottbergen gleich mit Platz eins krönte.

»Bei der matschigen Passage am Berg musste man aufpassen, nicht auszurutschen. Der Lauf war klasse«, freut er sich über die gemeisterte Herausforderung. Vereinskollege Camillo Krog (»Der Wassergraben war am schönsten«) hatte am Vormittag schon den Lauf der Jahrgänge 2005/2006 für sich entschieden. Somit drückte auch der HLC Höxter dem siebten Strongmanrun seinen Stempel auf. Die Teamwertung des Hobbylaufes gewann die Non-Stop-Ultra Brakel mit ihrem internationalen Team vor dem TuS Ovenhausen.

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