Westfalenpokal der C-Junioren: Borussia Dortmund zieht vor 600 Zuschauern mit 3:1 ins Viertelfinale ein Brakel bietet BVB Paroli

Brakel (WB). Diese Leistung macht Mut für den Saisonendspurt in der Westfalenliga: Nur mit 1:3-Toren haben die C-Junioren der SpVg. Brakel im Achtelfinale des Westfalenpokals gegen Borussia Dortmund verloren. Die Elf von Trainer Thorsten Kraut hat dem Regionalliga-Spitzenteam Paroli geboten.

Von Felix Senftleben
Immer nah dran: So wie hier Tom Wulf (links) haben die Brakeler den BVB-Spielern kaum Raum gelassen.
Immer nah dran: So wie hier Tom Wulf (links) haben die Brakeler den BVB-Spielern kaum Raum gelassen. Foto: Jan-Hendrik Schrick

»Es war das erwartet schwere Spiel. Körperlich ist Dortmund in einer anderen Liga. Dennoch haben wir das überragend gemacht. Ich bin total stolz auf die Jungs und Carlotta«, schwärmte Brakels Trainer Thorsten Kraut nach dem Spiel. Mit einer Dreier-Abwehrkette, die bei Dortmunder Angriffen in eine Fünfer-Kette überging, gingen die Brakeler ins Spiel. Zudem liefen die Nethekicker die Abwehrspieler des Regionalligisten, dies ist die höchste Spielklasse bei den C-Junioren, früh an und verhinderten somit einen kontrollierten Spielaufbau der Schwarz-Gelben in der Anfangsphase. Der erste sauber ausgespielte Angriff des Gastes hatte es jedoch in sich: Nach tollem Kombinationsspiel und einer super Einzelleistung von Ayukayoh Mengot erzielte Daniel Stein das 1:0 für den BVB – 8. Minute.

Seel rettet auf der Linie

In der 13. Minute rettete Luca Seel auf der Linie. Applaus brannte erstmals in der 28. Minute auf. Nach einer tollen Einzelaktion von Spielvereinigung-Kapitän Jaden Dwelck wurde sein Schuss erst in letzter Sekunde geblockt. Im Gegenzug waren die Gastgeber wieder im Glück. Raphael Reinold klärte auf der Linie. Mit einem 0:1-Rückstand der Brakeler ging es in die Kabine. »Wir müssen zur Pause mindestens mit 3:0 führen. Allerdings haben wir nach der

Führung zwei Gänge zurückgeschaltet. Genau das wollten wir eigentlich vermeiden«, monierte Marco Lehmann, Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz und Trainer des Borussen-Nachwuchses. Die Rot-Schwarzen stellten in der Halbzeit taktisch um. Noel Vonde kam für Aaron Schweins in die Partie. Brakel verteidigte nun mit Viererkette und Juniorennationalspielerin Carlotta Wamser agierte im Zentrum. In den ersten 35 Minuten war sie noch auf dem rechten Flügel zu finden.

Wehrmann trifft für Brakel

Die Nethestädter ließen es im Abwehrverbund selten brenzlig werden und hielten gut dagegen, bis zur 51. Minute. Eine Unachtsamkeit im Brakeler Sechszehnmeterraum nutzte Dortmund gnadenlos aus. Ein Abpraller landete bei Marc Dühring, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und den Ball in die Maschen setzte. Drei Minuten später durfte Stadionsprecher Christian Reineke die rot-schwarze Tormusik laufen lassen. Nach einem Dortmunder Freistoß am Brakeler Strafraum schalteten die Nethekicker über Alexander Wehrmann und Philipp Hake blitzschnell um. Schließlich stand Wehrmann frei vor BVB-Schlussmann Hendrik Höh und erzielte den umjubelten Anschlusstreffer.

Kraut lobt sein Team

»Dass wir nach dem 0:2 einen solchen Angriff setzen konnten, macht mich total stolz. Es war der schönste Angriff des Spiels«, war der Brakeler Übungsleiter angetan. Nur Sekunden später bot sich den Rot-Schwarzen sogar die riesige Möglichkeit zum Ausgleich, doch Stürmer Jaden Dwelck blieb nur zweiter Sieger im Duell mit Höh. In der 60. Minute wechselte Kraut den Torwart und brachte Leonard Schmidt für Sebastian Mann. Nur kurze Zeit nach seiner Einwechselung hielt Schmidt die Spannung des Spiels aufrecht. Stark parierte er einen Abschluss von Samuel Bamba. 180 Sekunden später folgte jedoch die Entscheidung.

Pokalkampf auf hohem Niveau

Daniel Stein erzielte das 3:1 für Schwarz-Gelb. Nach dem Schlusspfiff durch den umsichtig leitenden Schiedsrichter Daniel Schinowski hallte tosender Applaus durch das weite Rund des Thermo-Glas Stadions. Die 601 Zuschauer waren stolz auf die Leistung der Nethekicker. »Wir wurden sehr gastfreundlich empfangen. Es war ein Pokalfight auf einem tollen Platz mit einer tollen Kulisse«, freute sich Lehmann über den Einzug ins Viertelfinale.

SpVg. 20 Brakel: Mann (60. Schmidt) – Wehrmann, Reinold, Seel, Wulf, Schweins (36. Vonde), Wamser, Özdemir, Speith (50. Gehlhar), Hake (60. Demirtas), Dwelck

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