Fußball-Landesliga: Trainer verabschiedet sich nach sechs erfolgreichen Jahren
Burkhard Sturm verlässt Brakel

Brakel (WB). Nach sechs Jahren ist Schluss: Trainer Burkhard Sturm wird den Fußball-Landesligisten SpVg. Brakel nach dieser Saison verlassen. »Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, glaube aber, den richtigen Zeitpunkt erwischt zu haben«, sagt Sturm.

Mittwoch, 06.02.2019, 20:40 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 08:36 Uhr
Dieser gewohnte Anblick ist nach dem letzten Spieltag der Saison am 25. Mai Geschichte. Trainer Burkhard Sturm verlässt die SpVg. Brakel nach sechs erfolgreichen Jahren und legt ab dem Sommer eine Fußballpause ein. Foto: Sylvia Rasche

Er hat die SpVg. Brakel vor knapp sechs Jahren in der Bezirksliga übernommen und mit vielen jungen Spielern zu einem Spitzenteam in der Landesliga geformt. »Das hat viel Kraft gekostet. Der Aufwand von 15 bis 20 Stunden pro Woche und 10.000 bis 15.000 Kilometern pro Saison ist mir einfach zu hoch geworden«, erklärt der Warburger.

Hans-Jörg Koch, Vorsitzender der SpVg. Brakel, bedauert diesen Entschluss. »Burkhard Sturm ist ein super Trainer, den wir gerne noch viel länger behalten hätten«, sagte Koch, der sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger macht. »Plan A war das siebte Jahr mit unserem Trainer. Jetzt kümmern wir uns um Plan B«, so Koch, der dazu aber noch nicht konkret werden wollte.

Weg mit Bedacht gewählt

Burkhard Sturm hat mit seinem Team unterdessen die Vorbereitung auf die Rest-Rückrunde aufgenommen und will sich mit einem starken Resultat verabschieden. »Es wäre schön, wenn wir unter den Top-Fünf ins Ziel kämen. Das wird schwer genug«, blickt Sturm voraus.

Die Ligaspitze liegt eng zusammen. Die Rot-Schwarzen überwintern auf dem dritten Platz mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter VfB Fichte Bielefeld.

»Ich glaube, dass den Spielern nach sechs Jahren auch mal ein Tapetenwechsel gut tun wird«, meint Burkhard Sturm. Er habe sich seinen Abschied gut überlegt und wisse, dass er ihm nicht leicht fallen wird. »Ich bin mit dem Herzen dabei und bin mir auch bewusst, dass ich hier in der Gegend keine so gute Mannschaft in einem so gut aufgestellten Verein mehr trainieren werde«, betont der Coach.

Dennoch habe er diesen Weg mit Bedacht gewählt. »Ich werde erst mal eine Pause einlegen und freue mich auf Dinge, die bisher zu kurz gekommen sind«, blickt der 51-Jährige voraus.

Co-Trainer verlässt Rot-Schwarze ebenfalls

21 Jahre war er ununterbrochen als Trainer tätig, seit er 1998 als Spielertrainer bei den Warburger Sportfreunden 08 Verantwortung übernommen hat. Von 2000 bis 2007 war er beim VfB Jordania Borgh0lz und danach noch mal vier Jahre in Warburg. Einzig ein Jahr im hessischen Wettesingen passt nicht in die sonst von Kontinuität geprägten Engagements von Burkhard Sturm. »Damals kam das Angebot aus Brakel. Das wollte ich gerne annehmen und dort etwas bewirken«, blickt der Trainer zurück. Ein Schritt, der zu einer sechsjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit geführt hat.

Im Sommer endet die Ära Sturm bei den Rot-Schwarzen. Mit ihm wird auch Co-Trainer Matthias Filker Brakel verlassen. Er hatte sich schon vor dem Jahreswechsel dazu entschieden und seinen Abschied ebenfalls mit dem hohen Aufwand begründet.

In Brakel hat die Suche nach dem neuen Trainer für die kommende Saison begonnen.

 

Ein Kommentar von Sylvia Rasche

Mit Burkhard Sturm verlässt zum Saisonende ein Mann die Fußballbühne des Kreises Höxter, der diese über Jahrzehnte geprägt hat. Erst als Spieler, dann als Spielertrainer und schließlich als Trainer stand er stets für hohen Einsatz und Kontinuität. Seine Projekte waren immer auf mehrere Jahre ausgelegt – und von Erfolg gekrönt. Er hat seine Teams geformt, seine Handschrift hinterlassen.

Mit drei heimischen Vereinen (Warburg 08, Jordania Borgholz und SpVg. Brakel) ist der Warburger in die Landesliga aufgestiegen. Das ist im Kreis Höxter einmalig. Übrigens ist er in keinem Verein vorzeitig entlassen worden – auch das spricht für seine akribische Arbeit und vielleicht auch für das Glück des Tüchtigen.

Jetzt freut er sich auf mehr Freizeit nach der Saison. Bis dahin wird er sich noch vier Monate unermüdlich für die Belange der SpVg. Brakel einsetzen. Wer Burkhard Sturm kennt, weiß, dass er diese letzten Monate wie gehabt mehr als 100 Prozent geben wird, um sich gebührend zu verabschieden.

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