Landesligaverbleib steht für A-Junioren der SpVg. Brakel ganz oben
Ein Tanz auf drei Hochzeiten

Brakel  (WB). Der siebte Platz in der Landesliga wiegt die A-Juniorenkicker der SpVg. Brakel nicht in Sicherheit. Ganze drei Punkte beträgt der Abstand zum ersten Abstiegsplatz. Der Kampf um den Klassenerhalt läuft auf Hochtouren.

Freitag, 01.02.2019, 04:10 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 04:30 Uhr
Strammer Schuss: Tarik Aksogan (rechts) will mit der SpVg. Brakel so schnell wie möglich den Klassenerhalt in der A-Junioren-Landesliga unter Dach und Fach bringen. Der Mittelfeldspieler kurbelt das Spiel der Rot-Schwarzen an. Foto: Jan-Hendrik Schrick

Der Kader ist sehr klein. Trainer Maik Schmitz berichtet in diesem Zusammenhang: »Mangels Alternativen habe ich oft unseren zweiten Torhüter als Feldspieler einwechseln müssen.« Mehr Spieler werden es in der zweiten Saisonhälfte nicht sein, wenn das ranghöchste A-Juniorenteam des Kreises Höxter am Sonntag, 17. Februar, den Kampf um Punkte beim FC Wettringen wieder aufnehmen wird. Jonathan Disselhoff kommt als Neuzugang vom A-Junioren-Bezirksligisten SV Höxter und wird die Offensive verstärken. Auf der anderen Seite hat Eren Öztürk den Verein verlassen.

Schmitz setzt zudem darauf, dass die Verletzten in die Mannschaft zurückkehren und hoffentlich keine Rückfälle erleiden. So Nils Krawinkel, der aufgrund einer Hüftverletzung immer wieder Probleme hatte und fehlte. »Nils ist seit einigen Monaten fit. Hoffentlich bleibt es so.« Jaime ­Bodach wird nach einem ­Schlüsselbeinbruch wieder ins Training einsteigen.

Drei Absteiger

Drei Mannschaften müssen absteigen. Die Brakeler werden alles daran setzen, nicht diesem Kreis anzugehören. Sollte es in der ­A-Junioren-Bundesliga einen der drei westfälischen Vereine erwischen, könnte sich die Zahl der Bezirksliga-Absteiger sogar noch erhöhen. »Wir wollen es aus eigener Kraft schaffen und nicht noch auf ­andere Ligen schauen müssen«, betont der Albaxer Schmitz und weiß um die gute Einstellung und den ausgeprägten Willen seiner Schützlinge. »Die Gier nach Siegen und Erfolg ist eine gute Grundlage«, sagt der Coach. Die SpVg. Brakel will nichts mit einer Relegation und schon gar nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Mehr erwartet

Der Übungsleiter war vor Saisonbeginn von einem besseren Abschneiden ausgegangen. Das sei auch möglich gewesen, allerdings stand sich der SpVg.-Talentschuppen oftmals im Weg. Beim Gastspiel in Delbrück führten die Brakeler nach 30 Minuten mit 4:0-Toren. Nach 90 Minuten verließen sie den Platz mit einer 4:6-Niederlage. »Das darf nicht passieren. Einer gefestigten Mannschaft würden derartige Fehler auch nicht unterlaufen«, weiß Schmitz. Mehr Entschlossenheit und Stabilität sind in der Rückrunde wichtig. Beim Vorletzten VfB Fichte Bielefeld leisteten sich die Brakeler in der letzten Minute ein unnötiges Foulspiel, das mit einem Elfmeter geahndet wurde. Statt mit einem 3:2-Erfolg fuhren die Brakeler mit einem 3:3 nach Hause. In den Spielen gegen Delbrück und Bielefeld sind somit fünf Punkte verloren gegangen. Es gab vier Niederlagen – es waren jeweils umkämpfte Partien mit dem schlechteren Ausgang für Brakel. »Die Top-Drei SC Wiedenbrück, FC Gievenbeck und VfL Theesen sind enteilt. Ansonsten ist die Liga sehr ausgeglichen. Es ist noch vieles möglich«, weiß Schmitz und will mit seiner Mannschaft noch einige Plätze klettern.

Ganz schnell absichern

Mit 20 erzielten Toren weisen die Nethestädter einen mittleren Offensivwert auf. Ilhan Aslan hat fünf Treffer auf seinem Konto und ist damit der gefährlichste SpVg.-Offensivakteur. Hewad Badri und Jonas Böhner bringen es jeweils auf drei Tore. 22 Gegentreffer bedeuten in der Liga ebenfalls einen Mittelfeldwert.

Der Landesligist ist im Frühherbst des vergangenen Jahres Kreispokalsieger geworden und hat sich vor kurzem den Titel Kreis-Hallenmeister gesichert. Auf Kreisebene gibt es keine Konkurrenz. Als Dritter der westfälischen Meisterschaften hat sich das spielerisch versierte Team für die westdeutschen Hallen-Meisterschaften am 9. und 10. Februar qualifiziert. Im Westfalenpokal erwarten die Brakeler am Sonntag, 3. März, den Verbandsligisten TSG Sprockhövel. Die Schmitz-Elf tanzt auf drei Hochzeiten. Ein Tanz steht an erster Stelle: »Wenn wir die Hinrunden-Fehler abstellen, dann schaffen wir problemlos den Klassenerhalt«, ist Maik Schmitz überzeugt.

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