Westfalenpokal: 3:4 (n.V.) beim VfL Billerbeck – Chancen vergeben SV Bökendorf verpasst Finale

Billerbeck  (WB). Die Fußballerinnen des SV Bökendorf verlieren im Halbfinale des Westfalenpokals 3:4 nach Verlängerung beim VfL Billerbeck. Im Duell der Westfalenligisten finden die stark aufspielenden Gäste immer wieder in VfL-Torhüterin Sarah Hauling ihre Meisterin.

Von Jürgen Drüke 
Stark: Carla Oelmann zieht hier gegen Billerbeck ab und hat in dieser Szene kein Glück. Der SVB-Torjägerin gelingen zwei Treffer. Trotzdem reicht es am Ende nicht. Bökendorf verliert im Westfalenpokal-Halbfinale in Billerbeck 3:4 nach Verlängerung.
Stark: Carla Oelmann zieht hier gegen Billerbeck ab und hat in dieser Szene kein Glück. Der SVB-Torjägerin gelingen zwei Treffer. Trotzdem reicht es am Ende nicht. Bökendorf verliert im Westfalenpokal-Halbfinale in Billerbeck 3:4 nach Verlängerung. Foto: Jürgen Drüke

Nach der regulären Spielzeit hatte es 3:3 gestanden und am Ende 3:4 aus SVB-Sicht. Aus zum dritten Mal in Folge im Halbfinale des Westfalenpokals. Der SV Bökendorf verpasst erneut das Endspiel. »Wir haben unsere gute Chancen nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung wurde von den VfL-Spielerinnen fast nur noch Defensivarbeit verrichtet. Allerdings erzielte der Gastgeber am Ende ein Tor mehr. Das war der Unterschied. Glückwunsch an Billerbeck«, zeigte sich SVB-Spielertrainerin Tina Drewitz nach einer trotz der Niederlage guten Leistung ihres Teams als faire Verliererin. Die Gastgeberinnen, die vor zwei Jahren im DFB-Pokal für Furore gesorgt haben, entpuppten sich einmal mehr als Pokalmannschaft. In der Meisterschaft ist für den Tabellenzehnten Billerbeck die Saison quasi gelaufen, wohingegen sich die Bökendorferinnen mittendrin im Aufstiegskampf zur Regionalliga befinden.

Tolckmitt scheitert

Alicia Mester erzielte in der sieben Minute das 1:0. SVB-Torjägerin Carla Oelmann hatte die Antwort parat und beförderte den Ball in der zehnten Minute zum 1:1 über die Torlinie. In der 17. Minute bedeutete die zweite VfL-Möglichkeit das 2:1 – glückliche Torschützin war ­Anna Haberecht gewesen. Der SV Bökendorf war weiterhin das spielbestimmende Team in Billerbeck. Rike Tolckmitt vergab die Möglichkeit zum Ausgleich. Der wäre zur Halbzeit mehr als verdient gewesen.

Tolle SVB-Moral

Drei Minuten waren im zweiten Durchgang absolviert, als Maren Schulte auf 3:1 stellte. »Wir haben nie aufgesteckt und auf Dreierkette umgestellt«, berichtete Drewitz. Die eingewechselte Ina Wilm machte immer wieder Druck über die rechte Seite und setzte Akzente. Der Lohn war der 2:3-Anschlusstreffer der agilen Tolckmitt in der 82. Minute. Nach Eckball von Pamela Jahn war Carla Oelmann in der 87. Minute zur Stelle und beförderte den Ball zum 3:3-Ausgleich über die Torlinie. Zu diesem Zeitpunkt hätte der SVB das Halbfinale eigentlich schon entschieden haben müssen: Tolckmitt war in der zweiten Halbzeit in einer Eins-Eins-Situation an der nicht nur in dieser Szene glänzend reagierenden VfL-Torhüterin Sarah Hauling gescheitert. Die VfL-Torfrau stand den Gästen im zweiten Durchgang und auch später in der Verlängerung immer wieder im Weg. Pamela Jahn hatte zudem mit Hinterhaltsschuss nur Aluminium getroffen.

Aufstieg soll gelingen

In der Verlängerung scheiterte SVB-Offensivspielerin Sarah ­Mönnekes ebenfalls in aussichtsreicher Position. Der Gastgeber machte es besser: Nach Freistoß beförderte Anna Habrecht den Ball zum 4:3 in der 114. Minute über die Torlinie. Der SVB gab nicht auf und versemmelte weitere gute Gelegenheiten.

»Schade, wir wären gerne ins Finale eingezogen. Es sollte nicht sein. Wir haben nun englische Wochen vor uns und wollen nun Meister werden«, blickte Drewitz nach der bitteren Niederlage voraus. Sonntag, 6. Mai, geht es in der Westfalenliga mit dem Heimspiel gegen den SV Gremmendorf weiter. Anpfiff ist um 13 Uhr.

SV Bökendorf: Kröhling – Hansmeier, Brecker, Drewitz, Dammeier, Lessmann (52. I. Wilm), Mönnekes, Oelmann, Tolckmitt, Jahn, Kuhlmann

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