Basketball: HLC Höxter und TV Jahn Bad Driburg leiden unter der langen Corona-Unterbrechung
Der Unterbau bricht weg

Kreis Höxter (WB). Die heimischen Basketballer erwischt die Corona-Pause mit am härtesten. Seit Mitte März fand kein Spielbetrieb mehr statt. Jetzt wurde die Saison zunächst bis in den Januar verschoben. Ob sie dann starten kann, ist noch fraglich. Die Folgen dieser langen Spiel- und Trainingspausen zeichnen sich bereits im Unterbau der Teams ab.

Freitag, 06.11.2020, 03:00 Uhr
Spielertrainer Marius Müller muss mit dem TV Bad Driburg die nächsten Wochen abwarten, wie sich die Lage entwickelt: „Wir fahren alle auf Sicht.“ Foto: Jonas Gröne

Wie groß die Auswirkungen auf den Jugendbereich im Basketball sind, sei derzeit noch nicht auszumachen, sagt Georg Groddeck vom TV Jahn Bad Driburg. „Die Schul-AGs des Gymnasiums St. Xaver und der Trainingsbetrieb des Vereins sind identisch. Seit Wochen fand kein Training mehr statt. Es gibt auch schon erste Abmeldungen, weil wir kein Training mehr anbieten können“, sagt der engagierte Driburger. „Da fehlt einem die Luft. Der Trend der Vor-Corona-Zeit wurde nochmal verstärkt“, so Groddeck. Früher bildeten zwei Jahrgänge mit jeweils fünf Spielerinnen schon eine Mannschaft.

„Das ist uns weggebrochen. Gerade haben wir bei den Damen noch einen richtig starken Jahrgang, aber es fehlt der Unterbau. Wenn die Abteilung weiter bestehen will, müssen wir sie auf andere Füße stellen. Wir müssen neue Trainer verpflichten, Spielerinnen generieren und Trainingsmöglichkeiten schaffen“, sieht Groddeck Handlungsbedarf.

Die Driburger Herren trainierten bis zur erneuten Saisonverschiebung regelmäßig. Spielertrainer Marius Müller sah zudem eine gute Trainingsbeteiligung: „Wir waren immer acht bis zwölf Spieler. Schwierig ist es, die Motivation hochzuhalten. Jetzt haben wir auch keine Halle mehr“, schildert Müller, der für den November digitale Workouts in den Trainingsplan gesetzt hat, die Situation beim Bezirksligisten.

Unter Personalschwund leidet auch der HLC Höxter, der aufgrund der Corona-Pandemie bereits die zweite Mannschaft auflösen und in die erste integrieren musste: „Wir haben große Probleme mit Verletzten und der Kern der ersten Mannschaft fehlt. Wenn man guten Spirit im Team hat, wäre Corona nicht so das Problem. Aber wenn niemand da ist, kann kein Spirit aufkommen. Außerdem können wir keine neuen Jugendlichen anwerben und die U14 braucht noch ein paar Jahre“, so König, dem auch der Unterbau einer Jugendabteilung fehlt.

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