Fußball: Bad Driburger Physiotherapeut Marco Congia ist Mitautor des Buches „Fußballer haben Knie”
„Mehr als Therapie“

Bad Driburg (WB). Bänderriss, Meniskusprobleme, Knorpelschaden. All das braucht kein Mensch. „Leider müssen sich aber immer mehr Fußballer damit befassen“, sagt Marco Congia. Der Bad Driburger Physiotherapeut hat daher zusammen mit Thomas Geitner und Domenico Gurzi ein Buch geschrieben. Der Titel ist selbst erklärend: „Fußballer haben Knie.“

Montag, 02.11.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 11:48 Uhr
Das Buch „Fußballer haben Knie“ des Bad Driburgers Marco Congia erscheint Anfang Dezember.

„Wir arbeiten seit mehr als einem Jahr an dem Buch, das jetzt im Dezember erscheint. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Problematik noch verschärft, weil die Saisonvorbereitung sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren gelitten hat“, sagt Mitautor Congia.

Fußball in allen Facetten

Der 43-Jährige liebt den Fußball in all seinen Facetten. Wohl nur so ist zu erklären, warum sein Herz gleichzeitig für den potenten italienischen Spitzenclub AC Milan und den eher alternativ angehauchten FC St. Pauli schlägt. Doch gerade weil er viele Bereiche des Profi- und Amateurfußballs so genau beobachtet, ist ihm aufgefallen, dass sich in den vergangenen beiden Jahren Knieverletzungen häufen.

Trio teilt Arbeitsfelder auf

Zusammen mit dem Hamburger Sportwissenschaftler Domenico Gurzi und dem Ingolstädter Athletiktrainer Thomas Geitner hat er das Problem von verschiedene Seiten beleuchtet. „Wir wollten nicht einfach nur ein Therapiebuch herausbringen, sondern auch Emotionen rüberbringen und vor allem Tipps geben“, sagt Marco Congia.

Dazu haben sich die drei Autoren die Arbeitsfelder aufgeteilt. Congia übernahm den anatomischen und Physio-Bereich, Gurzi die 4-D-Ganganalyse und Geitner den athletischen Teil.

Psychologische Komponente

Zitate von Fußballern, die über ihre Knieverletzungen und über die Zeit der Reha sprechen, bereichern das Buch. „Wir wollten damit zeigen, wie komplex das Thema ist und wie auch die psychologische Komponente eine Rolle spielt“, sagt der Inhaber der Physiotherapie am Kurpark in Bad Driburg.

Im September hat er einen Vortrag in seinem Wohnort Holzhausen gehalten und dort Tipps für Prävention im Fußballtraining gegeben. „Das war ein interessanter Austausch. Wenn man aber bedenkt, wie viele Fußballtrainer es im Kreis Höxter gibt, war der Vortrag mit 20 Leuten eher mäßig besucht“, hätte sich Congia mehr Resonanz gewünscht.

Großes Interesse im Vorfeld

Auf viel größeres Interesse scheint dagegen sein Buch zu treffen. Seit vier Wochen ist es online vorbestellbar. Im Dezember erscheint das Werk. „Wir sind sehr positiv überrascht, was die Zahl der Vorbestellungen angeht“, freut sich der Familienvater, dass er und seine beiden Mitautoren offenbar das richtige Thema aufgegriffen haben. „Allein in der ersten und zweiten Bundesliga sind aktuell 60 Spieler ernsthaft am Knie verletzt“, unterstreicht Marco Congia, der nicht nur Physiotherapeut, sondern auch Diplom Osteopath Sport ist, die Tragweite.

„Es war uns wichtig, ein Fachbuch zu verlegen, dass sich von den anderen Therapiebüchern abhebt und eine andere Sichtweise bietet“, erklärt Marco Congia, der schon Werke zu Schambeinverletzungen bei Sportlern, über Faszien und gesunde Ernährung verfasst hat.

Eigenen Verlag gegründet

„Fußballer haben Knie“ ist das erste Buch im Eigenverlag. Der Grund hängt auch hier mit der Corona-Pandemie zusammen. „Die meisten Verlage haben Neu-Erscheinungen auf Eis gelegt. Wir wollten mit unserem Buch aber auf den Markt und haben es daher selbst in die Hand genommen“, sagt Congia, der übrigens selbst eifrig trainiert. Allerdings nicht auf dem Fußballplatz, sondern auf der Laufstrecke. Er will 2021 die „TorTour de Ruhr“ laufen. 230 Kilometer entlang der Ruhr von der Quelle im Sauerland bis nach Duisburg. „Das sollte schon dieses Jahr stattfinden, ist aber wegen Corona auf nächstes Führjahr verschoben worden“, sagt der Physiotherapeut und hat die Vorbereitung darauf bereits gestartet. Das Knie immerhin sollte ihm keinen Strich durch die Rechnung machen.

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