Golf: Bad Driburger Nachwuchstalent Julius Ruch erarbeitet sich in vier Jahren ein Handicap von 3,7
Ehrgeiz schnell geweckt

Bad Driburg (WB). Wenn Julius Ruch auf dem Golfplatz steht, ist er hoch konzentriert. Das nötige Ballgefühl bringt der Tennis- und Badmintonspieler von Natur aus mit, an der richtigen Technik hat er viel gefeilt. In nur vier Jahren hat er sich ein Handicap von 3,7 erarbeitet – und will noch besser werden.

Donnerstag, 29.10.2020, 06:00 Uhr
Julius Ruch und Trainer Donald Sanders arbeiten an der weiteren Verbesserung des Handicaps. Foto: Inge Stegnjajic

In Bad Driburg finden die Golfer einen hervorragenden Platz vor, der zu den schönsten Anlagen in Ostwestfalen zählt. Golf ist nicht nur ein Sport für ältere Menschen, sondern er fasziniert immer mehr Jugendliche, die durch Schul-AG’s oder Schnupperkurse erstmals mit dem Sport in Berührung kommen.

Mit dreizehn Jahren hatte der Bad Driburger Julius-Johannes Ruch, genannt Julius, zum ersten Mal einen Golfschläger in der Hand. Er war sofort begeistert und der Ehrgeiz war geweckt. Aber das Talent allein nicht reicht, musste auch Julius Ruch feststellen und begann bei Donald Sanders mit dem Training.

Der inzwischen 16-jährige Driburger ist nun seit knapp vier Jahren dabei. „Trainerstunden braucht man, um die Technik für die Schläge zu erlernen, aber auch die Turniererfahrungen sind wichtig um das Erlernte umzusetzen“, sagte der Gymnasiast des St. Xaver und fügt hinzu: „Die Erwachsenen bringen jahrelange Erfahrungen mit und sind oftmals mental stärker.“

Bei den jüngsten Clubmeisterschaften gingen zu Beginn 83 Golfer in Dreier Flights, nach ihrem Handicap sortiert, die ersten 18 Löcher. Bei den Herren spielte Nick Niedermeyer ein hervorragendes Turnier. Er wurde seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich überlegen die Clubmeisterschaft. Ein stark aufspielender Julius Ruch wurde Vizemeister. Bei den Jugendlichen entwickelte sich ein spannender Wettkampf um die Clubmeisterschaft, denn die Aspiranten lagen nach der ersten Runde nur wenige Schläge auseinander. Julius Ruch blieb sehr konzentriert und spielte weiterhin bestes Golf und holte sich hier den Titel.

„Julius hat mit mir angefangen Golf zu spielen und ist schon so gut. Der Weg vom Handicap 54 bis 10 ist schon weit und nicht einfach. Ich freue mich einstellig (9,7) zu sein, aber dass Julius in so kurzer Zeit ein Handicap von 3,7 erreicht hat, ist eine super Leistung“, lobt der Vördener Mark Stegnjajic, der jetzt in Hannover Golf spielt.

Auch in der Jugendmannschaft des Bad Driburger Golfclubs bringt sich das Talent ein. Das AK 16-Team hatte sich in diesem Jahr zum ersten Mal für das NRW-Finale qualifiziert und landete in der Endabrechnung auf einem guten sechsten Platz. „Während die anderen Mannschaften oftmals daran teilgenommen hatten, kannte uns niemand. Wir konnten schlagtechnisch sehr gut mithalten, aber uns fehlte die Turniererfahrung, um ganz vorn mitzuspielen. Im nächsten Jahr wird es sicherlich besser laufen“, ist sich Julius Ruch sicher.

Bis dahin wird er weiter auf dem Bad Driburger Golfplatz seine Runden drehen, Erfahrungen sammeln und eifrig trainieren. Der vielseitige Sport ist längst zu seinem liebsten Hobby geworden.

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