Moderne Sportstätten 2022: Reiterverein Bad Driburg erhält Unterstützung aus dem Landesprojekt
Zelt bietet neue Möglichkeiten

Bad Driburg (WB). „Mit dem neuen Reitzelt wird unsere Anlage noch attraktiver“, sagt Ingrid Holdgrewe und zeigt auf das Anwesen des Reitervereins Bad Driburg in der Südenfeldmark. Die Vorsitzende freut sich, dass ihr Verein jetzt den Bewilligungsbescheid über Fördermittel des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten hat und mit den Arbeiten beginnen kann.

Freitag, 23.10.2020, 04:00 Uhr
Noch befindet sich zwischen der Reithalle und dem Dressurplatz in Bad Driburg der alte Springplatz mit dem in die Jahre gekommenen Boden. An dieser Stelle soll nun das neue Reitzelt erreichtet werden. Darauf freuen sich mit den Bad Driburger Reitern auch die Vorsitzende Ingrid Holdgrewe (rechts) und Voltigier-Ausbilderin Olivia Hagemann (auf der Haflingerstute Alina). Foto: Sylvia Rasche

69.278 Euro bekommt der Verein für die Errichtung eines Reitzeltes auf dem Außenreitplatz. Ein Reitzelt ist eine günstigere Alternative für eine neue Reithalle. „Die Pferde müssen sich sicher erst daran gewöhnen, weil die Geräuschkulisse eine andere ist, aber das werden wir hinbekommen“, ist Ingrid Holdgrewe überzeugt.

Seit neun Jahren ist sie Vorsitzende des Vereins, den ihr Vater Anton Brune vor 48 Jahren mit gegründet hat. „Wir wollen auch für die Zukunft gut aufgestellt sein“, betont die engagierte Vereinschefin, die seit mehr als 30 Jahren in der Voltigierausbildung tätig ist.

240 Mitglieder sind im RV Bad Driburg aktiv. Der Großteil davon, knapp 70 Prozent, sind Kinder und Jugendliche. „Daher freuen wir uns um so mehr, dass wir unsere Kapazitäten nun mit Hilfe der Gelder aus dem Förderprogramm erweitern können“, blickt Ingrid Holdgrewe voraus.

Jeden Nachmittag gegen 16 Uhr beginnen die Reitstunden in der Halle und gehen bis in den Abend hinein. „Damit ist die Halle belegt. Das neue Reitzelt bietet dann zusätzliche Möglichkeiten zu reiten“, betont die Vorsitzende.

Das Zelt soll vorerst in einer Größe von 30x20 Metern auf dem bisherigen Außenspringplatz errichtet und dabei so angelegt werden, dass es bei Bedarf später auch noch auf 40x20 Meter erweitert werden kann. „Das hätte dann echten Hallencharakter“, meint Ingrid Holdgrewe.

Das Zelt besteht aus einer Rahmenkonstruktion, die mit Windschutznetzen und Zeltplane ummantelt wird. Auch das Dach besteht aus einer Zeltplane. Dazu müssen Wasser und Strom verlegt werden, damit das Reitzelt ganzjährig nutzbar ist. Gleichzeitig wird der in die Jahre gekommene Boden des Platzes von Grund auf saniert. Damit soll in Kürze begonnen werden. „Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und wir jetzt im Herbst mit dem Fundament starten können“, sagt Ingrid Holdgrewe. Im kommenden Frühjahr soll dann schon alles fertig sein.

Als echter Außenplatz bleibt den Reitern der aktuelle 60x20-Meter große Dressurplatz direkt hinter dem neuen Reitzelt erhalten. „Das war uns wichtig, weil man in der schönen Jahreszeit ja auch mal draußen reiten möchte“, erklärt die Vorsitzende des Vereins, der sich ausdrücklich dem Breitensport verschrieben hat und dessen Schwerpunkte in der Dressur und im Voltigieren liegen. Sechs Schulpferde stehen dafür aktuell zur Verfügung.

Mehr als eine Million Euro für 28 Vereine

Das Programm „Moderne Sportstätte 2022“ ist das größte Förderprojekt, das es in Nordrhein-Westfalen je gegeben hat und beläuft sich auf insgesamt 300 000 Millionen Euro. Bereits mehr als 1000 Vereine landesweit haben davon profitiert. Im Kreis Höxter sind inzwischen 28 Vereine mit zusammen 1.060.737 Euro unterstützt worden.

Für die Vereine in den zehn Städten des Kreises stehen im Förderprogramm nach Angaben der Staatskanzlei NRW insgesamt 3.118.620 Euro zur Verfügung.

„Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten“, sagt die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz.

 

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