Leichtathletik: Bad Driburgerin Laura Stuhldreyer und Holzmindener Jan Kaschura gehören zum Orgateam des „7CRuns“
Weltweit für den guten Zweck laufen

Kreis Höxter (WB). Das Ziel ist ambitioniert: Auf sieben Kontinenten sollen möglichst viele Menschen zum Mitlaufen und Spenden animiert werden. „7CRuns“ heißt das Projekt, an dem auch die Bad Driburgerin Laura Stuhldreyer und der Holzmindener Jan Kaschura mitarbeiten.

Dienstag, 02.06.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 07:32 Uhr
„7Cruns“ heißt die neue weltweite Laufserie. Die Bad Driburgerin Laura Stuhldreyer, hier beim Training auf Fuerteventura, gehört zum Orga-Team.

Die Idee kam Hauptorganisator Jan Braun, Initiator des Braun Vision Laufteams, und Sportwissenschaftler Nikolaj Dorka nach dem großen Erfolg des Paderborner Solo-Osterlaufs mit mehr als 10 000 Teilnehmern aus 18 Nationen – übrigens mehrere hundert davon aus dem Kreis Höxter. „Ich bin unglaublich motiviert. Egal, mit wem ich darüber spreche – alle wollen mitmachen“, schwärmt Jan Braun.

Laufen ist seine Leidenschaft: Der Holzmindener Jan Kaschura (hier im Hermannslauf-Ziel) an der Sparrenburg in Bielefeld) gehört zum Orga-Team der 7CRuns und läuft natürlich auch selbst mit.

Laufen ist seine Leidenschaft: Der Holzmindener Jan Kaschura (hier im Hermannslauf-Ziel) an der Sparrenburg in Bielefeld) gehört zum Orga-Team der 7CRuns und läuft natürlich auch selbst mit. Foto: Oliver Schwabe

Es soll eine besondere, eine inspirierende Reise sein, an der jedermann teilnehmen kann – kostenfrei! Die weltumspannende virtuelle Sport-Serie ist begleitet vom Benefizgedanken: Ziel es ist, Gutes für Menschheit und Natur zu tun. Ausgesuchte Spendenprojekte unterstützen Wälder, Weltmeere und humanitäre Hilfsprojekte.

„Unsere 7CRuns Sport-Serie ist die innovative Weiterentwicklung des erfolgreichen Paderborner Oster-Solo-Laufes“, klärt Jan Braun auf. „Jeder Kontinent hat seinen eigenen Lauf und unterschiedliche Spendenprojekte.“

Laura Stuhldreyer und Jan Kaschura, die Jan Braun beide von vielen Laufsportveranstaltungen kennen, fingen ebenfalls schnell Feuer. „Laufen und dabei Gutes tun. Einfacher geht es nicht. Klar, dass ich dabei bin“, sagt Kaschura, der im vergangenen Jahr als schnellster Koch der Welt auf sich aufmerksam gemacht hat.

Triathlon ist nur eine der bevorzugten Sportarten der Bad Driburgerin Laura Stuhldreyer. „Bei uns in der Familie hat Sport immer iene große Rolle gespielt“, sagt die 31-Jährige.

Triathlon ist nur eine der bevorzugten Sportarten der Bad Driburgerin Laura Stuhldreyer. „Bei uns in der Familie hat Sport immer iene große Rolle gespielt“, sagt die 31-Jährige.

„Ich fand die Idee sofort spannend. Wir arbeiten gut im Team zusammen und unterstützen weltweit wichtige Projekte, wie zum Beispiel in Afrika die Rechte der Frauen“, berichtet Laura Stuhldreyer, Kriminaloberkommissarin und seit frühester Jugend begeisterte Sportlerin. Laufen ist neben Klettern und Triathlon nur eines ihrer Standbeine.

Die ersten beiden Termine stehen

Die ersten beiden der sieben angedachten Läufe sind bereits terminiert. Mitmachen kann man übrigens weltweit. Mindestens eine Meile müssen die Teilnehmer laufen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Und auch Mehrfachstarts sind möglich. Los geht es vom 29. Juni bis 5. Juli mit Afrika. Vom 25. Juli bis 2. August, eigentlich die Libori-Zeit in Paderborn, ist Europa an der Reihe.

„Alle sammeln zusammen und füreinander Kilometer, die dem Kontinent zugute kommen“, berichtet Jan Braun. „Stell dir vor, wir schaffen es gemeinsam, Afrika zu umrunden. Oder sogar die ganze Erde.“ Jeder Kilometer – aktionsbezogene Sponsoren sind herzlich willkommen – kommt den kontinentalen Hilfsprojekten zugute. Bis zu drei Tage nach Laufende können die Ergebnisse auf der 7CRuns-Webseite eintragen werden.

Der Spaß an der Bewegung steht klar im Vordergrund. Dennoch soll eine Ergebnisliste veröffentlicht werden, auf der sich jeder wiederfindet. Sogar Altersklassen- und Teamwertungen sind in Planung. Und seit vergangener Woche ist auch der Kassel-Marathon als Kooperationspartner mit dabei. „Wir profitieren gegenseitig von den Teilnehmern und sammeln so mehr Spenden“, blickt Jan Braun voraus.

Zusammenarbeit mit zertifizierten Organisationen

Zusätzlich ermögliche es 7CRuns, über gemeinsame Sportaktivitäten weltweit Freundschaften zu schließen oder zukünftig zu vertiefen. Die Teilnahme sei kostenfrei, „doch es besteht natürlich zusätzlich die Möglichkeit, zu spenden“, betont Braun, der auch dabei ist, Sponsoren für jeden gelaufenen Kilometer zu generieren. „Damit jede Spende auch da ankommt, wofür sie vorgesehen ist, arbeiten wir ausschließlich mit anerkannten und zertifizierten Organisationen zusammen“, betont er.

Die Sportler – Triathleten, Radfahrer und Schwimmer sind genauso angesprochen – können je Veranstaltung und je Kontinent aus mehreren Spendenprojekten auswählen. Eine zusätzliche Motivation zum Mitmachen sind die sieben Kontinent-Medaillen, ein Finisher-Board und hochwertige Laufbekleidung, für die der Paderborner den Sportartikelhersteller Erima gewonnen hat.

Braun: „Jeder Kontinent bekommt sein eigenes Design. Wir hoffen, dadurch unser Projekt finanzieren zu können.“ Zusätzlich zu den freiwilligen Spenden kommt ein großer Anteil der Verkaufserlöse den Projekten zu Gute.

Jan Braun (rechts) und Nikolaj Dorka sind die Köpfe des Orgateams. Zum Training treffen sich der Paderborner und der Kasseler gerne auch mal auf halber Strecke am Desenberg.

Jan Braun (rechts) und Nikolaj Dorka sind die Köpfe des Orgateams. Zum Training treffen sich der Paderborner und der Kasseler gerne auch mal auf halber Strecke am Desenberg.

Das Orga-Team hat bereits Laufbotschafter für das ehrgeizige Projekt gewonnen. Mit dabei ist unter anderem Nikki Johnstone, Mitglied des schottischen Marathon- und 100-Kilometer-Kaders: „Es ist mir eine große Ehre, Botschafter des 7CRuns zu sein. Ich bin der festen Meinung, dass wir mit diesem Projekt die Welt und die Menschheit positiv verändern und beeinflussen können.“

Tägliche Arbeit im Projekt

Das arbeitsreiche Projekt fordert das Orgateam täglich heraus . „Wir können uns natürlich nicht als Team treffen, stehen aber trotzdem ständig in Kontakt. Es macht einfach Spaß, an so einem Projekt mitzuarbeiten und ein ist schöner Ausgleich zum Beruf“, sagt Laura Stuhldreyer, die nach zehn Jahren im Ruhrgebiet nach Ostwestfalen zurückgekehrt ist. Vater Reiner Stuhldreyer ist übrigens Vorsitzender des Kreissportbundes Höxter. „Bei uns hat Sport immer schon eine große Rolle gespielt“, betont die 31-Jährige.

Jan Braun ist als Kopf des Teams aktuell an sieben Tagen in der Woche, zwölf Stunden am Tag mit dem 7CRuns beschäftigt. „Ich laufe selbst täglich mindestens zehn Kilometer. Dabei bekomme die besten Ideen. Das ist der kreative Reset für mich.“

Netzwerk wächst täglich

Das internationale Netzwerk wächst übrigens täglich. Die neugegründete 7CRuns-Botschafter-Community vereinte binnen 24 Stunden bereits 371 Mitglieder. Deren vorrangige Aufgabe ist es fortan, den neuen Lauf bekannt zu machen und in die Welt zu tragen. „Jeder neue Botschafter sorgt dafür, dass unser Projekt bekannter wird und somit auch dafür, dass mehr Spenden zusammenkommen“, sagt Jan Braun.

Mehr Infos dazu gibt es im Internet . Außerdem gibt es unter dem Namen „7continentruns“ eine Facebook-Seite.

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