Tischtennis Deutsche Meisterschaften: Driburgerin holt Silber und Bronze. Tsutsui ebenfalls auf dem Treppchen Bollmeier sammelt Medaillen

Bad Driburg/Chemnitz (WB). Silber im Mixed und zweimal Bronze im Doppel. Das ist die Ausbeute der Bad Driburger Tischtennis-Bundesligaspielerinnen bei den Deutschen Meisterschaften. Nadine Bollmeier holte mit Platz zwei im Mixed und drei im Doppel zweimal Edelmetall. Yuki Tsutsui freute sich über ihre erste Doppel-Medaille bei den Frauen.

Von Sylvia Rasche
Aufschlag zum Vizetitel: Nadine Bollmeier hat mit Erik Bottroff DM-Silber in Chemnitz gewonnen.
Aufschlag zum Vizetitel: Nadine Bollmeier hat mit Erik Bottroff DM-Silber in Chemnitz gewonnen. Foto: Marco Steinbrenner

„Drei Medaillen sind sehr gut“, lobte TuS-Manager Franz-Josef Lingens seine Spielerinnen, denen er live vor Ort in der Richard-Hartmann-Halle in Chemnitz die Daumen gedrückt hat. „Vor allem Yuki hat sehr stark gespielt und fast im Mixed auch noch eine Medaille gewonnen“, berichtete Lingens.

Starke Leistung: Yuki Tsutsui hat Bronze im Doppel gewonnen und im Einzel und Mixed das Viertelfinale erreicht. Foto: Marco Steinbrenner

Yuki Tsutsui holt erste DM-Medaille bei den Frauen

Yuki Tsutsui und ihre Doppelpartnerin Franziska Schreiner lagen sich in den Armen, als sie im Viertelfinale einen 6:10-Rückstand bei 1:2-Sätzen gegen die Ex-Driburgerin Katharina Michajlova und Alena Lemmer noch zum Sieg und zum Einzug ins Halbfinale umgebogen hatten. „Wir haben uns im Spielverlauf gesteigert“, berichtete die 18-Jährige und sollte auch im Halbfinale gegen die späteren Titelträgerinnen Nina Mittelham und Sabine Winter in vier Sätzen ein ganz enges Match bestreiten. „Da war sogar mehr drin. Aber wir sind sehr zufrieden“, stellte Tsutsui heraus. Im Einzel wiederholte sie mit einer starken Leistung ihren Viertelfinal-Einzug des Vorjahres. Sie besiegte unter anderem ihre Doppelpartnerin Schreiner und verlor im Viertelfinale gegen Nina Mittelham in fünf Sätzen.

Bollmeier muss am ersten Tag achtmal an den Tisch

Nadine Bollmeier brachte gleich zwei Medaillen mit nach Hause – und absolvierte in Chemnitz einen echten Marathon. Zum zweiten Mal nach 2006 wurde sie Deutsche Vizemeisterin im Mixed. Diesmal an der Seite von Erik Bottroff. 2:0 führte das Duo im Finale bereits gegen die Hessen Janina Kämmerer/Nils Hohmeier – um doch noch in fünf Sätzen zu verlieren. „Wir haben am Ende unsere Leistung nicht mehr abrufen können“, analysierte Bollmeier, die am Samstag acht (!) Matches bestreiten musste. „Ich war am Sonntag wirklich müde. Kraft und Konzentration haben nachgelassen“, berichtete die Bad Driburgerin.

Im Doppel stockte sie ihre DM-Bronzemedaillen-Sammlung auf 15 (!) auf. Zusammen mit Kristin Lang (DJK Kolbermoor) holte Nadine Bollmeier zwei Siege, bevor im Viertelfinale gegen die eingespielte Busenbacher Bundesliga-Paarung Jessica Göbel/Tanja Krämer Endstation war. „Wir haben gut angefangen und 2:1 nach Sätzen geführt, es dann aber nicht nach Hause gebracht“, so Bollmeier, die sich nach ihrer langen Verletzungspause zu Saisonbeginn mit den beiden Medaillen eindruckvoll zurück gemeldet hat.

Sophia Klee zurück zu alter Stärke

Im Einzel erreichte sie zudem das Viertelfinale, verlor hier in vier Sätzen gegen Sabine Winter (TSV Schwabhausen). Die Nationalspielerin hatte eine Runde zuvor schon die Bad Driburgerin Sophia Klee aus dem Turnier geworfen. „Allerdings hat Sophia in der Partie drei Sätze sehr gut mitgehalten und einen davon auch gewonnen“, lobte TuS-Manager Franz-Josef Lingens die wieder ansteigende Form der 16-Jährigen. „Ich hätte taktisch mutiger spielen können. Sabine wurde im Spielverlauf aber auch immer stärker“, fasste Klee die Partie zusammen. Auch im Doppel und Mixed war nach eigener Einschätzung etwas mehr drin. „Im Doppel haben wir gegen Nadine Bollmeier und Kristin Lang 1:0 und 10:8 geführt“, berichtete Klee.

Driburger Youngster auf dem Weg nach Kroatien

Der nächste Termin lässt nicht lange auf sich warten: Zusammen mit Yuki Tsutsui und Franziska Schreiner schlägt Sophia Klee in dieser Woche für Deutschland bei den U21-Europameisterschaften in Kroaten auf.

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