Fußball: Bezirksligist SV Dringenberg hält gegen den Regionalligisten Lotte trotz 1:5 stark mit
Burgherren bieten Profis Paroli

Dringenberg (WB). Wohl selten in seiner Vereinsgeschichte ist der SV Dringenberg nach einer 1:5-Niederlage mit Komplimenten überschüttet worden. Die hat es nach dem Aus im Westfalenpokal gegen den Regionalligisten SF Lotte am Mittwochabend reichlich gegeben – und das zu Recht. Stark hat sich der Bezirksligist gegen den vier Klassen höher angesiedelten Proficlub präsentiert.

Donnerstag, 08.08.2019, 13:51 Uhr aktualisiert: 09.08.2019, 10:22 Uhr
Jaroslaw Lindner (links) hat Lotte in Dringenberg in Führung geschossen. Dennoch haben die Hausherren (hier Alexander Rempe) dem Favoriten vor großer Kulisse das Leben richtig schwer gemacht. Foto: Sylvia Rasche

»Wir können stolz auf uns sein. Das war ein toller Fußballabend«, meinte SVD-Chef Christian Rohe nach dem denkwürdigen Pokalmatch, in dem sein Club sogar mit einem Unentschieden in die Pause ging und erst in den letzten 15 Minuten mit einem Dreier-Pack der Gäste doch noch deutlich verlor.

700 Fans

Fußball: Dringenberg im Westfalenpokal gegen SF Lotte

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Unbequem wollten sie sein, hatte Trainer Sven Schmidt vor der Partie als Ziel herausgegeben. Und genau das waren sie auch. Favorit Lotte nahm von Beginn an das Heft in die Hand, lief sich aber immer wieder in der Dringenberger Abwehr fest. Kamen die Lotter Stürmer doch durch, war Torhüter Tim Heisener Endstadion. Gleich mehrfach erhielt der Last-Minute-Rückkehrer, der schon zu Landesligazeiten im Dringenberger Tor stand, einen Sonderapplaus der Zuschauer. 700 Fans hatten sich im Burgstadion eingefunden und sorgen für eine tolle Kulisse.

»Unsere Gastgeber haben das wirklich gut gemacht. Sie hatten eine gute Struktur und einen sehr starken Torhüter, der auch gut mitgespielt hat. Allerdings hätten wir viel zwingender mit unseren Torchancen umgehen müssen«, fasste Lottes Trainer Ismail Atalan nach der Partie zusammen.

Nach zwölf Minuten hielt die Abwehr des SVD nicht. Jaroslaw Lindner netzte zur Führung ein. Sonderlich ausgelassen fiel der Jubel der Lotter da nicht aus. Doch sollten sie diesen Treffer als Auftakt eines Torfestivals im Burgstadion gesehen haben, hätten sie sich getäuscht. Dringenberg ließ sich weiterhin nicht beirren, hielt hinten dicht.

1:1-Ausgleich

Nach einer guten halben Stunde erarbeiteten sich die Burgherren sogar ihre erste Ecke der Partie. In der 37. Minute wurde es noch besser: Daniel Neumann passte besser auf als sein Lotter Gegenspieler, setzte nach und erzielte den viel umjubelten 1:1-Ausgleich. »Dass wir mit einem Unentschieden in die Pause gehen würden, hat wohl niemand gedacht. Das ist sensationell«, freute sich Trainer Sven Schmidt. »Diese Halbzeit kann uns niemand mehr nehmen«, frohlockte Vorsitzender Christian Rohe.

So richtig nervös wurde aber auch der Favorit, der in der Vorsaison noch in der 3. Liga aktiv war, ob des Pausenstandes nicht. »Mir war klar, dass Dringenberg irgendwann müde werden würde«, sagte Lottes Trainer Atalan nach der Partie. Müde wurden die Burgherren, aber erst spät. Zunächst boten sie dem DFB-Pokal-Viertelfinalisten von 2016 noch ordentlich Paroli, auch nachdem Timo Brauer in der 55. Minute das 2:1 für die Gäste erzielt hatte. Richtig entschieden wurde die Partie erst in der Schlussphase durch den Hattrick (77./80./88.) des ehemaligen Zweitligaspielers Kevin Freiberger, der erst vor der Saison zu seinem Ex-Verein zurückgekehrt war.

»Ein Kompliment an mein Team. Hut ab. Bis zur 70. Minuten war es eine überragende Leistung von uns. Dann fehlten die Körner«, fasste Dringenbergs Trainer Sven Schmidt zusammen. Die gilt es nun wieder zu sammeln. Nach dem Pokal-Hit beginnt am Sonntag mit einem Gastspiel beim Mitfavoriten Heide Paderborn der Bezirksliga-Alltag.

 

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