Tischtennis: Sarah DeNutte holt in Kolbermoor den Ehrenpunkt
Keine Chance beim Meister

Bad Driburg (WB). Der TuS Bad Driburg hat es nicht geschafft. Im Rückspiel des Play-off-Habfinals beim Meister in Kolbermoor gab es eine deutliche 1:6-Niederlage für die Badestädterinnen – und damit nach dem verlorenen Hinspiel kein Happy-End.

Freitag, 03.05.2019, 21:55 Uhr
Sarah DeNutte hat mit ihrem Sieg gegen Kristin Lang für den Ehrenpunkt gesorgt. Foto: Sylvia Rasche

»Es gab ein paar schöne Spiele für die Zuschauer. Insgesamt waren wir aber chancenlos«, fasst Teamchefin Nadine Bollmeier zusammen. Spitzenspielerin Britt Eerland hatte sich einen Magen-Darm-Virus zugezogen und musste im Rückspiel passen. Für sie sprang Alexandra Eirich aus der Bezirksklassen-Mannschaft ein.

So klaffte die Lücke zwischen dem TuS Bad Driburg und der in der Play-off-Runde verstärkt antretenden DJK Kolbermoor noch weiter auseinander. Die Spielerinnen der Bayern haben zusammen neun Europameistertitel gewonnen und sich insgesamt achtmal für die Olympischen Spiele qualifiziert. Zum Vergleich: Von den Driburgern war nur Eerland einmal bei Olympia und hat mit ihrem niederländischen Nationalteam einen EM-Titel bei den Damen gewonnen.

Gleich zum Auftakt gingen vor 200 Zuschauern in Kolbermoor beide Doppel an die Gastgeber. Nadine Bollmeier musste ins Spitzenpaarkreuz aufrücken und unterlag der Österreicherin Liu Jia in drei Sätzen. »Sie spielt einfach viel zu clever«, analysierte die dreifache Deutsche Doppelmeisterin. Im zweiten Spitzeneinzel bestätigte Sarah DeNutte ihre gute Form und holte sich im vierten Aufeinandertreffen in dieser Saison gegen Kristin Lang ihren ersten Sieg und damit auch den Ehrenpunkt für den TuS Bad Driburg. »Sarah hat sehr gut gespielt«, lobt Nadine Bollmeier.

Dann »durfte« Alexandra Eirich gegen Sabine Winter an den Tisch und damit gegen die aktuelle deutsche Nationalspielerin, die noch vor einer guten Woche bei der Weltmeisterschaft in Budapest das Nationaltrikot getragen hatte. Eirich ist bei den TuS-Heimspielen in dieser Saison für den Liveticker zuständig und kurzfristig eingesprungen, weil beide für den Notfall vorgesehene Stand-by-Spielerinnen verhindert waren. Ein paar Punkte sprangen am Ende in den drei Sätzen heraus.

Am Nebentisch kämpfte Sophia Klee gegen die Ex-Driburgerin Svetlana Ganina und steigerte sich in jedem Satz. »Sie hat das gut gemacht und hätte einen Satzgewinn verdient gehabt«, meint Nadine Bollmeier.

Ganina machte mit diesem Sieg den Finaleinzug ihres Teams perfekt. Nach dem Hinspielerfolg reichte Kolbermoor im Rückspiel ein Remis, um zum zweiten Mal in Folge ins Endspiel einzuziehen. Das war damit sicher. Liu Jia machte in vier Sätzen gegen DeNutte den Deckel zum 6:1 drauf.

»Wir wussten, dass wir gegen ein Kolbermoor in dieser Aufstellung wenig ausrichten können. Trotzdem haben wir eine tolle Saison gespielt«, fasst Nadine Bollmeier zusammen und erinnert an die Vizeherbstmeisterschaft und die Chance auf Platz zwei bis zum vorletzten Saisonspieltag. Am Ende wurde es Platz drei in der Bundesliga-Punkterunde und mit zwei souveränen Viertelfinal-Play-off-Siegen das Halbfinale.

Im Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft stehen sich nun Berlin und Kolbermoor gegenüber. »Ich denke, dass Berlin Meister wird«, blickt Bollmeier voraus.

Die TuS-Statistik

DJK Kolbermoor - TuS Bad Driburg 6:1 Liu Jia/Katharina Michajlova - Sarah DeNutte/Alexandra Eirich 3:0, Kristin Lang/Sabine Winter - Nadine Bollmeier/Sophia Klee 3:1, Liu - Bollmeier 3:0, Lang - DeNutte 2:3, Winter -Eirich 3:0, Ganina - Klee 3:0, Liu - DeNutte 3:1.

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