Tischtennis: Bundesligist TuS Bad Driburg reist Freitag nach Kolbermoor
Jetzt hilft nur ein Wunder

Bad Driburg (WB). Drei Stunden haben sie sich gegen einen übermächtigen Gegner gewehrt und dabei phasenweise Glanzpunkte gesetzt. Am Ende stand aber die ernüchternde 2:6-Niederlage des Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg im Halbfinal-Hinspiel der Play-off-Runde gegen den amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger DJK Kolbermoor. An diesem Freitag im Rückspiel in Bayern kann nur ein (Tischtennis-)Wunder helfen, um noch ins Finale einzuziehen.

Freitag, 03.05.2019, 06:00 Uhr
Nadine Bollmeier hat mit ihrem hart erkämpften Fünf-Satz-Sieg gegen Svetlana Ganina für einen der Höhepunkte im Hinspiel gesorgt. Foto: Sylvia Rasche

»Kolbermoor ist einfach stärker als wir. Gegen so eine Mannschaft können wir nur kämpfen – und das haben wir getan«, fasste Teamchefin Nadine Bollmeier am Dienstagabend nach dem Match zusammen. Knapp 200 Zuschauer in der Grundschulturnhalle sahen dabei eine Gastmannschaft, die mit ihrer neuen Nummer eins, Liu Jia aus Österreich, schnell die Richtung vorgab und vor der Pause 4:0 in Führung ging. »Da war es für uns natürlich noch schwerer«, meinte Bollmeier. Dabei hatte sie großen Anteil daran, dass das Halbfinale nicht mit 0:6 verloren wurde. Als ihr Team in der Folge sogar 0:5 hinten lag, holte sie gegen eine kämpferisch aufgelegte Svetlana Ganina in fünf engen Sätzen den ersten Sieg für Driburg. Dieser Punkt war nicht nur Ergebniskosmetik, sondern sorgte auch dafür, dass das Spitzeneinzel am Nebentisch zwischen der Driburgerin Britt Eerland und Ex-Europameisterin Liu Jia nicht abgebrochen werden musste. Dieses Einzel war neben Bollmeiers Sieg der Höhepunkt der Partie. Eerland stellte sich blendend auf die Österreicherin ein, geriet nach gewonnenem ersten Satz zwar mit 1:2 ins Hintertreffen, behielt aber einen kühlen Kopf und siegte schließlich in fünf Durchgängen.

Jubelnd riss sie die Arme in die Höhe und genoss ihren verdienten Applaus. Am Tag danach war ihr allerdings mehr als elend zumute. Ein Magen-Darm-Virus machte der Niederländerin am Maifeiertag so schwer zu schaffen, dass sie heute vermutlich nicht mal mit nach Bayern reisen kann. »Würde Britt wirklich ausfallen, wären wir völlig chancenlos«, macht Franz-Josef Lingens deutlich. Dabei wird auch der Manager, wie schon am Dienstag, auch im Rückspiel nicht mit von der Partie sein. Er musste sich kurzfristig einer Augen-Operation unterziehen und verfolgt das Geschehen aus der Ferne.

Anders als geplant, wird das Team nun auch erst an diesem Freitag die weite Reise nach Kolbermoor antreten. »Sophia Klee muss am Vormittag noch eine Deutscharbeit in der Schule schreiben. Ob Britt mitfahren kann oder wir uns um Ersatz kümmern müssen, lassen wir auch bis zuletzt offen«, würde sich Lingens für das voraussichtlich letzte Saisonspiel bessere Vorzeichen wünschen.

Für Kolbermoor scheint der erneute Weg ins Finale dagegen vorgezeichnet. »Uns reicht jetzt ein Unentschieden. Doch wir werden das Rückspiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. So klar wie sich das 6:2 anhört, war es nämlich nicht«, betont Kolbermoors Tischtennis-Boss Michael Fuchs.

Zuschauer-Info: Das Rückspiel beginnt an diesem Freitag um 18.30 Uhr und wird im Liveticker auf www.tischtennis.de übertragen

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