Tischtennis-Bundesliga: Driburg unterliegt Anröchte 2:6
Stark, aber glücklos

Bad Driburg (WB). Manche Ergebnisse lassen einen Spielverlauf in falschem Licht erscheinen. Die 2:6-Niederlage des Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg gegen den TTK Anröchte gehört dazu.

Montag, 01.10.2018, 05:00 Uhr
Sarah DeNutte (rechts) und Britt Eerland haben im Doppel gemeinsam gegen Anröchte gepunktet. Im Einzel blieben beide glücklos. DeNutte verlor sogar beide Einzel mit zwei Punkten Differenz im fünften Satz, Eerland eins. Foto: Sylvia Rasche

Dreieinhalb Stunden boten beide Teams hochklassiges und vor allem spannendes Tischtennis, bevor die Gäste aus dem Kreis Soest beide Punkte mitnahmen und die enttäuschten Driburger ernüchtert zurückließen.

»Wir haben das Spiel vor der Pause verloren«, analysierte TuS-Manager Franz-Josef Lingens. Allein diese vier Partien dauerten knapp zwei Stunden und boten prächtige Unterhaltung. Nur die Ergebnisse stimmten aus Sicht der Gastgeber nicht: Driburg lag 1:3 hinten, verlor die drei Partien jeweils mit zwei Punkten Differenz im fünften Satz. »Wir hätten zu diesem Zeitpunkt führen können, zumindest ein Unentschieden wäre verdient gewesen«, meinte Franz-Josef Lingens.

Sein Spitzendoppel Britt Eerland/Sarah DeNutte musste gegen das Anröchter Abwehrduo Jing Tian-Zörner/Wang Aimei an den Tisch und setzte sich nach verlorenem ersten Satz mit 3:1 durch. Am Nebentisch hatten Nadine Bollmeier und Sophia Klee zwei Sätze große Probleme gegen Shi Qi/Marta Golota, kämpften sich aber in die Partie und erzwangen den Entscheidungssatz. Hier lagen die Driburgerinnen schnell zurück, arbeiteten sich wieder heran – um 9:11 zu unterliegen.

In den beiden Spitzeneinzeln stellte Anröchte die Weichen, indem sie sich beide Partien im jeweils fünften Durchgang sicherten. Britt Eerland rackerte gegen Abwehrspielerin Wang Aimei unermüdlich, doch die gebürtige Chinesin brachte wie eine Gummiwand alles zurück auf den Tisch. Sarah DeNutte spielte gegen ihre ehemalige Teamgefährtin Shi Qi zwei Sätze wie von einem anderen Stern, musste dann den Ausgleich zulassen und fing sich im fünften Satz wieder. Bei 10:8 hatte sie sogar zwei Matchbälle, unterlag aber 10:12.

»Das ist wirklich ärgerlich. Sie war so nah dran. Es sollte nicht sein«, haderte Lingens.

Im unteren Paarkreuz fand die deutsche Jugendmeisterin Sophia Klee (15) gegen die Ü50-Weltmeisterin von 2016, Jing Tian-Zörner, kein Rezept und unterlag glatt in drei Sätzen. Spielertrainerin Nadine Bollmeier hielt zeitgleich die Polin Marta Golota nach einem schlechten Start in Schach und Driburg damit im Spiel.

Doch es sollte nicht mehr als ein Aufbäumen bleiben. In der zweiten Einzelrunde fand Britt Eerland gegen Shi Qi nie zu ihrer Form – und im Parallelspiel schlug wieder mal das Glück auf der anderen Seite zu. Sarah DeNutte und Wang Aimei lieferten sich ein hochklassiges Duell auf Augenhöhe. Erneut mit zwei Punkten Differenz im fünften Satz durfte Anröchte jubeln – wie sollte es an diesem Nachmittag auch anders sein.

»Da fehlen mir fast die Worte. Wir haben ein so tolles Spiel geliefert und gehen mit 2:6 aus der Halle«, ärgerte sich Lingens über die verpasste Chance, nach dem 5:5 in Berlin mit einem zweiten Remis oder einem Sieg das Konto aufzustocken. In zwei Wochen gastiert Driburg in Böblingen.

Die TuS-Statistik

TuS Bad Driburg - TTK Anröchte 2:6 Eerland/DeNutte - Zörner/Wang 3:1, Bollmeier/Klee - Shi/Golota 2:3, Eerland - Wang 2:3, DeNutte - Shi 2:3, Bollmeier - Golota 3:1, Klee - Zörner 0:3, Eerland - Shi 0:3, DeNutte - Wang 2:3.

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