Tischtennis: Pokal-Quali geglückt Driburg zieht ins Final Four ein

Bad Driburg (WB). Das erste Saisonziel hat Tischtennis-Bundesligist TuS Bad Driburg erreicht und feiert damit gleich eine Premiere. Erstmals sind die Badestädter im Final Four um den Deutschen Pokal vertreten.

Von Sylvia Rasche
Sarah DeNutte hat ihre beiden Einzel im Pokal am Sonntag in Seligenstadt souverän gewonnen.
Sarah DeNutte hat ihre beiden Einzel im Pokal am Sonntag in Seligenstadt souverän gewonnen. Foto: Sylvia Rasche

Das neue Team hat seine Vorrundengruppe am Sonntag in Seligenstadt souverän mit zwei 3:0-Siegen gewonnen. Dabei kam den Driburgern auch das Losglück zugute. Sie mussten als einziger Bundesligist in der Vorrunde nicht gegen einen anderen Erstligisten an den Tisch, sondern trafen auf zwei Zweitliga-Vertreter. »Für den ersten Auftritt nach so langer Wettkampfpause haben wir gut gespielt. Wir freuen uns, dass wir im Final Four dabei sind«, fasste Nationalspielerin Nina Mittelham die beiden Siege zusammen.

Im Auftaktmatch setzte sich der Favorit deutlich 3:0 gegen die Leutzscher Füchse Leipzig, die aus der Bundesliga abgestiegen sind, durch. Sarah DeNutte gewann in drei Sätzen ebenso klar gegen Huong Tho Do Thi wie Nina Mittelham gegen Neuzugang Soraya Domdey und Sophia Klee gegen Maja Meyer.

»Bei allen drei Spielerinnen war im ersten Satz zwar noch etwas Sand im Getriebe. Danach lief es aber rund. Vor allem für Sophia ist es wichtig, dass sie ihr erstes Spiel für uns gewonnen hat«, meinte TuS-Manager Franz-Josef Lingens. Da sei es auch irrelevant, dass sich die 14-Jährige lediglich gegen Leipzigs Ersatz aus der Regionalliga durchgesetzt habe.

Im zweiten Match wartete der MTV Tostedt auf die Driburger. Beide Vereine haben eine lange gemeinsame Vergangenheit in der 1. Liga, zuletzt musste sich Driburg vor drei Jahre im Pokal geschlagen geben.

Auch diesmal warnte Lingens vor der Norddeutschen. »Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Leipzig. Wir müssen auf der Hut sein.« In der Aufstellung gingen die Driburger daher auch kein Risiko ein und boten an Position drei die routinierte Nadine Bollmeier auf. Es wurde dann zwar auch etwas schwerer als das Auftaktmatch. In der Endabrechnung setzten sich aber alle Spielerinnen in jeweils vier Sätzen durch und führten Driburg damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Endrunde um die Deutsche Pokalmeisterschaft. »Endlich haben wir es mal geschafft, bei diesem Event dabei zu sein. Alle vier Spielerinnen haben ihren Teil dazu beigetragen«, freute sich Franz-Josef Lingens.

Am 14. Januar wird der Deutsche Pokalsieger ermittelt. Der Austragungsort steht noch nicht fest. Neben Driburg sind Titelverteidiger TTC Berlin, Vizepokalsieger TTG Bingen und völlig überraschend Zweitligist Langstadt, der sich gegen die Bundesligisten Kolbermoor und Böblingen durchgesetzt hat, dabei.

Die TuS-Statistik

TuS Bad Driburg - Leutzscher Füchse 3:0 Sarah DeNutte - Huong Tho Do Thi 11:7/11:4/11:2, Nina Mittelham - Soraya Domdey 11:8/11:6/11:4, Sophia Klee - Maja Meyer 11:9/11:7/11:4.

TuS Bad Driburg - MTV Tostedt 3:0 Nina Mittelham - Laura Matzke 11:9/11:13/11:7/11:8, Sarah DeNutte - Vivien Scholz 8:11/11:7:11:8/12:10, Nadine Bollmeier-LottaRose 11:6/7:11/11:7/11:8.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.