Tischtennis: TuS Bad Driburg geht als Favorit in die Pokal-Qualifikation in Seligenstadt Das »Final-Four« fest im Blick

Bad Driburg (WB). Dreimal ist Tischtennis-Bundesligist TuS Bad Driburg hauchdünn an der Qualifikation zum Final-Four der Deutschen Pokalmeisterschaften vorbei geschrammt. Im vierten Anlauf soll es an diesem Wochenende endlich klappen.

Von Sylvia Rasche
Aufschlag zur neuen Saison: Sarah DeNutte führt den TuS Bad Driburg als Spitzenspielerin an und möchte gleich mit einem ersten Erfolgserlebnis starten. Der TuS Bad Driburg strebt den Einzug ins Final-Four der Deutschen Pokalmeisterschaften an.
Aufschlag zur neuen Saison: Sarah DeNutte führt den TuS Bad Driburg als Spitzenspielerin an und möchte gleich mit einem ersten Erfolgserlebnis starten. Der TuS Bad Driburg strebt den Einzug ins Final-Four der Deutschen Pokalmeisterschaften an. Foto: Sylvia Rasche

In Seligenstadt spielen alle sieben Erstligisten und fünf Zweitliga-Clubs um den Einzug in die Endrunde Mitte Januar in Kolbermoor. Dabei hatte der TuS Bad Driburg bei der Auslosung eine große Portion Glück, so dass der Weg ins Final-Four bereits geebnet scheint. In der TuS-Gruppe befinden sich zwei Zweitligisten, während in allen anderen Gruppen jeweils zwei Bundesligisten um die Quali kämpfen.

Nur der Gruppensieger kommt weiter. »Wir sind der Favorit und müssen diese Rolle annehmen. Tiefstapeln wäre hier fehl am Platz«, nennt Driburgs Manager Franz-Josef Lingens das Ziel deutlich. Für ihn zählt nur Platz eins.

Allerdings sind auch bei beiden Zweitligisten in seiner Gruppe nicht aus Pappe. Gegen den MTV Tostedt hat Driburg vor drei Jahren sogar schon mal die Pokal-Quali verspielt. Dazu kommt Bundesliga-Absteiger Leipzig.

»Da ist Vorsicht geboten«

»Gegen Tostedt haben wir 2014 2:3 verloren. Da ist Vorsicht geboten«, warnt Franz-Josef Lingens. Tostedts Sieggarant damals war die deutsche Ex-Nationalspielerin Laura Matzke, die immer noch für die Norddeutschen aufschlägt. Matzke ist dafür bekannt, dass sie sich in einen Rausch spielen und dann so ziemlich jeder Gegnerin gefährlich werden kann. »Das wissen wir und sind gewappnet«, betont Lingens.

Leipzig, in der Vorsaison noch zusammen mit Driburg in der Bundesliga, musste den Abgang von Spitzenspielerin Kathrin Mühlbach zum Deutschen Meister TTC Berlin verkraften. »Die Russin Marina Shavyrina ist den Füchsen aber erhalten geblieben«, kennt Franz-Josef Lingens Stärken der gegnerischen Teams.

Der TuS Bad Driburg wird in Seligenstadt mit seinen vier Stammspielerinnen antreten und dann vor Ort entscheiden, wer in welcher Partie zum Einsatz kommt.

Erfahrung aus fast 20 Bundesliga-Jahren

Im Pokal wird bekanntlich mit Dreierteams ohne Doppel gespielt, also genau so wie in der Champions League. Auf den beiden Spitzenpositionen sollen sich Sarah DeNutte, Nina Mittelham und Nadine Bollmeier abwechseln. Außerdem hat Franz-Josef Lingens seinem jungen Neuzugang Sophia Klee (14) einen Pokal-Einsatz an Position drei fest versprochen.

Die Europameisterin im Schülerinnen-Doppel kommt aus der Regionalliga zum TuS und soll in ihrer ersten Bundesliga-Saison vor allem Erfahrungen sammeln und sich weiter entwickeln. »Sophia steht bei uns nicht unter Druck. Sie soll befreit aufspielen«, sagt Lingens und hat dem Talent in der Bundesliga trotz des großen Kaders in der neuen Saison eine Stammplatzgarantie gegeben.

Rückkehrerin Nadine Bollmeier (36) soll dem jungen Team vor allem mit ihrer großen Erfahrung aus fast 20 Bundesliga-Jahren weiterhelfen. Sie ist bekanntlich mit dem TuS Bad Driburg 1998 in die 1. Liga aufgestiegen und kehrt nach 15 Jahren zu dieser Saison zurück.

Wiedersehen mit Ex-Driburgerinnen

Feste Größen aus der Vorsaison bleiben die Luxemburgerin Sarah DeNutte und Nina Mittelham. Das Duo ist (wie berichtet) für die jeweiligen Nationalteams im September bei den Europameisterschaften dabei. »Beide haben sich sehr gut vorbereitet und sind fit«, weiß Franz-Josef Lingens.

Ein Wiedersehen gibt es in der Pokal-Quali übrigens mit einigen Ex-Driburgerinnen: Svetlana Ganina 2001 - 2005) und Kristin Lang (2002/2003) spielen für Kolbermoor, Shi Qi (2008-2010 und 2015-2017) und Elena Timina (2007/2008) für Aufsteiger Anröchte sowie Jessica Göbel (1996-1999 und 2005 - 2007) für den TV Busenbach. Katharina Michajlova, die ab der neuen Saison für Kolbermoor spielt, ist nicht mit dabei. Sie ist bei der Universiade in Taipe für Deutschland im Einsatz.

Driburgs Manager Franz-Josef Lingens freut sich, dass »es jetzt endlich los geht« und möchte den Einstand in die neue Saison am liebsten mit einer Premiere feiern. Erstmals sollen sich seine Damen für das Final-Four im Pokal qualifizieren. Die Chancen dafür waren noch nie so gut wie an diesem Sonntag.

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