Tischtennis: Lingens begrüßt Beschluss Play-offs in der Bundesliga

Bad Driburg (WB). Jetzt ist es amtlich: Die kommende Saison in der Tischtennis-Damen-Bundesliga wird um eine Play-off-Runde ergänzt. Das hat der Bundestag des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) am Rande der Weltmeisterschaft in Düsseldorf entschieden.

Von Sylvia Rasche
Solch emotionale Partien erwartet Driburgs Manager Franz-Josef Lingens (rechts, hier mit Sarah DeNutte) auch in der Play-off-Runde der Bundesliga.
Solch emotionale Partien erwartet Driburgs Manager Franz-Josef Lingens (rechts, hier mit Sarah DeNutte) auch in der Play-off-Runde der Bundesliga. Foto: Sylvia Rasche

Damit haben die DTTB-Verantwortlichen dem Beschluss einer vorausgegangenen Sitzung der Bundesliga-Manager ( wir berichteten am 12. April ) Rechnung getragen. Die ersten sechs Mannschaften der normalen Bundesliga-Runde qualifizieren sich für die Play-offs, wobei der Tabellenerste und Tabellenzweite direkt im Halbfinale stehen, während die Plätze drei bis sechs noch ein Viertelfinale jeweils nach dem System »best of three« austragen.

"

Das erhöht die Spannung in der Saison

Franz-Josef Lingens, Manager des TuS Bad Driburg

"

»Das ist eine gute Lösung. Ich freue mich, dass der Bundestag unserem Vorschlag gefolgt ist. Das erhöht die Spannung in der Saison«, sagt Franz-Josef Lingens, Manager des TuS Bad Driburg. In einem Detail weicht der Beschluss des DTTB-Bundestages allerdings vom Vorschlag der Bundesliga-Vertreter ab.

Diese hatten sich dafür ausgesprochen, dass in den Play-offs nur Spielerinnen mitwirken dürfen, die zuvor bei fünf Saisonspielen anwesend waren. »Das war offenbar nicht regelkonform«, berichtet Lingens. Größter Nutznießer dieser Regelung dürfte Vizemeister Kolbermoor sein, der Ex-Europameisterin Liu Jia für die kommende Saison verpflichtet hat, aber gleichzeitig bekannt gab, dass die Österreicherin nur vier Partien bestreiten werde.

"

Ich hoffe, dass unsere Punkte reichen, um wieder zu den zwölf besten Teams Europas zu gehören

Franz-Josef Lingens

"

Doch auch für den TuS Bad Driburg mit seinem großen Kader könnte sich in der entscheidenden Saisonphase ein Vorteil daraus ergeben. Sollte das Team während der Saison wie geplant überwiegend mit den vier Stammspielerinnen antreten, dürften im Verletzungsfall nun auch die drei Stand-by-Spielerinnen in den Play-offs an den Tisch.

Neben der Bundesliga möchte der TuS Bad Driburg übrigens auch wieder international an den Start gehen. »Am liebsten in der Champions League. Ich hoffe, dass unsere Punkte reichen, um wieder zu den zwölf besten Teams Europas zu gehören«, sagt Franz-Josef Lingens.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.