Aufstiegs-Aus: FC Exter ist sauer auf Manuel Kelada – was hat Wagner wirklich gesagt? Schiri spricht über Rot-Rätsel

Hiddenhausen (WB). Dieses Spiel sorgt für jede Menge Zündstoff: In der Aufstiegsrelegation zur Kreisliga A zwischen dem FC Exter und dem TuS-Hücker-Aschen (0:2) zeigt Schiedsrichter Manuel Kelada am Donnerstag vier Exteranern die Rote Karte und bricht die Partie vorzeitig ab (84.). Nun bringt der junge Schiri etwas Licht ins Dunkel und verteidigt seine Entscheidungen.

Von Alexander Grohmann und Florian Weyand
In der Kritik: Der junge Schiedsrichter Manuel Kelada (links) und sein Assistent Andre Kraus müssen mit Hilfe der Ordner vom Platz begleitet werden. Der Unparteiische schmiss vier Exteraner Spieler und FCE-Trainer Michael Tönsmann vom Platz.
In der Kritik: Der junge Schiedsrichter Manuel Kelada (links) und sein Assistent Andre Kraus müssen mit Hilfe der Ordner vom Platz begleitet werden. Der Unparteiische schmiss vier Exteraner Spieler und FCE-Trainer Michael Tönsmann vom Platz. Foto: Grohmann

»Der primäre Grund für den Abbruch war, dass wir uns von einem Exteraner Spieler bedroht gefühlt haben«, betont der ­20-Jährige im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. »Ein Schiedsrichter braucht eine gewisse Autorität für seine Entscheidungen. Nach Rücksprache mit meinen Assistenten sahen wir die nicht mehr gegeben.«

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Wir haben uns von einem Exteraner Spieler bedroht gefühlt.

Manuel Kelada

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Nach dem 2:0 für ­Hücker-Aschen (83.) und dem vierten Exteraner Platzverweis des Tages – Alexander Graf sieht auf dem Weg zur Mittellinie wegen Meckerns Gelb-Rot – hat der FCE aber auch keine Lust mehr auf eine Fortsetzung der Partie. »Der Torwart (Janusz Witt/die Redaktion) kam zu uns und meinte, dass es keinen Sinn mehr macht. Das war für uns die Bestätigung, dass wir die Partie abbrechen.« Während Hücker den Aufstieg feiert, wird das Gespann von Ordnern des SV Oetinghausen in die Kabine geleitet. Ein denkwürdiges Ende des Aufstiegsendspiels.

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Ich habe mir alle Nachwuchsschiedsrichter im Kreis angeguckt. Manuel war mit Abstand der Beste.

Enrico Friemelt, Vorsitzender des Kreisschiedsrichter-Ausschusses

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Dass Manuel Kelada die wichtige Partie leiten darf, ist die Belohnung für eine starke Saison. »Ich habe mir alle Nachwuchsschiedsrichter im Kreis angeguckt. Manuel war mit Abstand der Beste«, sagt Enrico Friemelt, Vorsitzender des Kreisschiedsrichter-Ausschusses, über die Ansetzung des Youngsters, der im Sommer in die Bezirksliga aufsteigt.

Die Relegation auf der Alm entwickelt sich unter Keladas Regie zum Kartenfestival. Besonders der erste Platzverweis für Michael Wagner nach einer Zuschauerbeleidigung (24.) hat Diskussionspotenzial. Wagner soll Hücker-Fans nach einem Foul gegen ihn an der Seite zugerufen haben: »Was seid ihr denn für Spinner da draußen?« Sekunden später zeigt Kelada dem Exteraner die Rote Karte. Diese bezieht sich aber möglicherweise auf eine weitere Aussage, die Wagner anschließend noch getätigt haben könnte. »Vielleicht war ich der Einzige, der es gehört hat. Bei der Beleidigung konnte ich aber nicht daran denken, noch eine Ermahnung auszu­sprechen«, sagt Kelada, der den genauen Wortlaut nicht wiedergeben will.

Mehr lesen Sie am Pfingwochenende, 3./4./5. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Vlotho, Löhne und Bad Oeynhausen.

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