Handball: Oberligist wirft sich für die entscheidenden Spiele um den Aufstieg warm TuS Spenge ist bereit für den Angriff

Spenge  (WB). Die beste Leistung der Saison hat dem Oberligisten TuS Spenge einen 33:19-Sieg gegen Aufsteiger TuS Möllbergen beschert. Ob die Spenger weiterhin von ihrem Aufstieg in die 3. Liga träumen dürfen, entscheidet sich womöglich schon in den nächsten Spielen.

Von Hendrik Fahrenwald
Durchgesetzt: Phil Holland vom TuS Spenge kommt gegen zwei Möllberger Verteidiger zum Abschluss.
Durchgesetzt: Phil Holland vom TuS Spenge kommt gegen zwei Möllberger Verteidiger zum Abschluss. Foto: Jens Göbel

Die Liga-Abstinenz tat den Spengern scheinbar richtig gut. Voller Elan meldete sich das Team aus der vierwöchigen Pause inklusive erfolgreicher Westfalenpokal-Vorrunde zurück. Der deutliche Erfolg gegen den ersatzgeschwächten Aufsteiger, der erst zum zweiten Mal in dieser Serie mehr als 30 Gegentore kassierte, macht Mut auf den nun anstehenden Angriff auf die Spitze. »Der Sieg war für das Selbstvertrauen wichtig«, sagt TuS-Trainer Heiko Holtmann. Ein Extralob verdiente sich sein Defensivverbund. »Den Grundstein für den Erfolg haben wir in der Abwehr gelegt.«

Dem stimmte auch Toptorschütze Sebastian Reinsch, den Holtmann »überragend« fand, zu. »Hinten standen wir heute sehr stabil, davon haben in den Angriffen mit den vielen Gegenstößen extrem profitiert«, sagte der Linksaußen, der gleich ein dutzend Mal traf.

Mit Kevin Becker, der eine starke Partie im Tor ablieferte, hatten die Spenger einen sicheren Rückhalt. Das Lob seiner Vordermänner gab er nach dem Spiel zurück. »Wir haben fast alle Fehler der Gäste ausgenutzt«, sagte Becker.

Daran hatte auch Filip Brezina, für den es »das beste Spiel der Saison« war, großen Anteil. Der in den bisherigen Spielen eher unscheinbare Tscheche brillierte auf der Mittelposition. »Seine Kreuzungen waren sensationell«, lobte Holtmann seinen Schützling, der sich immer besser im Team zurechtfinde. Zurück in der Mannschaft präsentierte sich Linkshänder Marcel Ortjohann.

Mehr als ein Jahr war er mit verletzungsbedingt ausgefallen, nun feierte er seine Rückkehr. Gleich im ersten Angriff nach seiner Einwechslung gelang ihm ein Tor. Zuvor spielte er sich eine halbe Stunde in der zweiten Mannschaft warm. »Das war ein gutes Aufwärmprogramm«, sagt Ortjohann, der bereits dreimal in der Reserve Spielpraxis sammelte. Nach seinem zweiten Kreuzbandriss wolle er nichts überstürzen. »Zur Topleistung fehlt noch einiges. Ich bin erst bei 70 Prozent, aber ich setze mich nicht unter Druck«, sagte Ortjohann.

Der Druck auf sein Team wird nun allerdings größer. Mit den Partien bei den Sportfreunden Loxten und beim Tabellenführer TSG A-H Bielefeld stehen zwei richtungsweisende Spiele an. Denn auch die Konkurrenz um den Aufstieg hat nicht gepatzt.

Wie viel der zurückliegende Erfolg Wert ist, wird sich somit erst noch zeigen. Klar ist, für die Moral der Spenger war der Pflichtsieg vor den zwei anstehenden Auswärtsspielen extrem wichtig.

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