Fußball-Westfalenpokal: SVR will »kleine« Sensation gegen Münster Der nächste Drittligist kommt

Rödinghausen (WB). Im Umfeld des Fußball-Regionalligisten SV Rödinghausen dreht sich zur Zeit alles um eins: Das Pokalspiel gegen die Bayern. Dabei vergessen viele, dass der SVR noch auf einer weiteren Hochzeit tanzt. Im Westfalenpokal geht’s am Mittwoch um 19 Uhr gegen Preußen Münster.

Von Lukas Brekenkamp
Alleine auf weiter Flur: Rödinghausens Nico Knystock (3. von rechts) nimmt es mit vier Düsseldorfern auf. Der Linksverteidiger gehörte schon im Februar 2017 zum Aufgebot, als der SVR im Westfalenpokal bei Preußen Münster 1:0 gewann.
Alleine auf weiter Flur: Rödinghausens Nico Knystock (3. von rechts) nimmt es mit vier Düsseldorfern auf. Der Linksverteidiger gehörte schon im Februar 2017 zum Aufgebot, als der SVR im Westfalenpokal bei Preußen Münster 1:0 gewann. Foto: Klaus Münstermann

Dabei muss Trainer Enrico Maaßen gegen den Drittliga-Dritten auf drei Spieler verzichten: Daniel Flottmann (verhärtete Wade), Azur Velagic (Schulterverletzung) und Franz Pfanne (Patellasehne) fallen nach dem 2:1-Sieg gegen Düsseldorf II verletzt aus.

»Klar ist das bitter, ich freue mich trotzdem über den Sieg. Jetzt müssen wir aber haushalten«, sagte Maaßen mit Blick auf das Pokalspiel. Der Trainer verspricht: »Wir werden gegen Preußen kein Risiko eingehen und angeschlagene Spieler ins Rennen schicken.«

SVR im Terminstress

Denn die Belastung beim SVR ist derzeit enorm. »Wir hatten bisher kaum eine Woche, in der wir nicht auch in der Woche gespielt haben«, sagte Maaßen. Einige seiner Spieler würden mittlerweile über schwere Beine klagen. »Daraus müssen wir Konsequenzen ziehen und die Belastung ausbalancieren. Man kann aber nicht alle Felder perfekt bedienen.«

Trotzdem: Mit Platz fünf in der Liga und zwei Siegen in Folge ist die Stimmung in der Mannschaft gut. »Das war sie schon die ganze Zeit. Aber nichts ersetzt Siege«, sagte Maaßen. Dementsprechend motiviert ist seine Truppe. Der Trainer gibt vor dem Spiel zu bedenken: »Wir spielen bereits gegen den zweiten Drittligisten im Westfalenpokal.« In der 1. Runde gab es einen 3:2-Sieg gegen die Sportfreunde Lotte . In der 2. Runde gewann der SVR beim Oberligisten Westfalia Rhynern 5:4 nach Elfmeterschießen .

Auch Münster hat Personalprobleme

Und auch vor dem jetzigen Gegner hat der SVR-Coach Respekt: »Münster hat zur Zeit einen Lauf.« Seit vier Spielen ist die Mannschaft in der Liga ungeschlagen, steht auf Platz drei. Im Pokal setzten sich die Preußen bisher gegen den BSV Schüren (Westfalenliga) und FC Brünninghausen (Oberliga) durch. »Wir werden das Ding nicht einfach hergeben«, kündigte Maaßen an. Dabei gehen die Preußen auch etwas geschwächt ins Pokalspiel: Mit Rufat Dadashov (Aserbaidschanische Nationalmannschaft) und Tobias Warschewski (krank) fehlen die beiden etatmäßigen Mittelstürmer.

Gibt’s einen Favoriten? »Das Momentum liegt schon auf Münsters Seite«, sagte Maaßen mit Blick auf Preußens aktuelle Leistungen. »Aber auch bei uns!« Übrigens: Das Bayern-Spiel ist zwar in der Öffentlichkeit großes Thema – »in der Mannschaft aber nicht«, sagte Maaßen. Voller Fokus also auf die »kleine« Pokalsensation.

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