Fußball-Regionalliga: Simon Engelmann stürmt zum SV Rödinghausen Der Liebe wegen an den Wiehen

Oberhausen (WB). Im Bus ist er noch nicht mit nach Ostwestfalen gefahren. Simon Engelmann ließ den letzten Spieltag der Fußball-Regionalliga stattdessen gemeinsam mit Mitspielern und Fans von Rot-Weiß Oberhausen im Niederrheinstadion ausklingen. Ab der kommenden Saison stürmt der 28-Jährige wie berichtet für den SV Rödinghausen.

Von Markus Bergmann
Ein letzter Gruß an die Fans: Simon Engelmann (hinten links) hat am Samstag sein letztes Spiel für Oberhausen bestritten. Künftig geht der Angreifer für den SV Rödinghausen auf Torejagd. Auch private Gründe waren für seinen Wechsel verantwortlich.
Ein letzter Gruß an die Fans: Simon Engelmann (hinten links) hat am Samstag sein letztes Spiel für Oberhausen bestritten. Künftig geht der Angreifer für den SV Rödinghausen auf Torejagd. Auch private Gründe waren für seinen Wechsel verantwortlich. Foto: Markus Bergmann

Dabei hätte es ein fliegender Wechsel werden können. Zum Saisonabschluss empfingen Simon Engelmann und sein Noch-Arbeitgeber ausgerechnet den SV Rödinghausen, wo der 28-Jährige einen Vertrag für drei Jahre unterschrieben hat. »Das ist natürlich ein komisches Gefühl. Aber es ging ja nicht mehr um viel«, sagte Engelmann nach dem Spiel, das der SVR mit 4:3 für sich entschied.

Ein typisches letztes Saisonspiel

Theoretisch hätte Oberhausen noch auf Platz zwei der Abschlusstabelle springen können, aber die beiden Borussia-Zweitvertretungen aus Dortmund (1:0 im kleinen Derby beim FC Schalke 04 II) und Mönchengladbach (4:2 gegen den Wuppertaler SV) erledigten ihre eigenen Aufgaben, so dass auch ein Oberhausener Sieg bedeutungslos gewesen wäre. »Das Spiel war typisch für einen letzten Spieltag, an dem es um nichts mehr geht. Wir haben den Fans viele Tore geboten, aber waren nicht mehr so konzentriert«, sagte Engelmann.

Er selbst war von RWO-Trainer Mike Terranova in die Startelf beordert worden, überzeugte auf der linken Außenbahn aber nicht so recht. Nach der ersten Halbzeit war für Engelmann nach 75 Spielen und 30 Toren im Trikot von RW Oberhausen Schluss. Sein neuer Coach Alfred Nijhuis hatte Engelmanns Abschiedsvorstellung nicht im Detail verfolgt, aber kommentierte mit trockenstem niederländischem Humor: »Immerhin hat er sich nicht verletzt.«

Engelmann ist ein Teil des Grundgerüstes

Mit seiner Erfahrung soll der etatmäßige Mittelstürmer eine der tragenden Säulen des wieder einmal neu aufgestellten SV Rödinghausen werden. »Mein Ziel ist natürlich ein Stammplatz, am liebsten vorne drin«, sagte Engelmann. »Rödinghausen hat hier heute nicht schlecht gespielt. Das ist eine gute und vielversprechende Mannschaft.« Mit weiteren erfahrenen Zugängen soll Engelmann das Grundgerüst der neuen Rödinghauser Mannschaft bilden, die in der Sommerpause zwar bis zu elf Spieler verliert und etwas verkleinert werden soll. Von der Expertise von Engelmann und Co. erhofft sich die Sportliche Leitung des SVR aber einen Leistungssprung. Rödinghausen will in der Spitzengruppe der Regionalliga mitspielen.

Neben der sportlichen Perspektive hat der Wechsel ans Wiehengebirge auch ganz praktische Gründe. Engelmann stammt aus Vechta und will dort mit seiner Freundin zusammenziehen. »Das ist der Hauptgrund«, sagte er. Die etwa 70 Kilometer zum neuen Arbeitsplatz will er pendeln. In Westfalen kennt er sich bereits aus: Von 2010 bis 2013 spielte Engelmann für die Sportfreunde Lotte in der Regionalliga, von 2013 bis 2015 für den SC Verl.

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