VfL Mennighüffen rückt nach 28:24-Sieg wieder auf Platz zwei vor Pole knackt Germanen-Abwehr

Löhne (WB/fw). Handball-Oberligist VfL Mennighüffen hat beim 28:24-Sieg gegen LIT Tribe Germania vollauf überzeugt. Besonders der Vize-Weltmeister von 2007, Tomasz Tluczynski, spielt stark auf. Der Pole ist der Königstransfer der Mennighüffer und wird von Spiel zu Spiel immer besser.

Zeigt nicht das Victory-Zeichen, sondern gibt den Takt beim Handball-Oberligisten vor: Arne Halstenberg.
Zeigt nicht das Victory-Zeichen, sondern gibt den Takt beim Handball-Oberligisten vor: Arne Halstenberg. Foto: Florian Weyand

Der 38-Jährige, der in der Bundesliga unter anderem für Hannover-Burgdorf und Lübbecke spielte, ist bei der Partie gegen seinen Ex-Klub in Nordhemmern der Mann des Tages. Elf Tore steuert »Tomek« zum Sieg bei und ist auf Linksaußen kaum bremsen. Der Ex-Profi ist mittlerweile voll im Team angekommen, nimmt die Rolle des Führungsspielers an – ganz ohne Starallüren.

Von der Leistungsexplosion des erfahrenen Handballers ist VfL-Coach Zygfryd Jedrzej nicht überrascht. »Tomek ist Vize-Weltmeister geworden, das sagt doch schon alles über seine Qualität. Er hat aber nicht erst in Nordhemmern stark gespielt. Bis auf die Partie gegen Augustdorf war er immer gut«, sagt der Trainer.

Läuft erstmals in einem Pflichtspiel für Mennighüffen auf: Malte Ames. Foto: Florian Weyand

Die Rolle des Spielgestalters füllt Arne Halstenberg ebenfalls immer besser aus. Der Rechtshänder gibt beim VfL Mennighüffen den Takt vor, weiß wann die Angriffe schnell gemacht werden müssen – oder wann es auch mal gilt, das Tempo herauszunehmen. Zudem geht Halstenberg auch mal ins Eins-gegen-Eins, dort hin wo es schmerzt.

Das erste Pflichtspiel für den VfL Mennighüffen hat Malte Ames in Nordhemmern absolviert. Der Kreisläufer, der sich in der Vorbereitung verletzt hat, kommt in der zweiten Halbzeit für Abwehrchef Ulrich Neumann in die Partie, der zuvor mit vier Toren auch seine Klasse in der Offensive zeigt. Ames ist bei seinem ersten Auftritt im VfL-Dress nicht nervös, wirft in der Schlussphase sogar den Treffer zum 27:24.

Die letzten zehn Minuten der Partie macht Mennighüffen unnötig spannend. Der VfL führt mit 25:19 und Trainer Zygfryd Jedrzej reagiert auf die deutliche Führung mit einer ungewöhnlichen Maßnahme. Der Coach nimmt den Keeper aus dem Tor und agiert mit einem siebten Feldspieler. Die taktische Maßnahme geht komplett in die Hose, der VfL fängt sich sogar zwei Weitwürfe ein und Nordhemmern kommt auf 24:25 heran. Als Daniel Habbe wieder im Tor steht, entschärft er gleich vier Würfe und macht den Sieg endgültig perfekt. »Am Ende wurde es noch einmal etwas brenzlig. Aber wichtig ist, dass wir gewonnen haben«, sagt »Siggi« Jedrzej.

Oberliga-Torjäger

1. Max Loer Soester TV 56/28

2. Phil Holland TuS Spenge 55/21

3. Moritz Frenzel HSV 81 Hemer 52

4. Julius Hinz TSG A-H Bielefeld 50/20

5. Björn Sankalla VfL Gladbeck 48/17

6. Dusan Maric HSG Augustdorf/H. 48/18

7. Mattis Michel TuS Ferndorf II 46

8. Max Krönung VfL Gladbeck 46/7

9. David Wiencek ASV Hamm II 46/21

10. Felix Bahrenberg HSG Augustdorf/Hövelhof 41

11. Christian Klein HSV 81 Hemer 40

12. Sebastian Reinsch TuS Spenge 40

13. Julien Knickmeier LIT Tribe 40/10

14. Sebastian Berg TuS Möllbergen 38

15. Tomasz Tluczynski Mennighüffen 38/8

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