Aber Löhner Fußballer bejubeln vor 50 Jahren den Landesliga-Aufstieg Trautmann kegelt TuRa raus

Löhne (WB). Dieter Klipker denkt gern an die Meister-Mannschaft des Jahres 1967 zurück. Mit TuRa Löhne steigt der Fußballer vor einem halben Jahrhundert in die Landesliga auf. Ein Titelgewinn, der ein ganzes Team geprägt hat. Ausgerechnet Ex-England-Star Bert Trautmann beendet den Höhenflug der Löhner.

Von Florian Weyand
Die Meister-Mannschaft von 1967 stellt sich nach dem 0:0 beim VfB Herford zum Foto auf. Für TuRa Löhne spielten in der letzten Partie der Saison 1966/67 : (hinten von links) Klaus Ußling, Dieter Röhr, Rolf Haubrock, Detlef Bönisch, Ulrich Kleimeyer, (Mitte von links) Dieter Imort, Dieter Vogt, Dieter Klipker, (vorn von links) Jürgen Vogt, Werner Erdbrügger und Roger Lampe.
Die Meister-Mannschaft von 1967 stellt sich nach dem 0:0 beim VfB Herford zum Foto auf. Für TuRa Löhne spielten in der letzten Partie der Saison 1966/67 : (hinten von links) Klaus Ußling, Dieter Röhr, Rolf Haubrock, Detlef Bönisch, Ulrich Kleimeyer, (Mitte von links) Dieter Imort, Dieter Vogt, Dieter Klipker, (vorn von links) Jürgen Vogt, Werner Erdbrügger und Roger Lampe. Foto: Weyand

Im Sommer 1967 fehlt den TuRanern am letzten Spieltag noch ein Punkt, um die Bezirksklassen-Meisterschaft und damit den Landesligaaufstieg perfekt zu machen. Die Mannschaft von Trainer August Offergeld (Klipker: »Er kam von Union Herford, wo er damals in der legendären Mannschaft gespielt hat. Für mich war er als Trainer so etwas wie eine Vaterfigur«) reist zum VfB Herford. »Dort haben wir auf dem gefürchteten Platz an der Dennewitzstraße gespielt. Es war sehr heiß, etwa 30 Grad. Und zudem mussten wir ja auf Asche antreten«, sagt Klipker. Die schweren Bedingungen machen den Löhnern zu schaffen, doch die Mannschaft hält das 0:0 und ist zurück in der Landesliga.

Fast alle Spieler kommen aus Löhne-Ort

Zum Kader gehören damals fast nur Fußballer aus Löhne-Ort: Klaus Ußling, der später viele Jahre die erste Mannschaft trainiert hat, Detlef Bönisch, Hans-Jürgen »Jimmy« Holz, Ulrich Kleimeyer oder Roger Lampe. Auf dem Platz steht eine Truppe, die im Ort verwurzelt ist – ergänzt mit Verstärkungen aus der nahen Umgebung. »Dieter Röhr kam damals aus Bünde zu uns, Rolf Haubrock wechselte vom TuS Hunnebrock zu TuRa«, sagt Dieter Klipker.

In der Gaststätte »Zur Hemke« wird der Aufstieg gefeiert. Links im Bild: Trainer Augist Offergeld. Foto: Weyand

Den Aufstieg im Jahr 1967 erkämpfen die TuRaner unter erschwerten Bedingungen. Nur selten steht Trainer August Offergeld die gesamte Mannschaft beim Training auf den Plätzen an der Brunnenstraße oder am Twelsiek zur Verfügung. »Neben mir waren noch drei weitere Spieler bei der Bundeswehr. Aber unser Geschäftsführer Fritz Steffen hat dafür gesorgt, dass wir für die Spiele frei bekommen haben«, berichtet Dieter Klipker.

Pokal-Aus gegen Preußen Münster mit Trainer Bert Trautmann

Der Aufstieg beflügelt die Löhner auch im Pokal. Erst gegen Preußen Münster ist Endstation. »Die kamen damals mit einem ganz bekannten Trainer. Bert Trautmann stand dort an der Linie. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber ich meine wir haben an der Brunnenstraße mit 1:4 oder 0:4 verloren«, sagt Dieter Klipker, der im Jahr 1979 seine aktive Karriere beendet hat.

Gemeinsam mit einigen Mitspielern der damaligen Meister-Mannschaft ist er dem Verein heute noch sehr eng verbunden. Bei vielen Heim- und Auswärtsspielen der aktuellen Bezirksliga-Truppe sind Dieter Klipker und Co. noch dabei, nehmen dabei auch weite Fahrten in Kauf.

Spieler haben 50 Jahre nach dem Aufstieg noch einen guten Draht

Und die Freundschaften werden weiter gepflegt. »Ich habe gerade erst mit Klaus Ußling telefoniert«, erzählt Klipker. Auch 50 Jahre nach dem großen Erfolg halten sie zusammen. Wie damals auf Asche beim VfB Herford.

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