Das Konterfei von Hans-Jürgen Schnitzler (7o) ziert eine Lakritztüte – Referee pfeift für TuRa Löhne Schiedsrichter ist in aller Munde

Löhne (WB). Nach der Pfeife von Schiedsrichter Hans-Jürgen Schnitzler haben schon viele Fußballer getanzt. Nun ist der 70-Jährige auch in aller Munde. Das Konterfei des Referees aus Hiddenhausen ziert jetzt eine Lakritztüte.

Von Florian Weyand
Hans-Jürgen Schnitzler präsentiert die Lakritz, die unter dem Namen »Piepenbrink« mit seinem Konterfei verkauft werden.
Hans-Jürgen Schnitzler präsentiert die Lakritz, die unter dem Namen »Piepenbrink« mit seinem Konterfei verkauft werden. Foto: Florian Weyand

Als Schiedsrichter ist Schnitzler in der heimischen Fußballszene bekannt wie ein bunter Hund. Seit 1975 gibt er auf dem Rasen das Kommando. Seit zehn Jahren pfeift er wieder für TuRa Löhne und fühlt sich am Obernfeld wohl. »Mittlerweile pfeife ich nur noch in der Kreisliga C und im Jugendbereich. Das macht aber richtig Spaß. Da gibt es nie Ärger«, sagt der Unparteiische.

Deutschlandweite Popularität erlangte er aber durch seine Auftritte als Komödiant »Piepenbrink«. Im Jahr 2004 trat er sogar in der ARD-Sendung »Verstehen sie Spaß« auf. Üblicherweise steht er aber bei verschiedenen Anlässen auf der Bühne und bringt das Publikum mit Nordsee-Dialekt zum Lachen. Beliebt ist besonders sein spontaner Humor: Als es bei einer Siegerehrung bei den Fußball-Stadtmeisterschaften in Bünde zu einer Verzögerung kam, nahm sich Hans-Jürgen Schnitzler kurzerhand das Mikrofon und erzählte lustige Anekdoten.

So sieht eine der Lakritztüten aus. Foto: Florian Weyand

Nun sorgen auch Süßigkeiten dafür, dass der Bekanntheitsgrad des Unparteiischen weiter steigen wird. Weltweit werden Süßwaren mit dem Konterfei des Hiddenhausers verkauft. »Meine Tochter hat in Norddeutschland ein Geschäft für Süßwaren. Sie hatte die Idee, dass mein Gesicht und der Name Piepenbrink auf der Verpackung verewigt werden«, sagt Schnitzler.

Unter Marke »Piepenbrink« werden hauptsächlich Lakritz verkauft. Diese gibt es mehr als 100 verschiedenen Varianten: als salzige Stangen und Bananen, Ringe, Totenköpfe oder auch als Schulkreide. Bevor die ersten Verpackungen gedruckt wurden, hat er die Lakritz natürlich probiert. »Die sind richtig lecker«, sagt Schnitzler. »Ansonsten würde ich das ja auch nicht machen«, sagt er.

Hauptsächlich werden die Lakritz derzeit noch in Norddeutschland verkauft. Einen Internetshop ( www.gutschmecker.com ) gibt es aber auch, so dass die Süßigkeiten weltweit geliefert werden können. Wer die Süßwaren einmal kosten möchte, hat beim Spatzenberg-Cup in Löhne Gelegenheit dazu, wo Schnitzler einen Stand betreibt. »Zwischendurch muss ich aber auch pfeifen«, sagt er. Denn neben dem Naschen kann er auch diese Leidenschaft einfach nicht sein lassen.

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