Handball-Oberliga: VfL Mennighüffen spielt heute bei der TSG A-H Kröger im Derby-Blickpunkt

Löhne-Mennighüffen (WB). Nutzt der VfL Mennighüffen die Gunst der Stunde? Der Handball-Oberligist gastiert heute Abend im Derby bei der personell arg gebeutelten TSG A-H Bielefeld (20 Uhr) und könnte mit einem Sieg vor der Osterpause für Ruhe im Abstiegskampf sorgen.

Von Alexander Grohmann
Auf ihn sind die Blicke heute besonders gerichtet: Mennighüffens Torjäger Arne Kröger ist bei der TSG A-H im Gespräch.
Auf ihn sind die Blicke heute besonders gerichtet: Mennighüffens Torjäger Arne Kröger ist bei der TSG A-H im Gespräch. Foto: Florian Weyand

Das Häuflein der angezählten TSG A-H Bielefeld ist überschaubar. Im vorletzten Saisonheimspiel wird Trainer Michael Boy mit der identischen Rumpftruppe wie in der Vorwoche beim 22:34 in Hamm improvisieren müssen. Ohne Fünf! Pierre Limberg weiß um die Probleme beim Gastgeber, sieht die TSG aber in der Favoritenrolle. »Sie haben zu Saisonbeginn mit höheren Zielen geliebäugelt«, sagt Mennighüffens Trainer, der sich aber nicht mit der vermeintlichen Aufstellung beim Gegner, sondern lieber mit dem eigenen Team beschäftigt.

Limberg hofft, dass seine Handballer an den jüngsten Auftritt gegen den TuS Spenge (27:31) anknüpfen können. »Das war ein gutes Spiel von uns«, sagt der Coach, der die verbesserte Chancenverwertung seiner Mannschaft lobt. »Wir haben leider in der entscheidenden Phase zwei, drei Fehler zu viel gemacht, die von einer Topmannschaft eben bestraft werden«, sagt Limberg, der im Derby anders als der Gastgeber fast aus dem Vollen schöpfen kann.

Halstenberg freut sich auf vierwöchige Pause

Inwieweit VfL-Rückraumspieler Arne Halstenberg im Vollbesitz seiner Kräfte ist, steht auf einem anderen Blatt. »Er hat in dieser Woche nur dosiert trainiert. Für ihn kommt die vierwöchige Pause zur rechten Zeit«, sagt Mennighüffens Trainer über den Allrounder, der sich mit Knieprobleme herumschlägt. Das ist aber nichts gegen die Verletzungsmisere beim Gegner. »Denen fehlt fast die komplette erste Sechs«, weiß Limberg, der aber davon ausgeht, dass einige Routiniers bei der TSG in die Bresche springen.

Kröger im Fokus der Altenhagen-Anhänger

Einen wird das Publikum im »Dom« heute Abend besonders neugierig beäugen: Mit Arne Kröger (160 Treffer), der in den zurückliegenden zwei Partien jeweils zehnmal eingenetzt hat, stellt sich der Führende der Liga-Torschützenliste vor. Die TSG hat bekanntlich ihre Fühler nach dem Mennighüffer Lehramtsstudenten (Grundschule Sonderpädagogik, Mathematik, Deutsch, Sport), Spitzname »Schlucke«, ausgestreckt. »Aber so lange keine Unterschrift unter dem Vertrag ist, werden wir uns dazu nicht äußern«, erklärt Geschäftsführer Heinrich Rödding. TSG-Coach Boy wäre froh, sollte sich Kröger demnächst für die TSG entscheiden. Boy: »Die Gespräche laufen wohl ganz vielversprechend.«

Limbergs Rückkehr zum Ex-Klub

Mennighüffens Trainer ist ebenfalls ein guter Bekannter in Heepen. Pierre Limberg, der am 6. April seinen 42. Geburtstag feiert, fungierte hier (zuletzt 2012) als Spieler und Trainer. Er hat mit dem VfL bei seinem Ex-Verein nichts zu verschenken. »Wir müssen aus den verbleibenden vier Spielen noch zwei Punkte holen, dann brauchen wir nicht mehr zu zittern oder darauf schauen, was Dortmund hinter uns macht. Dann sind wir durch«, denkt Limberg, der am liebsten schon heute vor dem Start in die Osterferien durchatmen will. Erst am 30. April steht für den VfL Mennighüffen gegen Gladbeck danach die nächste Partie auf dem Programm.

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