Handball-Oberliga: VfL Mennighüffen verliert gegen den TuS Spenge mit 27:31 (14:16) In Überzahl zu überhastet

Löhne (WB). In Überzahl gibt der VfL Mennighüffen das Kreisderby der Handball-Oberliga gegen den TuS Spenge aus der Hand. 24:23 steht es nach 46 Minuten und Mennighüffen hat einen Mann mehr auf der Platte. Die Tore werfen aber die Spenger, die auf 25:23 davonziehen und am Ende mit 31:27 (16:14) gewinnen.

Von Florian Weyand
Arne Halstenberg (Mitte) und der VfL Mennighüffen gehen im Kreisderby gegen den TuS Spenge ans Limit. Trotz starker Aufholjagd reicht es am Ende nicht für einen Sieg. Die Spenger setzen sich im Löhner Gymnasium mit 31:27 durch.
Arne Halstenberg (Mitte) und der VfL Mennighüffen gehen im Kreisderby gegen den TuS Spenge ans Limit. Trotz starker Aufholjagd reicht es am Ende nicht für einen Sieg. Die Spenger setzen sich im Löhner Gymnasium mit 31:27 durch. Foto: Florian Weyand

»Wir haben in dieser Phase zweimal einfach auf das Tor geworfen. Spenge macht zwei Gegenstöße und auf einmal liegen wir wieder hinten. Das war der Knackpunkt des Spiels«, analysiert Kreisläufer Marco Büschenfeld die wohl entscheidenden Momente der Partie. Spenges starker Rechtsaußen Christoph Harbert bestraft die Mennighüffer Nachlässigkeiten mit den beiden Toren und führt den Kreis-Rivalen mit seinen zehn Treffern zum Sieg. »Im Angriff haben wir das eigentlich gut gelöst. Leider haben wir in der entscheidenden Phase ein paar Fehlwürfe gehabt«, sagt Mennighüffens Arne Kröger.

Am Ende ist die Niederlage aber nicht nur auf die schwache Phase in Überzahl zurückzuführen. Mennighüffen geht nach der Aufholjagd auch etwas die Puste aus. »Spenge konnte wechseln wie sie wollten. Wir haben einmal im Spiel getauscht. Das merkt man in der Schlussphase natürlich«, sagt Büschenfeld. Dem VfL fehlen gegen den Tabellenzweiten die Alternativen auf der Bank. Mit Alexander David fehlt gegen das Spitzenteam ein Linksaußen beruflich. Für ihn zieht Coach Pierre Limberg Simon Harre aus der zweiten Mannschaft hoch, der wie Max Stöckmann und Julian Peitzmeier aber nicht zum Einsatz kommt.

Hadert mit den Vorderleuten: VfL-Torwart Dennis Specht. Foto: Florian Weyand

Die erste Aufholjagd läuten die Gastgeber schon Mitte der ersten Halbzeit ein. Als Spenge nach 13 Minuten mit 10:5 in Führung liegt, sieht es nach einem Debakel in eigener Halle für den VfL aus. Coach Pierre Limberg nimmt eine Auszeit, faltet sein Team lautstark zusammen und Mennighüffen bekommt im Gymnasium noch einmal die Kurve. Per Siebenmeter bringt Büschenfeld (21.) das Team auf 11:12, mit 14:16 geht es anschließend in die Pause.

Im zweiten Durchgang steht Dennis Specht für Daniel Habbe im VfL-Tor. Der Keeper erwischt einen bärenstarken Tag und wehrt zahlreiche Angriffe ab. Büschenfeld (42.) gelingt beim 22:22 erstmals wieder der Ausgleich. Dann zeigt der VfL in Überzahl aber Nerven und Spenge ist zur Stelle. Mats Köster bringt sein Team noch einmal auf 26:28 heran, doch auch die Manndeckung, die Pierre Limberg zum Schluss anordnet, bringt nicht mehr die Wende. »Es war von uns aber ein gutes Spiel. Wir haben über 60 Minuten gut gekämpft. Aufgrund der individuellen Klasse konnte sich Spenge absetzen«, sagt Arne Kröger, der mit zehn Toren bester Werfer der Mennighüffer ist.

Glück für den VfL: Abstiegskonkurrent OSC Dortmund verliert bereits am Freitagabend gegen HTV Sundwig-Westig mit 21:32. So bleibt es vier Spieltage vor dem Saisonende beim Vorsprung von vier Punkten.

VfL: Specht, Stallmann Habbe – Stoeckmann, Harre, Peitzmeyer, Kämper, Kröger (10), M. Köster (4), Halstenberg (3), Büschenfeld (7/3), J. Köster (3), Krause.

Spenge: Räber, Becker – Röttger, Clausing (2), Kopschek, Reinsch (7), Mathews (3/2), Harbert (10), Hanneforth, van Zütphen (2), Fillies, Bracksiek (1), Breuer (3), Gräfe (3).

Zeitstrafen: 1 (Kämper) – 4 (2x Harbert, Hanneforth, Clausing).

Torfolge : 0:1, 1:1 1:2, 2:2, 2:5, , 3:6, 4:6, , 5:7, 5:10, 6:10, 6:11, 9:11, 11:12, 11:15, 13:15, 13:16, 14:16 – 14:18, 15:18, 16:19, 16:20, 18:21, 20:21, 20:22, 22:22, 22:23, 24:23, 24:28, 26:28, 26:30, 27:30, 27:31.

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