Handball-Oberliga: Verbleib von Coach Pierre Limberg noch offen VfL peilt Sieg im Sauerland an

Löhne (WB). Vor jedem Spieltag studiert Pierre Limberg den kommenden Gegner mit Hilfe von Videoaufnahmen. Die HTV Sundwig-Westig hat sich der Coach des VfL Mennighüffen ganz genau angeschaut. Schließlich will der Handball-Oberligist im Sauerland zwei Punkte einfahren.

Von Florian Weyand
Arne Kämper (rechts) und der VfL Mennighüffen treffen Samstag auf den HTV Sundwig-Westig.
Arne Kämper (rechts) und der VfL Mennighüffen treffen Samstag auf den HTV Sundwig-Westig. Foto: Florian Weyand

Alle Spiele der Oberliga werden aufgezeichnet und sind per Computer jederzeit abrufbar. Die Möglichkeit, sich die Partien nachträglich noch einmal anzusehen, nutzen nicht nur Handball-Fans, sondern auch die Trainer. »Durch die Videos kann ich viele Eindrücke über den Gegner sammeln«, sagt Pierre Limberg.

Der HTV Sundwig-Westig ist nach Meinung des VfL-Trainers eine »eingespielte Mannschaft, die verschiedene Deckungsvarianten spielen kann«. Neben einer defensiven 6:0-Deckung verfügt der Gegner, der seine zweite Saison in der Oberliga spielt, auch über eine offensive Variante. »Sie können während der Spiele variieren«, sagt Limberg, der sein Team im Training auf die taktischen Varianten des Kontrahenten eingestellt hat.

Derby im Gymnasium

Das Kreis-Derby gegen den TuS Spenge trägt der VfL Mennighüffen nicht in eigener Halle, sondern im Gymnasium in Löhne aus. Gespielt wird am Sonntag, 26. März, um 17 Uhr. »Wir rechnen mit 200 bis 300 Fans aus Spenge«, sagt Karl-Heinz Steinmeier vom VfL Mennighüffen. »Kalla«, der Freitag den 65. Geburstag feierte, hofft auf ähnlich guten Besuch wie im Hinrundenderby gegen die TSG Altenhagen/Heepen. Am Totensonntag 2016 sahen etwa 750 Zuschauer das Unentschieden.

Mehr als mit dem Gegner möchte sich der Coach aber lieber mit seinem eigenen Team beschäftigen. Das Spiel der Mennighüffer ist weiterhin sehr fehleranfällig. Das muss abgestellt werden. »Wenn wir unsere Chancen nutzen und wenig Fehler produzieren, dann können wir alle Mannschaften in der Liga ab Platz fünf oder sechs schlagen«, sagt Pierre Limberg.

Am Samstag muss der Coach möglicherweise auf Rückraumspieler Arne Halstenberg verzichten, der schon in der Vorwoche bei der Niederlage gegen den Soester TV verletzt vom Feld musste. »Arne war zwar bei den Einheiten am Donnerstag und Freitag dabei, hat aber nur Lauftraining gemacht. Er wird zum Spiel natürlich mitfahren, aber ich werde erst Samstag entscheiden, ob er auflaufen wird«, sagt Limberg. Ebenfalls dosiert trainiert Arne Kröger.

Der Torjäger, dessen Verbleib in Mennighüffen noch nicht gesichert ist, hat weiter Probleme mit der Leiste. »Er ist noch nicht bei hundert Prozent«, sagt der VfL-Coach, der auf den angeschlagenen Shooter natürlich ungern verzichten möchte.

Ob Pierre Limberg in der kommenden Spielzeit den VfL Mennighüffen trainieren wird, ist noch nicht entschieden. »Wir haben am Donnerstag konstruktive Gespräche geführt«, sagt der Coach. Zu einem gemeinsamen Ergebnis sind Vorstand und Trainer noch nicht gekommen. Für den kommenden Donnerstag ist ein weiterer Gesprächstermin angesetzt. Dann könnte eine Entscheidung fallen. Limberg hat einen Vertrag bis zum 31. Mai 2017.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.