Der beliebte Tischtennis-Sparkassenpokal startet wieder Anfang Mai Sensationen an der Platte

Löhne (WB). Die Favoriten müssen sich wieder warm anziehen. Beim Sparkassen-Pokal des Tischtennis-Kreises Herford werden unterklassige Spieler mit einem satten Punkte-Polster ausgestattet. Überraschungen sind somit an der Tagesordnung – und machen den Wettbewerb ein Stück weit aus.

Von Alexander Grohmann
Stehtisch statt Platte: Stefan Wilke, Leiter der Sparkassen-Filiale Mennighüffen, freut sich mit Organisator Dieter Steffen auf den diesjährigen Sparkassenpokal.
Stehtisch statt Platte: Stefan Wilke, Leiter der Sparkassen-Filiale Mennighüffen, freut sich mit Organisator Dieter Steffen auf den diesjährigen Sparkassenpokal. Foto: Alexander Grohmann

Dieter Steffen nennt ein Beispiel: »Trifft ein Seniorenspieler aus der 3. Kreisklasse auf einen Verbandsliga-Akteur, bekommt er pro Satz 15 Punkte Vorgabe«, sagt der Vorsitzende des TTC Mennighüffen. »Mit etwas Glück und zwei, drei Netzbällen kann es dann sogar mit einem Satz- oder sogar Matchgewinn klappen.«

Drei Punkte beträgt die Vorgabe pro Klassenunterschied. Bei jeder weiteren Liga, die zwischen zwei Kontrahenten liegen, steigt die Vorgabe für den unterklassigen Spieler um jeweils zwei Punkte an. Bei den Jungen und Schülern beträgt die Anfangs-Vorgabe sogar vier Zähler.

Steffen gehört zum Personenkreis, der den Wettbewerb vor etlichen Jahren aus der Taufe gehoben hat. Hintergrund: Auch in diesem Jahr ist die Tischtennis-Saison auf Kreisebene wieder früh schon im April beendet. »Der Sparkassen-Pokal ist für die Akteure, die gerne weiter Wettkämpfe bestreiten, ein guter Pausenfüller«, sagt Steffen.

Erste Turnier-Auflage im Jahr 1980

Das erste Mal wurde das Mannschaftsturnier im Jahr 1980 ausgetragen. »Bei der dritten Auflage haben wir das Vorgabe-System eingeführt«, erinnert sich Dieter Steffen, der das Regelwerk für einen der Hauptpunkte hält, die das Turnier weiter zu einem Quotenhit machen. »Das macht das Ganze interessant. Sonst würden Spieler aus der Kreisliga doch im Turnier niemals auf Akteure aus der Verbandsliga treffen.«

Der immer noch passionierte Tischtennisspieler (Steffen: »Meine höchste Klasse als Aktiver war die Landesliga«) macht sich leidenschaftlich gerne Gedanken über seinen Lieblingssport – und leidet etwas unter der derzeitigen Entwicklung in Deutschland. »Der Fußball nimmt uns den Nachwuchs weg. Das sieht man beim Sparkassenpokal an der rückläufigen Zahl der Teams bei den Jungen und Schülern«, sagt Steffen, der auch Vorsitzender des Kreissportbundes ist.

Anmeldeschluss ist am 8. April

Nur bei den Herren ist die Auslastung gleichbleibend hoch: »Da haben wir das Starterfeld von 32 Mannschaften eigentlich immer zusammen bekommen – zur Not mit dem einen oder anderen Team aus dem Nachbarkreis«, sagt er. Nicht nur die Punktevorgabe macht das Turnier, das am 2. Mai mit der Vorrunde startet, so bunt. Sätze werden wie früher bis 21 gespielt, die Mannschaften setzen sich mit Spielern aus unterschiedlichen Klassen zusammen. Auch Damen greifen im Herren-Wettbewerb zum Schläger.

Anmeldeschluss für das Turnier ist Samstag, 8. April. »Das ist in dieser Saison zugleich der letzte Meisterschaftsspieltag«, sagt Steffen (Mail: dieterst32584@t-online.de). Das Startgeld beträgt für Seniorenteams fünf und bei Schülern und Jungen zwei Euro pro Team. Als Titelverteidiger geht bei den Herren der TTC Mennighüffen ins Rennen. Steffen: »Prognosen kann man vorher nie machen, weil die Teams immer unterschiedlich bestückt sind.«

Termine: Gruppenspiele: 2. - 7. Mai; 9. - 13. Mai; 17. bis 27. Mai; Achtelfinale: 6. bis 10. Juni; Viertelfinale: 20. bis 24. Juni; Halbfinale: 27. Juni bis 1. Juli; Endspiele: Montag, 10. Juli (Sporthalle Bertolt-Brecht-Gesamtschule Löhne).

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