SC Riesa dominiert beim 43. Internationalen Schwimmfest in Herford Fast 3500 Starts an zwei Tagen

Herford (WB). Starke Leistungen, Sommerwetter und ein faires Miteinander: Das 43. Internationale Schwimmfest des SC Herford hat erneut zufriedene Gesichter hervorgebracht. Dominant waren die Schwimmer aus Sachsen.

Von Philipp Bülter
Punktesammlerin für die Turngemeinde Herford: Marie-Sofie Bigga hat beim Schwimmfest in ihren Rennen die Plätze eins, zwei und drei belegt.
Punktesammlerin für die Turngemeinde Herford: Marie-Sofie Bigga hat beim Schwimmfest in ihren Rennen die Plätze eins, zwei und drei belegt. Foto: Lars Krückemeyer

Denn mit dem SC Riesa gewann wie erwartet der mit den meisten Schwimmern angereiste Verein die Mannschaftswertung (wir berichteten). Zwischen Riesa (1686 Punkte) und dem zweitplatzierten SC Herford (855) lagen satte 831 Zähler Abstand. Der SC Herford freute sich über 80 Podestplätze, die sich in 26 Gold-, 27 Silber- und 27 Bronzemedaillen aufteilten.

Hainsberger landen auf Rang drei

Großer Jubel brandete bei der Verkündigung des drittbesten Teams auf: Der Hainsberger SV (845) stieg bei seiner Premiere in Herford gleich auf das Podest. Mit der TG Ennigloh (467) platzierte sich ein zweiter Verein aus dem Kreis Herford als Achter der Gesamtwertung unter den besten zehn der 38 Teams. Der SC Aquarius Löhne (194) wurde 14., Platz 21 belegte die TG Herford (106). Die Hainsberger kündigten sogleich an, im nächsten Jahr wiederkommen zu wollen und den Titel anzugreifen.

Oben auf dem Siegerpodest war unter anderem auch Jan Kaltschmidt von der TG Ennigloh zu finden. Bei neun Starts sicherte sich Kaltschmidt drei Siege und mit 551 Punkten erneut den Titel als bester heimischer Schwimmer. Julienne Fleer vom SC Herford (608) wurde wieder beste heimische Schwimmerin. »Es hat richtig Spaß gemacht«, freute sich Kaltschmidt, der derzeit mitten im Klausurenstress der Qualifikationsphase eins steckt.

Zu den erfolgreichsten Teilnehmern gehörte auch Charlotte Oesterreich (Jahrgang 2005) vom SC Herford. Sie gewann insgesamt acht Rennen und schwamm Veranstaltungsrekorde auf den Rückenstrecken über 100 Meter in 1:14,78 und 200 Meter in 2:41,36.

Jürgen Brocks ist zufrieden

Das Konzept des SC Herford mit etwa 250 Startern mehr als im Vorjahr ging am Wochenende im Freibad Im Kleinen Felde auf. Über die 200 Meter-Strecken starteten erstmals zwei Schwimmer zeitversetzt auf der rechten beziehungsweise linken Seite. »Das war der Wunsch der Vereine, damit wir abends früher fertig sind. Die Resonanz war gut«, sagte der Vereinsvorsitzende Jürgen Brocks. Der 73-Jährige erlebte sein 37. Schwimmfest in 43 Jahren.

Zuletzt hatte es bei der 2. Ausgabe mehr als 3000 Starts gegeben, nun waren es sogar 3461. Die Mannschaft MKP Slowianka Gorzow aus Herfords polnischer Partnerstadt – im Vorjahr noch mit 688 Punkten Dritter der Teamwertung – trat diesmal mit jüngeren Schwimmern bis 13 Jahre an. So reichte es nur zu Rang zehn der Mannschaftswertung.

Zeit zum Luftholen für Schwimmer und Trainer gibt es beim SC Herford nach der Marathon-Veranstaltung nicht. Denn seit dem späten Sonntagabend sind einige von ihnen in Berlin, wo bis Freitag in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark die Deutsche Jahrgangsmeisterschaft ausgetragen wird. Qualifiziert sind Tristan Ellerbrock (50, 100 und 200 Meter Freistil, 200 Meter Brust), Nele Sophie Reinke (50 und 100 Meter Brust) sowie Anna Vahldiek (200 Meter Lagen).

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