Fußball-Westfalenliga: Serrone trifft zum 1:0-Sieg gegen den SV Rödinghausen II Herforder Effektivität siegt

Rödinghausen (WB). Es bleibt dabei: Der SC Herford hat in den Duellen mit dem SV Rödinghausen II die Nase immer knapp vorne. Im Kreisderby in der Fußball-Westfalenliga setzte sich das Team von Sascha Cosentino knapp mit 1:0 (0:0) durch. Giacomo Serrone sorgte mit seinem Treffer in der 66. Minute für den ersten Saisonsieg der Herforder. 

Von Sebastian Picht
Lennart Madroch (2. links) attackiert in der zweiten Halbzeit und hat Gegenspieler Zikos Papaspiros stehen lassen. Madroch war gestern die einzige Leihgabe für den SV Rödinghausen II aus dem Regionalliga-Kader des Vereins.
Lennart Madroch (2. links) attackiert in der zweiten Halbzeit und hat Gegenspieler Zikos Papaspiros stehen lassen. Madroch war gestern die einzige Leihgabe für den SV Rödinghausen II aus dem Regionalliga-Kader des Vereins.

Sebastian Block blieb nichts anderes übrig, als von einem andauernden Reifeprozess zu sprechen. Gegen die Herforder gibt es für die Rödinghauser Reserve immer etwas zu lernen. In einer ersten Halbzeit ohne Höhepunkte schenkten sich beide Teams kaum einen Millimeter, Torchancen gab es aber weder auf der einen noch auf der anderen Seite.

Die Herforder scheuten dabei auch harte Einstiege in den Gegenspieler nicht. Der im Vorfeld von beiden Trainern betonte gegenseitige Respekt voreinander war aber auch dem Personal auf dem Platz anzumerken. Sascha Cosentino hatte von den Herfordern gegenüber dem 1:1 gegen Fichte Bielefeld eine Leistungssteigerung gefordert: »Wenn wir wieder so eine erste Halbzeit abgeliefert hätten, wären wir mit 0:4 in die Kabine gegangen.«

Richtig viel passierte auf dem Kunstrasenplatz am Wiehenstadion auch in den zweiten 45 Minuten nicht. Die Rödinghausener, bei denen mit Lennart Madroch als Rechtsverteidiger nur ein Spieler aus dem Regionalliga-Kader in der Startelf stand, waren nun aber mit Rückenwind die spielbestimmende Mannschaft. Die erste Chance vergab Patrick Ruske, der im Anschluss an eine Ecke vorbei schoss (52.).

Auch der in der 46. Minute eingewechselte Cihat Konak zielte in der 60. Minute nicht genau genug. Rödinghausen II war am Drücker – und lag ab der 65. Minute mit 0:1 in Rückstand. Die Herforder nutzten einen überflüssigen Fehlpass aus der Viererkette und der Ball kam auf die rechte Seite zu Giacomo Serrone. Der Herforder, dessen Einsatz am Freitag noch fraglich gewesen war, traf aus spitzem Winkel zur Führung.

Für Cosentino die halbe Miete: »Mir war klar, dass es nach dem ersten Tor für die andere Mannschaft ganz schwer werden würde.« Cosentino behielt Recht, musste aber noch einige brenzlige Szenen miterleben. Nur Joschka Matys hätte für die Entscheidung zu Gunsten der Herforder sorgen können, sein Schuss aus 20 Metern ging aber knapp über die Latte (73.).

Rödinghausen II behielt trotz des Rückstandes seine Ordnung und versuchte immer wieder, über die Außenpositionen gefährliche Torraumszenen zu kreieren. »Wir haben da nicht Wilde Sau gespielt«, lobte Sebastian Block sein Team für einen disziplinierten Auftritt.
Die ganz großen Chancen gab es allerdings zu selten. Richtig brenzlig wurde es für die Gäste nur in der 90. Minute. Michele Giacalone flankte von der linken Seite, in der Mitte rauschte der aufgerückte Sebastian Plog heran, doch der spielende Co-Trainer schoss aus vollem Lauf über das Tor. »Das muss das 1:1 sein«, sagte selbst Cosentino und räumte ein, dass es vermutlich noch nicht einmal unverdient gewesen wäre.

Die Rödinghauser lösten nun einen Innenverteidiger auf und beorderten sogar Torwart Norman Quindt nach vorne, doch es blieb beim 0:1.
»Uns mangelt es an Effektivität«, sagte Block und sah seine Einschätzung von vor der Partie bestätigt. »Herford hat hier ein Torschuss zum Sieg gereicht. Wir haben vor dem 0:1 einen völlig unnötigen Fehler im Spielaufbau gemacht und vorne selber ein Tor versäumt. Wir müssen immer am Limit spielen, heute waren wir es für einen Moment nicht.«

Cosentino sprach beim Defensivverhalten seines Teams gegenüber dem Saisonauftakt von »einer anderen Hausnummer. Nach vorne haben wir aber zu langsam umgeschaltet.«

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