Westfalenpokal-Endrunde: Gastgeber SF Loxten muss Ausfälle verkraften Heimvorteil mit Abstrichen

Versmold-Loxten  (WB/guf). Turnieratmosphäre, Heimvorteil, zwei unbekannte Underdogs und ein alter Rivale: Als Ausrichter der Vierer-Endrunde wollen die Oberliga-Handballer von SF Loxten an diesem Samstag in der Versmolder Sparkassen-Arena den Westfalenpokal gewinnen.

Konsequent zupacken heißt für Loxtens Abwehr mit Heiner Steinkühler (links) und Jan Patzelt die Devise.
Konsequent zupacken heißt für Loxtens Abwehr mit Heiner Steinkühler (links) und Jan Patzelt die Devise. Foto: Gunnar Feicht

Als dickster Brocken auf dem Erfolgspfad stellt sich Titelverteidiger TuS Spenge in den Weg: Das Duell der beiden Oberligisten wird – sofern alles planmäßig läuft – zum Turnierschluss ein echtes Endspiel. Dem TuS unterlagen die Loxtener vor gerade mal einer Woche im Kampf um Punkte 23:29. Nach 40 Minuten – jener Spielzeit, die im »Final Four« dreimal gefordert ist – führten die Sportfreunde im Punktspiel noch 16:15. Vielleicht ein gutes Omen.

Trainer Thomas Lay und sein Team haben sich jedenfalls viel vorgenommen: »Ich hoffe auf eine Menge Spannung und auf ein tolles Ergebnis. Wichtig ist aber auch, dass wir uns vor zwei schweren Auswärtsspielen weiterentwickeln und einige Leute mit bisher weniger Spielanteilen Wettkampfpraxis bekommen.« Denn es gibt einige Ausfälle zu beklagen: Thilo Stinhans (Nabelbruch), Christian Kalms (Knie/MRT am Samstag) und Max Harnacke (Patellasehne) sind verletzt, Kim Harting und Malte Weigel im Urlaub. Dafür rücken die Kraak-Brüder, Dominik Stöhner und Dany Sandkühler aus der Zweiten auf.

Die Frösche eröffnen das achtstündige Turnier um 13 Uhr gegen den Mendener Landesligisten DJK SG Bösperde, der in der Sauerland-Staffel Platz vier belegt (10:6 Punkte). Knapp drei Stunden danach steigt voraussichtlich der Schwierigkeitsgrad mit der Aufgabe gegen den Verbandsligisten TuS Hattingen (8. der VL-Staffel 2). Um 19.45 Uhr wird dann der Hit gegen Spenge angepfiffen, für den sich der Loxtener Anhang im achten Anlauf endlich den ersten Pflichtspielsieg erhofft. Ob die Spenger Belastung mit dem Oberliga-Hit in Bielefeld am Freitag und zwei Turnierspielen zuvor eine Rolle spielt? »In erster Linie wahrscheinlich Kopfsache. Ansonsten ist der Spenger Kader mit starken Spielern schon sehr breit aufgestellt«, vermutet Thomas Lay. Und TuS-Kollege Heiko Holtmann sagte diese Woche zur Doppelbelastung: »Wir haben 15 gute Spieler im Kader, die alle in unser System reinpassen. Wir haben also genug taktische Möglichkeiten und können immer wieder frische Leute bringen.«

Rund um das Endrundenturnier in Versmold

Der Spielplan für den Samstag: Loxten - Bösperde 13 Uhr, Spenge - Hattingen 14.15 Uhr, Hattingen - Loxten 15.45 Uhr, Bösperde - Spenge 17 Uhr, Hattingen - Bösperde 18.30 Uhr, Loxten - Spenge 19.45 Uhr.

Der Sieger des Turniers steht im Achtelfinale um den deutschen Amateurpokal. Ab Januar werden in K.o.-Runden zwei Mannschaften ermittelt, die im Mai in der Hamburger O2-Arena vor dem Endspiel des Final Four der Profis um den DHB-Pokal in ihrem Finale den deutschen Amateurpokalsieger ermitteln. 2017 holte TuS Spenge den Cup.

Zuschauer zahlen einmal Eintritt und haben danach mit Bändchen während des gesamten Turniers Zutritt. Kaffee, Kuchen, Waffeln, Kalt- und Heißgetränke sowie ab 17 Uhr Bratwurst am Grillwagen – auch für schmackhafte Stärkungen ist gesorgt.

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