Handball-Oberliga: Loxten fordert wieder erstarkten TuS Spenge heraus Endlich den Bann brechen

Versmold-Loxten  (WB/guf). Nachbarschaftswochen in der Handball-Oberliga: SF Loxten empfängt innerhalb von acht Tagen zweimal den TuS Spenge, danach folgen weitere OWL-Derbys in Möllbergen und in Bielefeld. Erstes Etappenziel: am Samstag im siebten Anlauf endlich den ersten Oberliga-Sieg gegen Spenge zu erringen.

Auch Timo Menger will seine Klasse im Gegenstoßspiel einsetzen. Hier enteilt er Spenges Sebastian Kopschek.
Auch Timo Menger will seine Klasse im Gegenstoßspiel einsetzen. Hier enteilt er Spenges Sebastian Kopschek. Foto: Gunnar Feicht

Den bisher einzigen Punkt gegen den TuS hat Loxten vor gut einem Jahr beim 29:29 in einem hochklassigen Duell vor eigenem Publikum erkämpft. Alle anderen Duelle endeten mit Niederlagen, kurioserweise jeweils mit exakt fünf Toren Differenz. Auch wenn SFL mehrfach näher dran war, als es das Endergebnis aussagt: Die Bilanz zeigt, dass die Spenger als langjährige Oberliga-Spitzenmannschaft meistens im entscheidenden Moment cleverer und abgebrühter waren. »Wir werden aber nicht in Ehrfurcht erstarren, sondern freuen uns auf ein Derby vor vollen Tribünen und haben das Ziel vor Augen, endlich mal den Bann zu brechen«, sagt SFL-Trainer Thomas Lay.

Mit einem Punktekonto von 8:8 und zwei schweren Auswärtsspielen im Dezember vor der Brust sind die Loxtener gleich doppelt motiviert. Nach dem ersten Auswärtssieg in Gevelsberg trifft die Heimmannschaft Samstag um 18 Uhr allerdings auf einen Gegner im Aufwärtstrend: Der TuS hat nach mäßigem Saisonstart (29:36-Heimniederlage gegen Hamm II, nach vier Spielen 4:4 Punkte) mächtig Fahrt aufgenommen. 33:19 schoss Spenge vor einer Woche den zuvor so starken Aufsteiger TuS Möllbergen aus der Halle. »Gegen Möllbergen haben sie zum ersten Mal wieder so richtig ihre größte Stärke ausgenutzt: das kompromisslose Gegenstoßspiel«, sagt Thomas Lay mit Blick auf 12/2 Treffer von Linksaußen Sebastian Reinsch.

Doch auch im Positionsspiel wartet auf die Loxtener Abwehr Schwerstarbeit. Der Ex-Bielefelder Phil Holland ist mit 55/21 Toren nach sieben Spielen derzeit zweitbester Goalgetter der Liga. Auch die TuS-Deckung mit Rückhalt Kevin Becker stand gegen Möllbergen hervorragend. Vor dem Topspiel bei TSG AH Bielefeld am 24. November könnte sich Spenge mit einem Sieg in Versmold gute Karten verschaffen, um die Tabellenspitze anzugreifen. Ein Vorhaben, das die »Frösche« durchkreuzen wollen. Allerdings fehlt weiterhin Max Harnacke (Patellasehne).

Newcomer Brezina und Comebacker Ortjohann im Aufwind

TuS Spenges starke Leistung beim jüngsten 33:19 gegen Möllbergen war auch zwei Akteuren zu verdanken, die im bisherigen Saisonverlauf noch nicht im Vordergrund standen oder stehen konnten. Sein bisher bestes Saisonspiel machte der im Sommer von Dukla Prag gekommene tschechische Juniorennationalspieler Filip Brezina: Der 20-Jährige, bis dahin zumeist unscheinbar, brillierte auf der Rückraum-Mitte-Position. Zudem hat sich Linkshänder Marcel Ortjohann nach mehr als einjähriger Zwangspause (zweiter Kreuzbandriss) zurückgemeldet: Nach drei dosierten Einsätzen in der Reserve feierte er sein Oberliga-Comeback und erzielte bereits beim ersten Angriff nach seiner Einwechslung das erste Tor. »Ich bin erst bei 70 Prozent. Zur Topleistung fehlt noch einiges«, kommentierte der 27-Jährige, der aus Rietberg-Neuenkirchen stammt, seine Rückkehr.

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