Landesligist SC Peckeloh vor dem Start: Zuversicht trotz einiger Hindernisse Endlich mehr Tore schießen

Versmold-Peckeloh  (WB). Ist das Glas nun halb voll oder halb leer? »Vor zwei Wochen wussten wir noch gar nicht, ob wir am 13. August genügend ligataugliche Spieler an den Start bringen würden«, berichtet Markus Kleine-Tebbe. Der Trainer von Fußball-Landesligist SC Peckeloh ist froh, dass sich die Lage gebessert hat. Aber es bleibt schwierig.

Von Gunnar Feicht
Wuchtig und gradlinig: So will Marc Rustige seine gute Form aus den Testspielen auch im Landesliga-Geschehen bestätigen.
Wuchtig und gradlinig: So will Marc Rustige seine gute Form aus den Testspielen auch im Landesliga-Geschehen bestätigen. Foto: Gunnar Feicht

Denn vor dem schweren Liga-Auftakt beim TuS Tengern (Kleiner-Tebbe: »Ein Aufstiegsanwärter!«) muss der Coach konstatieren, dass sich wegen der vielen Ausfälle in der Vorbereitung noch keine Stammelf aufdrängen konnte. Andererseits stellt sich die Anfangsformation für Sonntag auch nicht von selbst auf. Rustige, Schnadwinkel und Heinsch – unter den Torschützen beim jüngsten 8:1 (3:1) gegen Westfalenligist SV Spexard dominierten etablierte Namen. Aber als Zulieferer drängten auch andere Spieler in die Stammelf, sodass Kleine-Tebbe und Co-Trainer Andy Schröder durchaus die Qual der Wahl haben. »Einerseits schmeckt mir das klare Ergebnis gegen Spexard gar nicht«, sagt der Chefstratege mit Blick auf den psychologischen Effekt. »Andererseits hat es mich nach sechs manchmal schwierigen Wochen der Vorbereitung unheimlich gefreut, dass offensiv so vieles geklappt hat«, ergänzt »MKT« zufrieden.

Beim Toreschießen hatte es im Frühjahr mächtig gehapert: Sieben Treffer weniger als in den 16 Hinserienspielen waren mitverantwortlich dafür, dass Peckeloh nur Platz zwölf der Rückserientabelle erreichte. Kleine-Tebbe: »Alban Shabani hat jetzt sehr gut gearbeitet und ist in erheblich besserer Verfassung als vor einem Jahr. Und Marc Rustige trifft zurzeit alles. Hoffentlich auch in den Liga-Spielen.« Weil zudem Flügelflitzer Stefan Nienaber wieder zur Verfügung steht und Daniel Schnadwinkel in guter Form ist, dürfen die SCP-Fans mehr Offensivkraft erwarten.

Problematischer war die Vorbereitung in den Mannschaftsteilen dahinter. In Bestform bildet das Duo Vincent Halle/Wojtek Kosecki eine der besten Innenverteidigungen der Liga. Aber bei Hall muss die Belastung wegen einer Patellasehnentzündung sehr vorsichtig dosiert werden und der hochkarätige Neuzugang aus Tengern plagt sich mit Wadenproblemen herum. Hinzu kamen der zeitweilige Ausfall der Korsettstangen von Kevin Ikeakhe (Leiste) und Nico Wolter (Knie) und das Pech von Tom Weber (Fingerbruch), Philipp Witte (Kreuzband) und Robin Steinkamp (beginnt erst mit Aqua-Fitness).

Verständlich, dass in Markus Kleine-Tebbes Vorbereitungsbilanz das Wort »Flickenteppich« fällt. Aber der Coach hat nicht nur beim 8:1 gegen Spexard viele positive Aspekte gesehen: »Nach der nicht so tollen Rückserie haben sowohl einige jüngere, aber auch ältere Spieler von sich aus Gas gegeben, um sich zu verbessern. Und die ganz Jungen – wie Jannes und Niklas Gronau – oder die Torhüter Dustin Wienker und Chris Timke haben eine sehr gute Vorbereitung absolviert.«

WB-Prognose: Hält das Knie von Vincent Hall? Und die Wade von Wojtek Kosecki? Wenn beim SCP mal alle erfahrenen Leistungsträger an Bord sind, könnten die Peckeloher sogar im oberen Drittel anklopfen. Sollte sich Markus Kleine-Tebbes Hoffnung bestätigen, dass die Jüngeren einen deutlichen Schritt nach vorne machen, dann wird’s zumindest ein Platz in der ersten Tabellenhälfte.

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