SC Verl: Vor 1567 Zuschauern in Oberhausen Ausgleich in der 92. Minute Spätes Pech bei den Kleeblättern

Oberhausen (WB). Hätte man Guerino Capretti vor dem dritten Spieltag in der Fußball-Regionalliga West prophezeit, dass sein SC Verl beim als Titelanwärter gehandelten SC Rot-Weiß Oberhausen punkten würde, der 35-Jährige hätte wohl unterschrieben. Weil die Ostwestfalen am Samstag aber den Ausgleich erst in der Nachspielzeit kassierten (90.+2), herrschte nach dem 1:1 (0:0) vordergründige Unzufriedenheit.

Von Christian Bröder
Dichtes Gedränge im Strafraum: Einige Male geraten die Verler Gianluca Marzullo (Nr. 26) und Julian Schmidt (dahinter) am Samstag in Oberhausen in Bedrängnis. Am Ende fahren sie vor 1567 Zuschauern im Niederrhein-Stadion ein 1:1 ein.
Dichtes Gedränge im Strafraum: Einige Male geraten die Verler Gianluca Marzullo (Nr. 26) und Julian Schmidt (dahinter) am Samstag in Oberhausen in Bedrängnis. Am Ende fahren sie vor 1567 Zuschauern im Niederrhein-Stadion ein 1:1 ein. Foto: Hendrik Katzorke

»Wir sind natürlich extremst enttäuscht. Wenn man zu solch einem Zeitpunkt 1:0 führt und dann noch den Ausgleich bekommt, fühlt sich das an wie eine Niederlage«, gesteht Capretti. Fast im selben Moment räumt er ein, »Glück in vielen Situationen« gehabt und somit am Ende einer knapp verpassten Überraschung doch ein gerechtes Resultat eingefahren zu haben.

Schlussmann Brüseke hält die Verler oft im Spiel

In der Tat kann sich nach der zähen Begegnung vor 1567 Zuschauern im verregneten Niederrhein-Stadion keines der beiden Teams über den Ausgang beschweren. Nicht nur in der starken Anfangsviertelstunde der Oberhausener, denen mit Jannik Löhden und Robert Fleßers kurzfristig zwei Eckpfeiler wegbrechen, hält Schlussmann Robin Brüseke die Verler im Spiel.

Er pariert gegen Patrick Schikowski mit starker Fußabwehr (8.) und kurz darauf gegen Philipp Gödde mit blitzartigem Reflex (15.). Bei den Gästen stellt Coach Capretti dreimal um : Er bietet Großeschallau für den verletzten Sansar als Linksverteidiger auf und beordert Mehmet Kurt (für Benjamin Kolodzig) und Gianluca Marzullo (für Viktor Maier) in die Startelf. Gefahr strahlt aber nur ein 25-Meter-Freistoß von Cihan Özkara aus, den RWO-Keeper Robin Udegbe entschärft (24.). Ansonsten überwiegt eines – Tolstoi, ganz schwere Kost!

Die noch interessantesten Kapitel folgen schließlich im zweiten Durchgang: Gerade als die von Ex-Gütersloher Mike Terranova (40) gecoachten und in der Halbzeitpause eingenordeten Oberhausener drei Ecken in Folge sowie zwei konfuse Verler Abwehrsituationen ungenutzt lassen, schlägt der Außenseiter zu. Ein schneller Konter, ein Kurzpass durch Jan Lukas Liehr auf Patrick Choroba, ein trockener Flachschuss auf nassem Rasen – schon steht’s 0:1 (52.)...

Den ausführlichen Artikel, Stimmen und die Analyse lesen Sie am Montag, 14. August, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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