SC Verl rettet sich nach zwei Toren in drei Minuten vor 1411 Zuschauern Ein Punkt wie aus dem Nichts

Verl (WB). Damit hätte wohl kaum noch jemand gerechnet: Mit 0:2 liegen die Regionalliga-Fußballer des SC Verl am Samstag nach 53 Minuten zurück. Die Köpfe gehen runter. Gegner Alemannia Aachen lässt nichts anbrennen. Die Situation scheint schier aussichtslos. Doch plötzlich das: Youngster Jan Lukas Liehr gelingt das 1:2 (58.). Einen Augenblick später legt Neuzugang Cihan Özkara das 2:2 (60.) nach. Am Ende ist es ein Punkt aus dem Nichts.

Von Christian Bröder        
Erleichterung pur herrscht nach dem 2:2-Ausgleich am Samstagnachmittag beim Verler Anhang auf der Business-Tribüne der Sportclub-Arena. Torschütze Cihan Özkara breitet die Arme schon mal aus, um sogleich den Ex-Aachener Viktor Maier in Empfang zu nehmen.
Erleichterung pur herrscht nach dem 2:2-Ausgleich am Samstagnachmittag beim Verler Anhang auf der Business-Tribüne der Sportclub-Arena. Torschütze Cihan Özkara breitet die Arme schon mal aus, um sogleich den Ex-Aachener Viktor Maier in Empfang zu nehmen. Foto: Wolfgang Wotke

Der Doppelschlag stellt den Spielverlauf nämlich völlig auf den Kopf. Er beschert der Mannschaft von Trainer Guerino Capretti im ersten Heimspiel der Saison vor 1411 Zuschauern am Ende noch ein 2:2 (0:1), mit dem sich zumindest in Sachen Selbstvertrauen gut leben lässt.

»Wie wir letztlich Moral bewiesen haben, zeigt doch, dass die Mannschaft intakt ist. Der Punkt ist verdient«, gibt der erneut als Verteidiger agierende Jannik Schröder zu Protokoll.

Neuzugang Patrick Kurzen, der auf der rechten Seite im Wechselspiel mit Patrick Choroba durch seine Tempovorstöße zu gefallen weiß und per Pass das 1:2 (58.) ermöglicht, geht noch einen Schritt weiter. »Wir haben es gedreht, weil alle dran glauben. Das zeichnet uns aus. Deswegen können wir eine gute Rolle spielen«, sagt Kurzen in der ersten Euphorie.

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Das ist nicht der Fußball, den wir können

Guerino Capretti

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Das Remis ist letztlich ein gefühlter Sieg für die Moral. Doch es täuscht Trainer Capretti nicht über die vielen, besonders im ersten Durchgang offenbarten Unzulänglichkeiten und fehlenden Automatismen hinweg: »Das ist nicht der Fußball, den wir können.«

Den ausführlichen Artikel, Stimmen und die Analyse lesen Sie am Montag, 7. August, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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