Erleichterte Verler wahren Polster auf Schalke – Schmidt vor Saison-Aus SC Verl: Aufatmen nach Abstiegsk(r)ampf

Bottrop (WB/cbr). Wer steigt wann ab? So sehr sich Trainer Guerino Capretti dieser Tage bemüht, diese Frage aus den Köpfen der Fußballer des SC Verl zu streichen, »sie steckt letztlich tief drin«. Sie lähmt. Sie blockiert. Sie macht Beine zu Blei. Nein, das 0:0 im Kellerkrimi bei der U 23 von Schalke 04 am Samstag hat wahrlich keinen Schönheitspreis verdient. Am drittletzten Spieltag der Regionalliga West sorgt es aber für große Erleichterung.

Spalier für die abgekämpften Verler Fußballer: Der 2. Vorsitzende Hans-Josef Katzwinkel (von rechts), Aufsichtsratsprecher Andre Theilmeier und Gönner Michael Beckhoff klatschen mit Fabian Großeschallau (Nummer 8), Jonas Strifler (27) & Co. ab.
Spalier für die abgekämpften Verler Fußballer: Der 2. Vorsitzende Hans-Josef Katzwinkel (von rechts), Aufsichtsratsprecher Andre Theilmeier und Gönner Michael Beckhoff klatschen mit Fabian Großeschallau (Nummer 8), Jonas Strifler (27) & Co. ab. Foto: Ralf Weber

Nachdem Schiedsrichter Mitja Stegemann den 90-minütigen Abstiegsk(r)ampf vor 234 Zuschauern im Bottroper Jahnstadion abpfeift, springt Hans-Josef Katzwinkel jubelnd aus dem blauen Schalensitz der Tribüne, als hätte Verl soeben gewonnen. Der 2. Vorsitzende atmet durch: »Hauptsache nicht verloren.« Gegenüber ballt Präsident Raimund Bertels etwas abseits der Ersatzbank die Fäuste.

Kein Wunder! Die Ostwestfalen klettern in der Tabelle mit 36 Punkten wieder auf Platz 13, halten die U 23 von Fortuna Düsseldorf (35 Punkte) sowie Schalke (30) auf dem ersten Abstiegsplatz auf Abstand. Selbst, wenn die Gastgeber aus Gelsenkirchen am Mittwoch ihr Nachholspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen gewinnen sollten, bleiben sie hinter Verl und haben ein enorm schwieriges Restprogramm.

Asamoah bleibt nur die Hoffnung

Dessen ist sich auch Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah bewusst: »Bitter! Wir wollten es eigentlich in der eigenen Hand haben. Das ist nicht mehr so. Wir müssen jetzt alle Spiele gewinnen, um noch eine Chancen zu haben«, sagt der Manager der königsblauen U 23. Dafür, dass beide Teams unter ihrem eigentlichen Vermögen bleiben, zeigt der 38-Jährige Verständnis: »Ich habe selbst oft gegen den Abstieg gespielt. Da klappt einiges nicht.«

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