SC Verl wird im OWL-Derby vor 843 Zuschauern übel durchgeschüttelt Unfassbar: SC Verl verliert nach 2:0 noch 2:5!

Rödinghausen (WB/cbr). »Unerklärlich«. Betreuer Johannes König zuckt mit den Schultern. »Was soll ich sagen? Mir fällt nichts ein«, gibt Kapitän Julian Schmidt zu und düst in die Kabine. Bloß schnell weg vom Ort, an dem der SC Verl eine Schmach hinnimmt. Die Fußballer von Andreas Golombek verspielen leichtfertig ihren 2:0-Vorsprung und kassieren beim SV Rödinghausen ein 2:5 (2:1). Der Rest sind Wut, leere Blicke und Ratlosigkeit.

Hände hoch! Nein, zu diesem Zeitpunkt hat sich der SC Verl noch nicht ergeben. Jannik Schröder (Mitte), der ein Elfmeterfoul verursacht haben soll (53.), und seine Kollegen Jan Lukas Liehr (v.l.), Julian Schmidt, Jonas Strifler und Fabian Großeschallau protestieren gegen die Entscheidung des Schiedsrichters Lukas Sauer. Vergeblich! Der Strafstoß sitzt zum 2:2 und die Verler fügen sich.
Hände hoch! Nein, zu diesem Zeitpunkt hat sich der SC Verl noch nicht ergeben. Jannik Schröder (Mitte), der ein Elfmeterfoul verursacht haben soll (53.), und seine Kollegen Jan Lukas Liehr (v.l.), Julian Schmidt, Jonas Strifler und Fabian Großeschallau protestieren gegen die Entscheidung des Schiedsrichters Lukas Sauer. Vergeblich! Der Strafstoß sitzt zum 2:2 und die Verler fügen sich. Foto: Jens Göbel

Dabei fällt die Verler Gemütslage von einem Extrem ins andere: Nach 30 Minuten sehen die Gäste am Samstag vor 843 Zuschauern im Häcker-Wiehen-Stadion nämlich nicht nur wie der sichere Siege des ostwestfälischen Derbys in der Regionalliga West aus. Nein, zu diesem Zeitpunkt sind sie gar ein großer Gewinner des 27. Spieltags. Die Konkurrenz lässt Federn und der SCV führt nach einem umstrittenen Foulelfmeter – Viktor Maier nimmt den Kontakt von Kevin Harder dankbar an, fällt und vollstreckt selbst (10.) – sowie einem Schuss von Daniel Mikic (15.) mit 2:0.

Plan hält nur eine halbe Stunde

»Wir hatten einen Plan und der hat zunächst gut funktioniert. Rödinghausen wusste bis dahin nicht, was es machen sollte«, so Golombek. In der Tat: Das Team seines Kollegen Alfred Nijhuis (»Verl hat unser Aufbauspiel im Ansatz kaputt gemacht«) kommt mit dem Verler 4-5-1-System überhaupt nicht zurecht, findet keine Möglichkeit der Spieleröffnung. Die Mitte ist dicht, die Außen sind zugestellt. Es spricht alles für Verl – aber eben nur eine halbe Stunde lang.

Am Ende heißt es 2:5 und alle Verler müssen sich schütteln. Obendrein siegt die Konkurrenz aus Düsseldorf (3:2 gegen Dortmund II) und Wiedenbrück (3:0 gegen Wattenscheid). Der Kreisrivale liegt als Zwölfter (34 Punkte) in der Tabelle knapp vorm SC Verl (32), dem Fortuna Düsseldorf II (27) und Schalke II (25) im Nacken sitzen.

Jetzt wartet Ahlen

Dahinter steht mit 20 Zählern Rot-Weiß Ahlen schon etwas abgeschlagen. Um bei den Wersestädtern keine Hoffnung aufkeimen zu lassen, müsste der SC Verl vor dem Heimspiel gegen Ahlen am nächsten Samstag (14 Uhr) das Derby-Trauma von Rödinghausen schnell verarbeiten. Das weiß auch Präsident Raimund Bertels: »Es tut weh! Aber man muss es jetzt schnell wegschütteln.«

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag, 3. April, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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