Fußball-Kreispokal: Landesligist Steinhagen zieht mit 7:0 gegen Amshausen ins Halbfinale ein Koske im Pech – dann rollt der Spvg.-Express

Steinhagen  (WB/hosh). »Wäre, wäre, Fahrradkette«, hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus beim Spekulieren über den Verlauf eines Fußballspiels kürzlich eine neue Redewendung ersonnen. Und wäre Amshausens Tim Koske nach zwei Minuten das 1:0 gelungen, hätte sein TSV im Kreispokal-Viertelfinale vielleicht tatsächlich eine Überraschung einleiten können. Doch so behielt Fußball-Landesligist Spvg. Steinhagen klar die Oberhand und siegte mit 7:0 (3:0) beim B-Ligisten.

Chance vergeben: Tobias Kreutzer überwindet TSV-Hüter Hirschfeld, schießt aber vorbei.
Chance vergeben: Tobias Kreutzer überwindet TSV-Hüter Hirschfeld, schießt aber vorbei. Foto: Jens Horstmann

Zumindest hätte die Partie wohl einen anderen Verlauf genommen, wenn die Gäste nach der verspielten 3:0-Führung im Ligabetrieb gegen Westenholz nun auch beim Lokalrivalen in Rückstand geraten wären. Doch Torwart Philipp Schremmer rettete in höchster Not. Wenig später klingelte ist auf der Gegenseite. Tim Herden bediente Robin Bürmann, der aus wenigen Metern keine Mühe hatte (6.). Steinhagen hatte mehr Ballbesitz, aber vorerst wenige Großchancen. Dann half Tobias Kreutzer, der den kränkelnden Basti Hermann im Sturmzentrum vertrat, etwas Glück, als er sich zum 2:0 durchstocherte (24.). Nick Mdoreuli erhöhte auf 3:0, als er vor TSV-Schlussmann Marcel Hirschfeld souverän einschob (33.). Erneut Kreutzer (38./aus drei Metern) und Herden (41./14-Meter-Schrägschuss) hatten weitere Chancen.

Auch nach der Pause gab sich der TSV nicht auf, lief jedoch oft hinterher. Sehenswert entschärfte Hirschfeld Lukas Pörtners Schlenzer (50.). Gegen Kreutzers Schuss aus vier Metern Schoebel-Zuspiel zum 0:4 war aber auch er machtlos (55.). Die Gastgeber steckten nicht auf und suchte immer wieder mit langen Bällen die schnellen Tim Koske und Max Bollweg. Letzterer hatte per Kopf die große Chance zum Ehrentor, doch Schremmer parierte stark (67.). Auf der Gegenseite erhöhten Herden (65.), Bürmann (72./schöner Schlenzer) und erneut Kreutzer (79./nach Fehler Hirschfeld). Die letzte Chance gehörte dem TSV, doch Christian Felsch schoss einen Foulelfmeter über das Tor (87./Moritz Wieland an Bollweg).

»Der Sieg tut richtig gut. Wir haben 88 Minuten dominiert, das gibt Selbstvertrauen«, freute sich Steinhagens Daniel Eikelmann, der Daniel Keller (verhindert) vertrat. »Wir haben das Spiel aus meiner Sicht offen gestaltet und uns nicht nur hinten reingestellt. Zwei Tore waren locker drin, die Jungs haben das gut gemacht«, war auch TSV-Trainer Meik Tischler zufrieden.

Im Halbfinale (11. April 2018) empfängt Steinhagen den Westfalenligisten VfB Fichte, der beim B-Liga-Zweiten GSV Cosmos (mit Jochen Pape) 11:0 (6:0) gewann.

Amshausen: Hirschfeld – Harz, Wilhemstroop, Giesler, Dittes – Felsch, Weber – Swatko, Bollweg, Neumann (46. Hapke) – Koske.

Steinhagen: Schremmer – Schoebel, Özel, Wieland, Schäfer – Winder, Bürmann – Herden, Mdoreuli (65. Kipp), Pörtner (65. Erdem) – Kreutzer.

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