Fußball: SW Sende siegt im Waldstadion mit 2:0 gegen Blau-Weiß Gütersloh Die Eigengewächse tragen erste Früchte

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Bezirksligist SW Sende schlägt zu Hause, dank zweier später Treffer, den A-Ligisten Blau-Weiß Gütersloh mit 2:0 (0:0) und erlaubt sich auch im drittletzten Test vor dem Saisonstart keinen Patzer. Stattdessen präsentieren sich die Sender Nachwuchskräfte in guter Form.

Von Hendrik Fahrenwald
Torschütze Daniel Fröse erzielte in der 89. Minute per Volley-Abnahme den 2:0-Treffer für Schwarz-Weiß Sende. Im Spiel gegen den A-Ligisten BW Gütersloh ließen die Gastgeber zuvor eine Reihe von Chancen aus.
Torschütze Daniel Fröse erzielte in der 89. Minute per Volley-Abnahme den 2:0-Treffer für Schwarz-Weiß Sende. Im Spiel gegen den A-Ligisten BW Gütersloh ließen die Gastgeber zuvor eine Reihe von Chancen aus. Foto: Hendrik Fahrenwald

Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit tragen die Sender Eigengewächse erste Früchte. Gleich sechs ehemalige A-Jugendliche aus dem SW-Nachwuchs hatte der Verein bei seiner Vorstellung der Neuzugänge vor rund zwei Wochen präsentiert.

Sie alle streben den Durchbruch in der ersten Mannschaft an. »Das hat den Verein bisher ausgemacht. Darauf wollen wir aufbauen«, sagte SW-Trainer Jürgen Prüfer damals. In den ersten Trainingseinheiten und Testspielen hat sich der Nachwuchs schon bewiesen. Der erste Schritt ist gemacht.

Drei Sender Talente in der Startelf

Mit Finn Jaster, Nico Oesterwalbesloh und Ferdaus Hariri standen im Test am Freitagabend gleich drei Sender Talente in der Startelf. Während letztere die beiden Außenverteidigerposition einnahmen, wirbelte Jaster auf dem rechten Flügel. Der erst 18-Jährige bestach durch sein sicheres Passspiel, seine Schnelligkeit auf der Außenbahn und seinen Mut, den Abschluss zu suchen. Bereits im vorherigen Testspiel gegen den FC Stukenbrock hatte der Nachwuchsspieler mit einem Doppelpack auf sich aufmerksam gemacht.

Nun blieb zwar ein Treffer aus, die eigenen Teamkollegen beeindruckte Jaster dennoch. SW-Kapitän Marius Brummel attestierte ihm eine »Wahnsinns-Leistung«, sah aber auch, dass die Chancenverwertung des gesamten Teams »miserabel« war. BW-Torwart Pascal Schellert brillierte im ersten Durchgang kurzerhand zum besten Gütersloher, als er eine Sender Möglichkeit nach der anderen vereitelte.

Das von den Sendern forcierte Flügelspiel ging zwar auf, doch auch die Bemühungen im zweiten Abschnitt brachten zunächst keinen Erfolg ein. »Wir hatten zahlreiche Chancen, die für zwei Spiele gereicht hätten«, sagt Brummel. Die letzte Konsequenz in der Sender Offensiv-Abteilung fehlte jedoch. »Wir waren entweder zu hektisch oder wir wollten den Ball ins Tor tragen«, sagt Brummel. Das eigene Tor hielt Stephan Peschtrich sauber, der nach gefühlt einem Ballkontakt in Halbzeit 1, nach der Pause gleich zweimal bei der Situation Eins-gegen-Eins glänzte.

»Das war ein gutes Spiel von uns«

»Sonst hätte das Spiel auch anders ausgehen können«, sagt sein Vordermann Brummel. Auf einen Lattentreffer von Sendes Tim Fleiter (60.) folgte die Einwechslung des vierten Sender Talents, Leon Brüseke (63.). Vorne brachte rund zehn Minuten später der eingewechselte Routinier Torben Brandy neuen Schwung in die Offensivbemühungen der Gastgeber, die ihr spätes Glück fanden: Jonas Lemke nickte in der 85. Minute eine Flanke zur Führung ein. Den Vorsprung baute Daniel Fröse per Volley-Abnahme nur vier Minuten später zum 2:0-Endstand aus und entließ seinen Trainer zufrieden in den Abend.

»Das war ein gutes Spiel von uns. Ich bin zufrieden, vor allem weil wir in einer ungewohnten Aufstellung schon gut gespielt haben«, resümiert Jürgen Prüfer. Nach den Trainingseinheiten unter der Woche steht für die Schwarz-Weißen am Samstag der nächste Test an. Dann treffen die Sender im heimischen Waldstadion auf A-Liga-Aufsteiger Türkgücü Gütersloh, ehe am 13. August der Ligabetrieb wieder Fahrt aufnimmt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.